Ecuador bietet Wikileaks-Gründer Zuflucht an
"Wir sind bereit, ihm den Aufenthalt in Ecuador zu ermöglichen, ohne ihm Probleme zu bereiten oder Auflagen zu stellen", erklärte der stellvertretende Außenminister Kintto Lucas laut einem Bericht des Magazins 'Ecuadorinmediato'.
Man lade Assange ein, nach Ecuador zu kommen und sich die Freiheit zu nehmen, weiter an der Veröffentlichung von Informationen zu arbeiten - nicht nur über das Internet, sondern über verschiedene öffentliche Kanäle, so Lucas weiter.
Assanges aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt. Er tauchte ab, nachdem der Druck gegen ihn wegen der Veröffentlichung von geheimen Militär-Dokumenten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak immer größer wurde. Während seines letzten offiziellen Auftritts erklärte er, eventuell in der Schweiz politisches Asyl beantragen zu wollen.
Seitens der schwedischen Behörden wird Assange mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Hier wird gegen ihn wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch ermittelt. Assange wies diese Vorwürfe allerdings zurück und erklärte sie zu einem Bestandteil einer Kampagne gegen seine Person und das Projekt Wikileaks.
Dem ging unter anderem die Veröffentlichung eines internen Papiers von US-Behörden voraus, in dem Strategien entwickelt wurden, wie Wikileaks öffentlich diskreditiert werden könnte. Nach der aktuellen Veröffentlichung zahlreicher Dokumente aus dem diplomatischen Betrieb der USA dürfte der Druck auf die Plattform erneut zunehmen.
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