Disney+ bringt die 4K für Premium-Nutzer zurück, HDR fehlt aber weiter

Nach einem gerichtlichen Verbot reaktiviert Disney+ die 4K-Auf­lösung für deutsche Premium-Nutzer über einen technischen Um­weg. Der Anbieter wechselt dafür auf den VP9-Codec. Auf Bildver­besserungen wie HDR müssen Abonnenten aber vorerst verzichten.
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WinFuture/KI-generiert

4K-Auflösung kehrt zurück

Nach dem Zwangs-Ausfall der hohen Bildqualität können deutsche Nutzer von Disney+ aufatmen, zumindest teilweise. Das Unternehmen stellt die Unterstützung für 4K UHD schrittweise wieder her. Abonnenten des teuersten Premium-Tarifs erhalten Zugriff auf die hohe Auflösung, nachdem ein Gerichtsurteil den Anbieter im Juli 2026 zur unangekündigten Abschaltung gezwungen hatte.

Um das gerichtliche Verbot zu umgehen, nutzt der Konzern eine alternative technische Lösung. Statt des umstrittenen Videocodecs HEVC, der für die effiziente Datenübertragung zuständig ist, kommt ein anderes Format zum Einsatz. Streams werden nun über den lizenzfreien Codec VP9 abgewickelt. So lassen sich die rechtlichen Hürden erfolgreich umschiffen.


Wie Heise berichtet, steht die verbesserte Bildqualität noch nicht auf allen Endgeräten zur Verfügung. Der Anbieter bestätigte, dass die Umstellung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Nutzer müssen an ihren Smart-TVs oder Konsolen prüfen, ob die Wiedergabe bereits funktioniert. Ein Neustart der App kann dabei helfen.

Erweiterter Farbraum fehlt noch

Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Abonnement vorerst eingeschränkt. Der erweiterte Dynamikumfang HDR ist komplett deaktiviert. Das Feature sorgt bei kompatiblen Fernsehern normalerweise für bessere Kontraste und eine lebendigere Farbdarstellung. Filme und Serien werden aktuell nur im herkömmlichen SDR-Standard ausgeliefert, was das Seherlebnis spürbar trübt.

Das Unternehmen plant, die HDR-Unterstützung so schnell wie möglich nachzureichen. Einen konkreten Zeitplan gibt es dafür aber nicht. Auch das dynamische Format Dolby Vision fehlt bis auf Weiteres im deutschen Katalog. Ursache für die Einschränkungen ist ein anhaltender Patentstreit mit dem Technologieunternehmen InterDigital.

Premium-Kunden zahlen voll

Für zahlende Kunden bedeutet das aktuelle Vorgehen einen sicherlich unbefriedigenden Kompromiss. Der Premium-Tarif kostet regulär 16 Euro pro Monat oder 160 Euro im Jahr. Er bewirbt höchste Bildqualität als Hauptunterscheidungsmerkmal zum günstigeren Standard-Tarif. Während 4K UHD nun schrittweise reaktiviert wird, bleiben HDR, Dolby Vision und 3D-Inhalte auf unbestimmte Zeit blockiert.

Wegen der dauerhaft reduzierten Leistung prüfen Verbraucherschützer aus Niedersachsen rechtliche Schritte. Kunden zahlen aktuell den vollen Preis für ein vertraglich eingeschränktes Produkt. Ob der Streaming-Anbieter betroffenen Nutzern aus Kulanz eine finanzielle Entschädigung anbietet, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen hat sich zu möglichen Rückerstattungen bisher nicht offiziell geäußert.

Seid ihr vom Wegfall der Bildqualität bei Disney+ betroffen? Reicht euch die 4K-Auflösung ohne HDR vorerst aus? Teilt eure Erfahrungen dazu gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Disney+ bringt die 4K-Auflösung in Deutschland schrittweise zurück
  • Zur Umgehung des Verbots nutzt der Konzern den VP9- statt des HEVC-Codecs
  • Die HDR-Unterstützung und Dolby Vision fehlen allerdings weiterhin
  • Ursache für die Einschränkungen ist ein Patentstreit mit InterDigital
  • Trotz des reduzierten Angebots zahlen Premium-Kunden den vollen Preis
  • Verbraucherschützer prüfen rechtliche Schritte wegen der Preislage

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