Amazon schmeißt Wikileaks von seinen Servern
Lieberman erklärte, dass ihm Vertreter von Amazon am Mittwochmorgen bestätigten, dass die Website von Wikileaks von den Servern des Unternehmens entfernt wurde. "Ich hätte mir gewünscht, dass Amazon diese Entscheidung früher getroffen hätte, da Wikileaks in der Vergangenheit vertrauliches Material veröffentlicht hat", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Senators.
Lieberman ist der Meinung, dass die Entscheidung von Amazon, Wikileaks nicht zu unterstützen, ein Vorbild für andere Unternehmen sein sollte, an die sich die Betreiber Whistleblower-Plattform in Zukunft wenden werden. Amazon betreibt große Rechenzentren und bietet darin diverse Cloud-Dienste an. Eine Stellungnahme des Unternehmens liegt nicht vor.
Wikileaks war auf die Amazon-Server ausgewichen, nachdem die Website einer massiven DDoS-Attacke ausgesetzt war. Amazon besitzt die Kapazitäten, um derartige Angriffe zu kompensieren. Laut Angaben von Wikileaks wurden die Server mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde geflutet. Für den Angriff übernahm ein Hacker namens Jester die Verantwortung, der bereits in der Vergangenheit durch Aktionen aufgefallen ist, die seiner Ansicht nach wohl im Sinne der US-Regierung sind.
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Michael Diestelberg
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