Amazon: Linke-Politikerin ruft zum Boykott auf

Recht, Politik & EU Nachdem die Inhalte der Whistleblowing-Plattform Wikileaks von den Servern des US-amerikanischen Online-Einzelhändlers Amazon entfernt wurden, hat nun die Linke-Vizechefin zu einem Boykott aufgerufen. Auf diese Weise sollen die Konsumenten dem Online-Einzelhändler zeigen, was sie von der Zensur gegen Wikileaks halten. Der Anschauung der Politikerin zufolge stellt das bevorstehende Weihnachtsgeschäft einen passenden Moment für einen solchen Boykott dar, schreibt 'RP-Online'.

Sie selbst will ihre Geschenke in jedem Fall anderswo erwerben, sagte Kipping. In ihren Augen sei es nicht hinnehmbar, dass ein Unternehmen wie Amazon einknickt, wenn ein Politiker eingreife und in vorauseilendem Gehorsam die Meinungsfreiheit einschränkt.

Amazon selbst hat sich in Form von einer offiziellen Mitteilung zu diesem Vorfall geäußert. Angeblich hat man sich zu diesem Schritt nicht auf Drängen der US-amerikanischen Regierung hin entschlossen. Auch die in der Vergangenheit gehäuft stattgefundenen DDoS-Attacken gegen Wikileaks haben damit nichts zu tun, teilte der Online-Einzelhändler mit.

Stattdessen soll das Angebot einen anderen Punkt der gültigen Nutzungsbedingungen des Cloud-Dienstes von Amazon verletzen. Darin steht unter anderem geschrieben, dass die Kunden die Rechte an den Inhalten besitzen müssen und mit den angebotenen Daten keine dritten Personen verletzt werden dürfen.
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