Speicher-Knappheit: Samsung prognostiziert Preis-Schocks bis 2028

Wer auf sinkende Preise für Arbeitsspeicher und SSDs hofft, braucht viel Geduld. Die aktuelle Verknappung von Speicherchips wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Das hat weitreichende Folgen für den gesamten PC- und Konsolenmarkt.
Samsung, Logo, Galaxy, Launch, Ceo, Event, Keynote, Vorstellung, Samsung Mobile, Livestream, Präsentation, Samsung Electronics, Einladung, Unpacked, Neuvorstellung, Samsung Unpacked, Veranstaltung, Samsung Display, Neuheiten, Events, Bühne, Produktneuheit, Redner, Event-Einladung

Krise am Speichermarkt eskaliert

Die aktuelle Verknappung von Arbeitsspeicher und Flash-Speicher wird sich nicht so schnell auflösen. Der südkoreanische Hersteller Samsung erklärte bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen, dass sich die Liefersituation im Jahr 2027 weiter verschärfen wird, und zwar spürbar. Eine erste Entspannung der globalen Verfügbarkeit von DRAM und NAND-Chips wird frühestens für Ende 2028 erwartet.

Der Hauptgrund für den anhaltenden Engpass ist - das ist mittlerweile hinlänglich bekannt - der hohe Bedarf an Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Laut Jaejune Kim, Vizepräsident der Speichersparte bei Samsung, binden langfristige Verträge mit Betreibern von KI-Laboren derzeit etwa 60 bis 70 Prozent der gesamten Produktionskapazitäten. Das schützt den Hersteller vor den sonst üblichen zyklischen Schwankungen des Marktes.


Für Endverbraucher hat das weitreichende Konsequenzen, wie TechCrunch analysiert. Da die Fertigungslinien primär für teuren Server-Speicher genutzt werden, bleibt weniger Kapazität für klassische Konsumgüter. Das führt unweigerlich zu steigenden Kosten für PC-Komponenten.

Hardware wird spürbar teurer

Die Auswirkungen zeigen sich bereits bei diversen Endgeräten. Apple musste kürzlich die Preise für seine MacBooks und iPads anheben und verzeichnet ein verlangsamtes Umsatzwachstum. Auch bei Spielkonsolen wie der PlayStation 5 oder der Xbox Series X kam es zu Preisanpassungen. Zudem steigen die Kosten für Grafikkarten von Nvidia um bis zu 30 Prozent.

Während Konsumenten unter den hohen Preisen leiden, profitiert Samsung finanziell. Die Halbleitersparte des Unternehmens verzeichnete im zweiten Quartal hohe Umsätze. Gleichzeitig schrumpften jedoch die Gewinnmargen in der eigenen Smartphone- und TV-Sparte, da auch intern die Bauteilkosten stiegen.

Kritik an den Herstellern

Die Marktmacht der großen Produzenten sorgt für Unmut. In Kalifornien läuft derzeit eine Klage gegen Samsung sowie die Konkurrenten SK Hynix und Micron. Den Unternehmen werden illegale Preisabsprachen und kartellähnliche Strukturen vorgeworfen. Die Kläger machen geltend, dass die drei dominierenden Firmen die Preise für Speicherchips künstlich hoch halten.

Die großen Speicherhersteller planen, ihre Investitionen bis 2027 um fast 340 Prozent zu steigern. Neue Hardware aus den erweiterten Fabriken kommt jedoch voraussichtlich erst gegen 2029 auf den Markt. Käufer von Elektronikartikeln müssen sich somit auf eine langanhaltende Hochpreisphase einstellen.

Werdet ihr den Kauf von neuer Hardware wegen der hohen Preise verschieben? Teilt eure Gedanken und Pläne gerne unten in den Kommentaren mit uns. Was meint ihr dazu?

Zusammenfassung
  • Die Verknappung von Arbeitsspeicher verschärft sich bis zum Jahr 2027
  • KI-Rechenzentren belegen den Großteil der globalen Produktionskapazitäten
  • Endverbraucher müssen mit steigenden Preisen für Elektronik rechnen
  • Hardware wie Grafikkarten, Konsolen und Notebooks wird spürbar teurer
  • Samsung und anderen Herstellern droht eine Klage wegen Preisabsprachen
  • Milliardeninvestitionen bringen erst ab 2029 eine spürbare Entlastung

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Samsungs Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!