Ballmer & Bezos kämpfen gegen Reichensteuer

Recht, Politik & EU Microsoft-Chef Steve Ballmer und Jeff Bezos, Chef von Amazon, engagieren sich gegen eine Reform der Einkommenssteuer im US-Bundesstaat Washington - die so genannte Initiative 1098 - berichtet das Magazin 'TechFlash'. Deren prominentester Unterstützer ist der Vater von Microsoft-Mitbegründer Bill Gates. Ziel der Initiative ist es, vor allem die Großverdiener bei der Finanzierung des Gesundheitssystems und öffentlicher Bildungseinrichtungen stärker in die Pflicht zu nehmen und kleinere Unternehmen zu entlasten.

Dafür sollen Einkommen bis zu einer Höhe von 200.000 Dollar im Jahr nicht besteuert werden. Von Verdiensten über diesem Wert müssten 5 Prozent an den Bundesstaat abgeführt werden. Übersteigt das Einkommen die Marke von 500.000 Dollar jährlich, würde die Steuer auf 9 Prozent steigen.

Gegner der Initiative lehnen dies aber als stärkste Steuererhöhung in der Geschichte des Bundesstaates ab. Sie argumentieren außerdem, dass die Wirtschaft Washingtons dadurch in Mitleidenschaft gezogen würde, weil es schwerer würde, hochtalentierte Fachkräfte in die Region zu holen.

Eine Kampagne gegen die Initiative hat insbesondere von den finanzkräftigen Einwohnern des Bundesstaates einiges zu erwarten. So spendeten Ballmer und Bezos jeweils 100.000 Dollar. Mit den Spenden verschiedener Anderer, darunter einige Venture Capital-Firmen, liegt ihr Budget nun bereits bei 3,4 Millionen Dollar.

Allerdings stehen auch die Unterstützer der Initiative, die sich unter dem Titel "Washingtoner für Bildung, Gesundheit und Steuerreform" zusammengeschlossen haben, nicht mit leeren Händen da: Ihnen stehen 3,5 Millionen Dollar zur Verfügung, die unter anderem vom Venture Capital-Unternehmer Nick Hanauer und der Dienstleistungsgewerkschaft stammen.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Microsofts Aktienkurs in Euro
Beliebte Microsoft-Downloads
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!