Fehlender Kündigungsbutton:
Nun auch Telekom-Tochter in der Kritik
Wer seinen Mobilfunkvertrag online beenden möchte, stößt oft auf unerwartete Hürden. Ein großer deutscher Netzanbieter nutzt offenbar bedenkliche Methoden, um Kunden vom Wechsel abzuhalten. Nun drohen rechtliche Konsequenzen.
Seit dem 1. Juli 2022 muss auf der Webseite eines Unternehmens, das Online-Dienstleistungen anbietet, ein Kündigungsbutton direkt und ohne Login erreichbar sein. Nach Angaben der Verbraucherschützer fehlt ein solcher Button bei fraenk auf der Webseite. Ein früherer Hinweis auf der Homepage verwies demnach gesetzwidrig nur auf die App mit Login.
Die Verbraucherzentrale sieht das anders. Aus ihrer Sicht genügt der bloße Verweis auf die App nicht. Sie verweist darauf, dass ein Kündigungsweg barrierefrei und ohne zwingenden Login zugänglich sein müsse. Zudem prüft die Verbraucherzentrale nach eigenen Angaben, ob Unternehmen seit dem 19. Juni auch den neuen Widerrufsbutton korrekt bereitstellen.
Die Verbraucherzentrale NRW hatte den Fall nach eigenen Angaben bereits im Juni geprüft und die Abmahnung inzwischen zugestellt. Wie fraenk mit Kündigungen per E-Mail im Detail verfährt, war der Verbraucherschützerin zunächst nicht bekannt.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen bei der Kündigung von Mobilfunkverträgen gemacht? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Warnung vor Kündigungs-Folgen
Kunden des Telekom-Discounters fraenk stoßen bei der Online-Kündigung ihres Vertrags auf Hürden. Auf der Homepage fehlt der gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsbutton, stattdessen verweist der Anbieter auf seine App. Die Verbraucherzentrale NRW hat die Telekom-Tochter-Marke deshalb abgemahnt, wie das Online-Magazin Teltarif berichtet.Seit dem 1. Juli 2022 muss auf der Webseite eines Unternehmens, das Online-Dienstleistungen anbietet, ein Kündigungsbutton direkt und ohne Login erreichbar sein. Nach Angaben der Verbraucherschützer fehlt ein solcher Button bei fraenk auf der Webseite. Ein früherer Hinweis auf der Homepage verwies demnach gesetzwidrig nur auf die App mit Login.
Streit um App-Lösung
fraenk hält dagegen, die Webseite sei nur eine Informationsplattform. Verträge würden ausschließlich in der App abgeschlossen und verwaltet, dort seien Kündigungsbutton und Widerrufsbutton gesetzeskonform umgesetzt. Auch Kündigungen per E-Mail würden berücksichtigt und schnellstmöglich bearbeitet, hieß es.Die Verbraucherzentrale sieht das anders. Aus ihrer Sicht genügt der bloße Verweis auf die App nicht. Sie verweist darauf, dass ein Kündigungsweg barrierefrei und ohne zwingenden Login zugänglich sein müsse. Zudem prüft die Verbraucherzentrale nach eigenen Angaben, ob Unternehmen seit dem 19. Juni auch den neuen Widerrufsbutton korrekt bereitstellen.
Rechtlicher Hintergrund
Nach Angaben von fraenk liege die Reaktionszeit auf Kündigungen in der Regel bei wenigen Minuten und damit deutlich unter der gesetzlichen Frist von 24 Stunden. Der Anbieter betont außerdem, bewusst auf Rückgewinnungsmaßnahmen zu verzichten. Kundinnen und Kunden sollten frei entscheiden können, ob sie bleiben oder gehen möchten.Die Verbraucherzentrale NRW hatte den Fall nach eigenen Angaben bereits im Juni geprüft und die Abmahnung inzwischen zugestellt. Wie fraenk mit Kündigungen per E-Mail im Detail verfährt, war der Verbraucherschützerin zunächst nicht bekannt.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen bei der Kündigung von Mobilfunkverträgen gemacht? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse gerne mit uns in den Kommentaren!
Warum wurde die Telekom abgemahnt?
Die Verbraucherzentralen haben die Telekom Tochtermarke fraenk abgemahnt.
Bei fraenk wird kritisiert, dass der gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsbutton auf der Homepage fehlt. Laut Verbraucherschützern verstoßen diese Praktiken gegen den Digital Services Act und das BGB.
Bei fraenk wird kritisiert, dass der gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsbutton auf der Homepage fehlt. Laut Verbraucherschützern verstoßen diese Praktiken gegen den Digital Services Act und das BGB.
Fehlt bei fraenk der Kündigungsbutton?
Auf der regulären Website von fraenk suchen Sie diesen Button vergeblich. Der Anbieter argumentiert, dass die Homepage nur der Information diene und Verträge ausschließlich in der App geschlossen werden.
Daher sei der Button laut fraenk nur in der App nötig. Verbraucherschützer sehen das anders: Ein Kündigungsweg müsse barrierefrei und ohne vorherigen Login zugänglich sein, was die App-Lösung verhindert.
Daher sei der Button laut fraenk nur in der App nötig. Verbraucherschützer sehen das anders: Ein Kündigungsweg müsse barrierefrei und ohne vorherigen Login zugänglich sein, was die App-Lösung verhindert.
Sind reine App-Kündigungen zulässig?
Das ist rechtlich derzeit eine Grauzone, die wohl bald vor Gericht geklärt wird. Das Gesetz spricht explizit von Webseiten. Anbieter wie fraenk nutzen dies, um den Button auf der Homepage zu sparen.
Die Verbraucherzentrale NRW fordert jedoch eine weite Auslegung. Es heißt, dass native Apps nicht zu einer rechtsfreien Zone werden dürfen, in der Kunden durch Login-Schranken gegängelt werden.
Die Verbraucherzentrale NRW fordert jedoch eine weite Auslegung. Es heißt, dass native Apps nicht zu einer rechtsfreien Zone werden dürfen, in der Kunden durch Login-Schranken gegängelt werden.
Wie kündigen bei defektem Smartphone?
Genau hier zeigt sich die Schwäche des App-Only-Modells. Ist das Diensthandy defekt, das OS veraltet oder der Account gesperrt, wird die Kündigung über die App zur technischen Sackgasse für den Nutzer.
In solchen Fällen bleibt Ihnen der klassische Weg. Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung. Sie können diese jederzeit per E-Mail oder Post an den Anbieter senden, um Fristen zu wahren.
In solchen Fällen bleibt Ihnen der klassische Weg. Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung. Sie können diese jederzeit per E-Mail oder Post an den Anbieter senden, um Fristen zu wahren.
Was gilt für den neuen Widerrufsbutton?
Seit dem 19. Juni 2026 ist neben dem Kündigungs- auch ein Widerrufsbutton für Online-Dienste gesetzlich verpflichtend. Auch diesen sucht man auf der Website von fraenk aktuell vergebens.
Die Verbraucherzentralen haben angekündigt, die Umsetzung dieses neuen Buttons streng zu prüfen. Fehlt er auf den Webseiten der Anbieter, drohen auch hier zeitnah Abmahnungen und rechtliche Schritte.
Die Verbraucherzentralen haben angekündigt, die Umsetzung dieses neuen Buttons streng zu prüfen. Fehlt er auf den Webseiten der Anbieter, drohen auch hier zeitnah Abmahnungen und rechtliche Schritte.
Zusammenfassung
- Der Telekom-Discounter fraenk wurde wegen fehlender Kündigungsbuttons gerügt
- Die Verbraucherzentrale NRW mahnte die Marke für ihre Kündigungshürden ab
- Gesetzliche Vorgaben fordern Kündigungsmöglichkeiten ohne einen festen Login
- Fraenk verweist auf die App-Lösung und lehnt eine Web-Implementierung ab
- Die Verbraucherschützer fordern eine barrierefreie Kündigung über die Webseite
- Zusätzlich wird die Umsetzung des seit Juni verpflichtenden Widerrufs geprüft
Siehe auch:
Thema:
Kurs der T-Aktie
Videos zum Thema Telekom
- The Walking Dead: Dead City - Der Trailer zur dritten Staffel ist da
- Super Bowl 2026: Die Backstreet Boys singen für T-Mobile
- The Walking Dead: Daryl Dixon: Spanisches Zombie-Inferno in Staffel 3
- AVM Fritzbox 7590 AX: "Anschließen und lossurfen" getestet
- The Walking Dead: Dead City - Erster Teaser zu Staffel 2 veröffentlicht
Beliebte Downloads
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- WLAN-Router mit Modem:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Flock-Verträge gekündigt, Kameras abgebaut, Firma stellt sie wieder auf
- Zelda: Ocarina of Time Remake - Nintendo nennt Datum, zeigt Gameplay
- Windows 11: Microsoft macht Desktop-Hintergrund nun zur Werbefläche
- Intel-Prozessoren: Die Preise für Desktop-CPUs steigen spürbar
- KI löst ein 80 Jahre altes Mathematik-Problem - oder doch nicht?
- Dacia Spring: E-Auto-Erfolgsmodell in Neuauflage ab 18.000 Euro
- Sonderbriefmarke und mehr: So feiert die Post 60 Jahre Star Trek
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen