Amazon-Chef Jeff Bezos kauft die Washington Post
Es ist wahrscheinlich die spektakulärste Medien-Übernahme des Jahres: Der Amazon-Gründer und CEO von Amazon, Jeff Bezos, kauft die renommierte US-Tageszeitung Washington Post, der Preis beträgt 250 Millionen Dollar.
Die Washington Post gilt neben der New York Times als das wohl angesehenste Blatt der USA, sie hat u. a. die Watergate-Affäre aufgedeckt und die Veröffentlichung der so genannten Pentagon-Papiere durchgesetzt. Und wie die Tageszeitung gestern bekannt gegeben hat, zahlt Bezos für das Blatt eine Viertelmilliarde Dollar. Amazon hat mit der Angelegenheit nichts zu tun, die Übernahme ist das Privatvergnügen des Amazon-Chefs.
Mit dem Geschäft, das die Ära der Familie Graham nach mehreren Jahrzehnten beendet, übernimmt Bezos auch mehrere mit der Post verbundene Publikationen und Medienunternehmen, der Deal sollte innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein. Zum Verkauf stand das Blatt bereits seit einer ganzen Weile, die Besitzer taten sich aber lange schwer damit.
Jeff Bezos: Handelsgigant und nun auch Medienmogul
Wie die Washington Post schreibt, war die Gemütslage bei der gestrigen Verkündung des Kaufs "gedämpft". Als Donald E. Graham, Vorsitzender und CEO der Dachgesellschaft Post Co., und Verlegerin Katharine Weymouth die Nachricht bekannt gaben, soll es auch zu tränenreichen Szenen gekommen sein.
Laut Washington Post sagte Donald E. Graham, dass erst der Name Bezos das Interesse seiner Familie geweckt habe und die Stimmung zugunsten eines Verkaufs gekippt sei. "Die Post hätte in naher Zukunft überleben und sogar Profite machen können", sagte Graham. "Aber wir wollten mehr als nur überleben."
Da Bezos die Post privat übernimmt, wird einiges an Druck vom Blatt genommen: Denn das bisher börsennotierte Unternehmen muss künftig keine Quartalszahlen vorlegen und nicht mehr die finanziellen Interessen der Aktionäre erfüllen. Stattdessen kann man sich wieder auf die journalistischen Stärken fokussieren, die Post selbst verweist auf Bezos' "Geschichte geduldiger Investitionen".
Jeff Bezos gab zwar zu, dass er bisher keine Erfahrungen mit einer Zeitung wie der Washington Post habe und meinte, dass dies für ihn noch "unentdecktes Territorium", das "Experimente" erfordern werde, sei. Veränderungen hätte die Post aber laut Bezos so oder so durchlaufen müssen. Er betonte aber auch etwas, was die Journalisten des Blatts gerne hören werden: "Die Werte der Post müssen nicht geändert werden. Das Blatt hat gegenüber dem Leser seine Verpflichtungen und nicht gegenüber den Besitzern."
Mit dem Geschäft, das die Ära der Familie Graham nach mehreren Jahrzehnten beendet, übernimmt Bezos auch mehrere mit der Post verbundene Publikationen und Medienunternehmen, der Deal sollte innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein. Zum Verkauf stand das Blatt bereits seit einer ganzen Weile, die Besitzer taten sich aber lange schwer damit.
Jeff Bezos: Handelsgigant und nun auch Medienmogul
Wie die Washington Post schreibt, war die Gemütslage bei der gestrigen Verkündung des Kaufs "gedämpft". Als Donald E. Graham, Vorsitzender und CEO der Dachgesellschaft Post Co., und Verlegerin Katharine Weymouth die Nachricht bekannt gaben, soll es auch zu tränenreichen Szenen gekommen sein.
Laut Washington Post sagte Donald E. Graham, dass erst der Name Bezos das Interesse seiner Familie geweckt habe und die Stimmung zugunsten eines Verkaufs gekippt sei. "Die Post hätte in naher Zukunft überleben und sogar Profite machen können", sagte Graham. "Aber wir wollten mehr als nur überleben."
Da Bezos die Post privat übernimmt, wird einiges an Druck vom Blatt genommen: Denn das bisher börsennotierte Unternehmen muss künftig keine Quartalszahlen vorlegen und nicht mehr die finanziellen Interessen der Aktionäre erfüllen. Stattdessen kann man sich wieder auf die journalistischen Stärken fokussieren, die Post selbst verweist auf Bezos' "Geschichte geduldiger Investitionen".
Jeff Bezos gab zwar zu, dass er bisher keine Erfahrungen mit einer Zeitung wie der Washington Post habe und meinte, dass dies für ihn noch "unentdecktes Territorium", das "Experimente" erfordern werde, sei. Veränderungen hätte die Post aber laut Bezos so oder so durchlaufen müssen. Er betonte aber auch etwas, was die Journalisten des Blatts gerne hören werden: "Die Werte der Post müssen nicht geändert werden. Das Blatt hat gegenüber dem Leser seine Verpflichtungen und nicht gegenüber den Besitzern."
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