Sony kann in Europa PSN-Konten nach drei Jahren Inaktivität löschen
Aktuell sorgt eine Klausel in den Nutzungsbedingungen des PlayStation Network für Aufregung. Sony behält sich vor, inaktive Konten mitsamt der digitalen Spiele zu löschen. Doch die vermeintlich neue Regel existiert bereits seit vielen Jahren.
Im Fall der erwähnten PSN-Klausel verlieren betroffene Nutzer ihren Zugang allerdings nicht ohne Vorwarnung: Nach Ablauf der drei Jahre verschickt der japanische Konzern nämlich eine E-Mail an die hinterlegte Adresse. Anschließend gewährt das Unternehmen eine Frist von sechs Monaten. Dann reicht ein einfacher Login oder eine Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice aus, um den Account und die damit verbundenen Käufe zu erhalten. Geschieht das nicht, ist die Löschung unumkehrbar.
Die Klausel ist primär in europäischen Ländern aktiv, während Spieler in den USA oder Mexiko davon ausgenommen sind. Der Grund für die geografische Trennung liegt in den unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Regionen. Europäische Datenschutzgesetze verlangen oft die zeitnahe Löschung von nicht mehr genutzten personenbezogenen Daten. Das zwingt Anbieter zu strengeren Richtlinien.
Befürworter der aktuellen Löschpraxis argumentieren mit der dringend notwendigen Freigabe ungenutzter Serverkapazitäten und der strikten Einhaltung von europäischen Datenschutzrichtlinien. Kritiker bemängeln hingegen den unzureichenden Verbraucherschutz bei rein digitalen Gütern. Da gekaufte Lizenzen im Gegensatz zu physischen Medien aus der Ferne entzogen werden können, fürchten viele Spieler um den dauerhaften Erhalt ihrer oft teuren Spielesammlungen.
Wie bewertet ihr das Vorgehen von Sony bezüglich der Kontenlöschung? Stört euch die Regelung oder haltet ihr die Frist für angemessen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Sony löscht europäische PSN-Konten nach drei Jahren Inaktivität dauerhaft
- Betroffene erhalten vor der Kontolöschung eine E-Mail als Vorwarnung vom Konzern
- Einfacher Login oder Kundenservice verhindern den unwiderruflichen Datenverlust
- Die umstrittene Klausel existiert bei Sony bereits seit dem Jahr 2009 in Europa
- Europäische Gesetze zum Datenschutz fordern die Löschung ungenutzter User-Daten
- Microsoft und Nintendo handhaben inaktive Nutzerkonten deutlich kundenfreundlicher
Aufregung um angebliche neue Sony-Klausel
In den sozialen Netzwerken diskutieren Spieler derzeit hitzig über die Nutzungsbedingungen des PlayStation Network (PSN). Sony behält sich nämlich das Recht vor, Konten von Nutzern in Europa nach einer Inaktivität von 36 Monaten dauerhaft zu schließen. Das bedeutet den unwiderruflichen Verlust aller gekauften digitalen Spiele und Inhalte. Dass das gerade jetzt hochkocht, ist kein Zufall, schließlich hat Sony vor Kurzem bekannt gegeben, dass man die Produktion von physischen Datenträgern einstellen wird.Im Fall der erwähnten PSN-Klausel verlieren betroffene Nutzer ihren Zugang allerdings nicht ohne Vorwarnung: Nach Ablauf der drei Jahre verschickt der japanische Konzern nämlich eine E-Mail an die hinterlegte Adresse. Anschließend gewährt das Unternehmen eine Frist von sechs Monaten. Dann reicht ein einfacher Login oder eine Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice aus, um den Account und die damit verbundenen Käufe zu erhalten. Geschieht das nicht, ist die Löschung unumkehrbar.
Regelung existiert bereits seit 2009
Trotz der aktuellen Empörung handelt es sich bei der Klausel um keine neue Entwicklung. Wie VideoCardz schreibt, geht die Regelung auf das Jahr 2009 zurück. Damals lag die Frist sogar bei nur 18 Monaten. Im Dezember 2019 verlängerte Sony den Zeitraum auf die heute gültigen drei Jahre.Die Klausel ist primär in europäischen Ländern aktiv, während Spieler in den USA oder Mexiko davon ausgenommen sind. Der Grund für die geografische Trennung liegt in den unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Regionen. Europäische Datenschutzgesetze verlangen oft die zeitnahe Löschung von nicht mehr genutzten personenbezogenen Daten. Das zwingt Anbieter zu strengeren Richtlinien.
Konkurrenz teils kulanter
Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt unterschiedliche Herangehensweisen bei der Verwaltung ruhender Profile. Microsoft löscht inaktive Konten bei Xbox zwar schon nach zwei Jahren, nimmt aber Accounts mit getätigten digitalen Käufen explizit von der Maßnahme aus. Nintendo verzichtet bei seinen Systemen gänzlich auf eine vergleichbare Praxis. Lediglich die online gespeicherten Spielstände bei Nintendo Switch Online können nach Ablauf eines Abonnements verfallen.Befürworter der aktuellen Löschpraxis argumentieren mit der dringend notwendigen Freigabe ungenutzter Serverkapazitäten und der strikten Einhaltung von europäischen Datenschutzrichtlinien. Kritiker bemängeln hingegen den unzureichenden Verbraucherschutz bei rein digitalen Gütern. Da gekaufte Lizenzen im Gegensatz zu physischen Medien aus der Ferne entzogen werden können, fürchten viele Spieler um den dauerhaften Erhalt ihrer oft teuren Spielesammlungen.
Wie bewertet ihr das Vorgehen von Sony bezüglich der Kontenlöschung? Stört euch die Regelung oder haltet ihr die Frist für angemessen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- PlayStation 5: Sony ignoriert die Proteste gegen das Disc-Aus
- Aus wegen 10 Cent: Sonys geheime PlayStation Controller-Konsole
- PlayStation bald ohne Discs: Händler kritisieren Sony-Schritt scharf
- PlayStation 6: Schock-Preis von über 1000 Euro droht für Spieler
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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