FritzOS 8.25: Neue Nutzungsvereinbarung sorgt für Diskussionen
MAC-Adressen, Support-Logs und geöffnete Ports: Das Update auf FritzOS 8.25 greift allem Anschein nach tief in die Privatsphäre der Nutzer ein. Wegen des EU Data Act zwingt die Fritz GmbH ihre Kunden zu einer umstrittenen Nutzungsvereinbarung.
Hintergrund ist der europäische Data Act, der mehr Transparenz bei der Datennutzung verlangt. In der Nutzerschaft wird die Änderung teils kritisch gesehen. Nach Verkauf und Umfirmierung beobachten viele Anwender die Ausrichtung des Unternehmens genauer. Der Hersteller galt bislang als datenschutzfreundlich, die neuen Regeln werden daher in Foren intensiv diskutiert.
Aufgegriffen hat das Thema jetzt das Online-Magazin Deskmodder. Dort geht man auf die Vereinbarung ein und legt offen, welche Daten beim Betrieb des Routers und der Smart-Home-Dienste anfallen. Die Übermittlung von Support-Daten erfolgt nur nach Zustimmung der Nutzer und dient unter anderem Updates und Fehleranalysen.
Fritz erklärt in den Vereinbarungen, die Daten weder für Marketing zu nutzen noch weiterzugeben. Nutzer können die Vereinbarung ablehnen; der Router bleibt funktionsfähig, einzelne Dienste können eingeschränkt sein.
Wie steht ihr zu der neuen Nutzungsvereinbarung auf dem Router und habt ihr dem Vertrag zugestimmt? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
FritzOS 8.25 bringt neue Regeln
Mit der Firmware FritzOS 8.25 führt der Hersteller Fritz GmbH (ehemals AVM) eine neue Nutzungsvereinbarung ein. Nach dem Update erscheint ein Dokument zur Verarbeitung von Gerätedaten. Erfasst werden unter anderem:- Metadaten wie MAC-Adresse und Providerkennung
- Fehlerberichte und Support-Daten
- Informationen zu angeschlossenen Endgeräten
Hintergrund ist der europäische Data Act, der mehr Transparenz bei der Datennutzung verlangt. In der Nutzerschaft wird die Änderung teils kritisch gesehen. Nach Verkauf und Umfirmierung beobachten viele Anwender die Ausrichtung des Unternehmens genauer. Der Hersteller galt bislang als datenschutzfreundlich, die neuen Regeln werden daher in Foren intensiv diskutiert.
Aufgegriffen hat das Thema jetzt das Online-Magazin Deskmodder. Dort geht man auf die Vereinbarung ein und legt offen, welche Daten beim Betrieb des Routers und der Smart-Home-Dienste anfallen. Die Übermittlung von Support-Daten erfolgt nur nach Zustimmung der Nutzer und dient unter anderem Updates und Fehleranalysen.
Diagnosedaten und offene Ports
Kritik richtet sich nun vor allem gegen die Diagnosefunktionen. Bei Aktivierung kann der Hersteller technische Daten abrufen und dafür einen geschützten Port öffnen. Darin liegt aber auch immer ein mögliches Sicherheitsrisiko.Fritz erklärt in den Vereinbarungen, die Daten weder für Marketing zu nutzen noch weiterzugeben. Nutzer können die Vereinbarung ablehnen; der Router bleibt funktionsfähig, einzelne Dienste können eingeschränkt sein.
Wie steht ihr zu der neuen Nutzungsvereinbarung auf dem Router und habt ihr dem Vertrag zugestimmt? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Muss ich den neuen Regeln zustimmen?
Nein, Sie haben die Wahl. Nach dem Update auf FritzOS 8.25 erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie die neue Nutzungsvereinbarung aktiv annehmen oder ablehnen können. Viele der genannten Punkte zur Datenübermittlung sind ohnehin als Opt-in-Funktionen gestaltet.
Angeblich soll der Dialog bei Nutzern, die automatische Updates aktiviert haben, teilweise übersprungen werden. In der Regel können Sie die Einstellungen zur Diagnose und Wartung aber nachträglich in der Benutzeroberfläche der FritzBox anpassen.
Angeblich soll der Dialog bei Nutzern, die automatische Updates aktiviert haben, teilweise übersprungen werden. In der Regel können Sie die Einstellungen zur Diagnose und Wartung aber nachträglich in der Benutzeroberfläche der FritzBox anpassen.
Was passiert bei einer Ablehnung?
Laut Nutzerberichten läuft die FritzBox im Alltag auch bei einer Ablehnung völlig normal weiter. Grundlegende Funktionen wie Internetverbindung, WLAN oder lokales Routing sind davon nicht beeinträchtigt. Sie müssen also keine Ausfälle befürchten.
Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass einzelne Funktionen eingeschränkt sein könnten. Dies betrifft vor allem den Support-Fall: Wenn Sie Hilfe benötigen, kann der Kundendienst ohne Ihre Zustimmung nicht auf Diagnosedaten zugreifen, was die Fehlersuche erschwert.
Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass einzelne Funktionen eingeschränkt sein könnten. Dies betrifft vor allem den Support-Fall: Wenn Sie Hilfe benötigen, kann der Kundendienst ohne Ihre Zustimmung nicht auf Diagnosedaten zugreifen, was die Fehlersuche erschwert.
Welche Daten sammelt die FritzBox nun?
Die Vereinbarung teilt die Daten in mehrere Kategorien ein. Dazu gehören Metadaten wie Modell, FritzOS-Version, Providerkennung und MAC-Adresse. Hinzu kommen Support- und Feedback-Daten, die nur nach aktiver Nutzeraktion gesendet werden, sowie Smart-Home-Daten.
Besonders diskutiert werden die Diagnosedaten. Diese können bei Fehlern oder Missbrauchsverdacht übermittelt werden und enthalten Konfigurationsdetails sowie Infos zu angeschlossenen Geräten. Für IT-Admins ist wichtig zu wissen, dass hier Netzwerkstrukturdaten erfasst werden.
Besonders diskutiert werden die Diagnosedaten. Diese können bei Fehlern oder Missbrauchsverdacht übermittelt werden und enthalten Konfigurationsdetails sowie Infos zu angeschlossenen Geräten. Für IT-Admins ist wichtig zu wissen, dass hier Netzwerkstrukturdaten erfasst werden.
Öffnet das Update heimlich Ports?
Die Nutzungsvereinbarung enthält tatsächlich einen Passus, der aufhorchen lässt. Wenn die Option "Diagnose und Wartung" aktiv ist, kann zu Diagnosezwecken ein zufällig ausgewählter, zugriffsgeschützter Port zur Kommunikation mit dem Router geöffnet werden.
Dies dient dem Hersteller dazu, im Support-Fall ausgewählte technische Daten abzurufen. Wer in seinem Heimnetzwerk strenge Firewall-Regeln pflegt oder eine pfSense betreibt, sollte diese Option in den FritzBox-Einstellungen aus Sicherheitsgründen deaktivieren.
Dies dient dem Hersteller dazu, im Support-Fall ausgewählte technische Daten abzurufen. Wer in seinem Heimnetzwerk strenge Firewall-Regeln pflegt oder eine pfSense betreibt, sollte diese Option in den FritzBox-Einstellungen aus Sicherheitsgründen deaktivieren.
Warum gibt es neue Bedingungen?
Der Zeitpunkt des neuen Vertrags fällt mit zwei wichtigen Ereignissen zusammen. Zum einen firmiert AVM nun unter dem Namen Fritz GmbH und hat neue Eigentümer. Zum anderen verweist die Vereinbarung explizit auf neue gesetzliche Vorgaben der Europäischen Union.
Es wirkt auf den ersten Blick wie eine Datensammel-Offensive, ist aber primär rechtliche Aufräumarbeit. Der Hersteller muss nun transparenter darlegen, welche Daten beim Betrieb anfallen und wie diese genutzt werden.
Es wirkt auf den ersten Blick wie eine Datensammel-Offensive, ist aber primär rechtliche Aufräumarbeit. Der Hersteller muss nun transparenter darlegen, welche Daten beim Betrieb anfallen und wie diese genutzt werden.
Zusammenfassung
- Die neue Firmware FritzOS 8.25 führt eine geänderte Nutzungsvereinbarung ein
- Die Erfassung von Metadaten und Gerätedaten dient laut Fritz der Transparenz
- Der europäische Data Act zwingt den Hersteller zu mehr Dateneinsichtnahme
- Kritiker bemängeln das Öffnen von Ports zur Diagnose und Sicherheitsrisiken
- Nutzer können den neuen Bedingungen widersprechen ohne Funktionsverlust am Netz
Siehe auch:
- Ausfall droht: FritzBox-Modell besitzt ab Werk fatalen Hardware-Fehler
- Frisches Labor-Update: Stabilitäts-Boost + Bugfixes für 3 FritzBoxen
- FritzBox 6860 5G-Update: Fritz macht weiter mit Funktionsfreigabe
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- Fritz versorgt 7 Router und Repeater mit Mini-Update aus dem Labor
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