Künstliche Intelligenz soll Hacker-Angriffe erkennen

Hacker Mehrere deutsche Unternehmen und Hochschulen haben sich für die Entwicklung eines neuen IT-Frühwarnsystems zusammengeschlossen. Dieses soll Angriffe deutlich besser Erkennen als derzeit verfügbare Technologien. Angriffe auf die IT-Systeme von Unternehmen werden immer professioneller. Datenspionage hat längst die Dimension von organisierter Kriminalität angenommen. Neben der stärkeren Sensibilisierung von Mitarbeitern für die Gefahren geht es strukturell um die Frage, wie sich Angriffe bereits im Voraus erkennen lassen.

Eine völlig neuartige Alarmanlage hinter der Firewall will das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) an der Universität Bremen jetzt in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund drei Millionen Euro geförderten Projekt "FIDeS" (Frühwarn- und Intrusion Detection System) entwickeln.

Dabei arbeitet man mit verschiedenen Partnern wie dem Institut für Internet-Sicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen, T-Systems, ZF Friedrichshafen, und anderen zusammen. "Wir betreiben hier, ausgehend von den konkreten Anforderungen beteiligter Unternehmen wie T-Systems oder dem Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG, anwendungsorientierte Forschung", sagte der technische Projektleiter Karsten Sohr vom TZI.

Ein Ziel sei ein Prototyp, der später - möglicherweise verbunden mit einer Firmengründung - zu einem Produkt ausgebaut werden kann. Die Fachhochschule Gelsenkirchen bringt dafür ein Internet-Analyse-System ein, das die Daten verschiedener Internetprotokolle anonymisiert erfasst und auswertet. Bei großen Unternehmen können das Millionen von Transaktionen in der Minute sein.
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