Engpässe beim MacBook Air:
Speichermangel trifft jetzt auch Apple hart

Die enorme Nachfrage nach KI-Servern hat nun direkte Auswirkungen auf Käufer des MacBook Air. Apple leidet unter einem akuten Mangel an wichtigen Bauteilen. Um die Produktion zu retten, greift der Konzern jetzt zu drastischen Maßnahmen.
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KI-Boom leert die Lager

Wer aktuell ein MacBook Air mit dem im März eingeführten M5-Prozessor erwerben möchte, braucht einigermaßen viel Geduld. Im offiziellen Online-Store von Apple verschieben sich die Lieferzeiten für viele Konfigurationen bereits auf Ende August oder sogar Anfang September. Der Grund für die wochenlangen Wartezeiten ist ein globaler Mangel an Speicherbausteinen, der durch den massiven Ausbau von Server-Infrastruktur für künstliche Intelligenz verursacht wird.

KI-Rechenzentren benötigen für das Training komplexer Sprachmodelle enorme Mengen an RAM und SSD-Chips. Der extrem hohe Bedarf der Server-Betreiber führt zu einer massiven Verknappung auf dem Weltmarkt. Zuvor betraf das Problem bei Apple primär leistungsstarke Nischenprodukte wie den Mac Studio oder den Mac Mini. Nun hat der Engpass jedoch das mit Abstand beliebteste Laptop-Modell des Konzerns erreicht.

Video: Apple zeigt das neue MacBook Air mit M5-Chip

Steigende Preise als Folge

Wie Bloomberg im Power-On-Newsletter schreibt, versucht Apple den Problemen auf mehreren Wegen zu begegnen. Im Juni gab es eine Preiserhöhung um 200 Dollar. Das Basismodell kostet in den USA nun 1299 Dollar. Für Endverbraucher ist der Preisaufschlag ein Nachteil, jedoch bemüht sich der Konzern zusätzlich, neue Lieferketten über chinesische Zulieferer aufzubauen.

Zusätzlich versucht das Unternehmen, die Produktion besser über verschiedene Auftragsfertiger zu verteilen. Ziel ist es, die Verfügbarkeit der Speicherbausteine langfristig zu stabilisieren. Solange der Ausbau der Rechenzentren unvermindert weitergeht, müssen Technologieunternehmen weltweit um die knappen Ressourcen konkurrieren. Die Verhandlungen mit weiteren Produzenten aus dem asiatischen Raum laufen dem Bericht zufolge bereits auf Hochtouren.

Vermarktung wird angepasst

Die angespannte Liefersituation wirkt sich direkt auf den Verkauf aus. Die traditionelle Aktion zum Schulstart musste von Juni auf den Spätsommer verschoben werden. Apple bewirbt in diesem Jahr anstelle des kompakten Modells primär das größere MacBook Pro als Einstiegsgerät für Schüler und Studenten. Werbe-Materialien erhielten zudem den Hinweis, dass das Gerät nur nach Verfügbarkeit erhältlich sei.

Für Käufer bedeutet das aktuell, dass sie bei der Anschaffung Kompromisse eingehen müssen. Wer sofort ein neues Notebook benötigt, muss oft ein anderes Modell wählen. Die Pro-Reihe des Herstellers ist derzeit noch ausreichend auf Lager, erfordert jedoch ein höheres Budget.

Seid ihr von den langen Lieferzeiten beim MacBook Air betroffen oder weicht ihr auf andere Modelle aus? Teilt eure Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!

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