Windows: Sicherheitsforscher düpiert Microsoft mit zehntem Zero-Day
Direkt nach dem August-Patchday hat der Sicherheitsforscher Nightmare Eclipse einen weiteren Zero-Day-Exploit für Windows veröffentlicht. Die Schwachstelle ist erneut der Windows Defender. Der Vorfall verschärft den schwelenden Konflikt mit Microsoft.
ShieldBreak nutzt den Windows Defender als Einfallstor. Wenn die Sicherheitssoftware aktiviert ist, kann ein Angreifer durch die Ausführung einer präparierten Anwendung von einem einfachen Benutzerkonto auf die höchste Systemebene aufsteigen. Der Exploit gewährt den Zugriff auf das Konto NT AUTHORITYSYSTEM. Damit erhalten Hacker die vollständige Kontrolle über das Betriebssystem und alle darauf gespeicherten Daten.
Wie TechCrunch berichtet, baut der aktuelle Angriff auf der älteren Schwachstelle RoguePlanet auf. Microsoft hatte für diese Lücke bereits einen Patch bereitgestellt. Laut dem Forscher war die Fehlerbehebung jedoch unzureichend, sodass ShieldBreak die bisherigen Schutzmaßnahmen nun vollständig umgeht und Microsoft nicht gerade im besten Licht dastehen lässt.
Am Ende der Kette wird ein gefälschter Fehlerbericht erzeugt. Das zwingt die Aufgabenplanung dazu, den bösartigen Code mit Systemrechten auszuführen. Solche sogenannten Privilege-Escalation-Angriffe sind besonders gefährlich, wenn Kriminelle bereits einen Fuß in der Tür eines Unternehmensnetzwerks haben. So lassen sich unbemerkt weitere Überwachungstools installieren oder Hintertüren einrichten.
Nightmare Eclipse wirft dem Unternehmen hingegen vor, frühere Fehlerberichte ignoriert oder nicht ernst genommen zu haben. Ein Sprecher von Microsoft gab an, man untersuche die gemeldete Schwachstelle aktiv. Ein offizieller Patch für ShieldBreak existiert derzeit aber noch nicht. Bis ein Update zur Verfügung steht, bleibt das Risiko für Netzwerke bestehen, auch wenn der Exploit eine lokale Ausführung durch den Nutzer voraussetzt.
Wie bewertet ihr das Vorgehen des Forschers im Konflikt mit Microsoft? Teilt eure Gedanken zur Veröffentlichung von Zero-Days und der Sicherheit von Windows Defender gerne in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Neuer Exploit zum Patchday
Pünktlich zum neuen Patchday, der neben Sicherheitsverbesserungen auch frische Funktionen wie einen CPU-Boost für App-Starts mitbringt, veröffentlicht Nightmare Eclipse einen weiteren Zero-Day für Windows. Die Schwachstelle mit dem Namen ShieldBreak ermöglicht es Angreifern, lokale Privilegien massiv auszuweiten. Betroffen sind Windows 10, Windows 11 sowie Windows Server 2025. Der Forscher reagiert mit der Offenlegung erneut auf den anhaltenden Konflikt mit dem Softwarekonzern über den bisherigen Umgang mit gemeldeten Fehlern.ShieldBreak nutzt den Windows Defender als Einfallstor. Wenn die Sicherheitssoftware aktiviert ist, kann ein Angreifer durch die Ausführung einer präparierten Anwendung von einem einfachen Benutzerkonto auf die höchste Systemebene aufsteigen. Der Exploit gewährt den Zugriff auf das Konto NT AUTHORITYSYSTEM. Damit erhalten Hacker die vollständige Kontrolle über das Betriebssystem und alle darauf gespeicherten Daten.
Wie TechCrunch berichtet, baut der aktuelle Angriff auf der älteren Schwachstelle RoguePlanet auf. Microsoft hatte für diese Lücke bereits einen Patch bereitgestellt. Laut dem Forscher war die Fehlerbehebung jedoch unzureichend, sodass ShieldBreak die bisherigen Schutzmaßnahmen nun vollständig umgeht und Microsoft nicht gerade im besten Licht dastehen lässt.
Raffinierte Täuschung im System
Der technische Ablauf des Exploits ist sehr komplex und nutzt legitime Systemfunktionen aus. Nightmare Eclipse veröffentlichte dazu einen Proof of Concept auf Github. Der Angriff erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst erfolgt die Erstellung gefälschter Ordner im Kernspeicher. Anschließend registriert die Malware einen falschen Cloud-Treiber. Schließlich kommt es zur Manipulation der Protokolldateien während des Virenscans.Am Ende der Kette wird ein gefälschter Fehlerbericht erzeugt. Das zwingt die Aufgabenplanung dazu, den bösartigen Code mit Systemrechten auszuführen. Solche sogenannten Privilege-Escalation-Angriffe sind besonders gefährlich, wenn Kriminelle bereits einen Fuß in der Tür eines Unternehmensnetzwerks haben. So lassen sich unbemerkt weitere Überwachungstools installieren oder Hintertüren einrichten.
Streit um die Behandlung von Bugreports
Hintergrund der Veröffentlichung ist ein Streit zwischen Nightmare Eclipse und Microsoft. Im Mai drohte der Konzern dem Sicherheitsforscher mit rechtlichen Schritten, falls er Informationen zu Zero-Days außerhalb der offiziellen Richtlinien veröffentlicht. Obwohl das Unternehmen das harte Vorgehen später auf sozialen Netzwerken abmilderte, blieb der ursprüngliche Blogbeitrag bis heute unverändert online.Nightmare Eclipse wirft dem Unternehmen hingegen vor, frühere Fehlerberichte ignoriert oder nicht ernst genommen zu haben. Ein Sprecher von Microsoft gab an, man untersuche die gemeldete Schwachstelle aktiv. Ein offizieller Patch für ShieldBreak existiert derzeit aber noch nicht. Bis ein Update zur Verfügung steht, bleibt das Risiko für Netzwerke bestehen, auch wenn der Exploit eine lokale Ausführung durch den Nutzer voraussetzt.
Wie bewertet ihr das Vorgehen des Forschers im Konflikt mit Microsoft? Teilt eure Gedanken zur Veröffentlichung von Zero-Days und der Sicherheit von Windows Defender gerne in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Sicherheitsforscher Nightmare Eclipse veröffentlichte neuen Zero-Day
- Die Schwachstelle ShieldBreak betrifft Windows Defender-Funktionen
- Angreifer können damit Rechte auf die Systemebene erlangen
- Betroffen von der Sicherheitslücke sind Windows 10, 11 und Server 2025
- Der neue Exploit umgeht einen unzureichenden Patch von Microsoft
- Hintergrund der Veröffentlichung ist ein Streit über Fehlerberichte
- Microsoft untersucht den Vorfall, bietet aber noch keinen Patch an
Siehe auch:
- Windows 11-Exploit: Microsoft schließt aktiv ausgenutzte Lücke
- Windows-11-Patchday: Apps profitieren ab sofort von neuem CPU-Boost
- Windows 10/11 Patch-Day August: Das große Sicherheitsupdate ist da
- Jetzt wird auch noch Windows teurer: PC-Hersteller müssen mehr zahlen
- Windows 11 bremst sich aus: Wetter-App frisst bis zu 1,6 GB RAM
Themen:
Neue Downloads zum Thema
Videos zum Thema
- Super Bowl 2024: CrowdStrike sorgt im Wilden Westen für Sicherheit
- Netflix zeigt Doku über John McAfees irre Flucht und wildes Leben
- Geht immer noch: So kann sich Malware per E-Mail einschleichen
- Windows 10: Manuelle Konfiguration vom Defender ausgebremst
- LibreOffice: So schnell kann ein Makrovirus ins System durchschlagen
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- Antivirus:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Windows 10: Microsoft 365 beendet Funktions-Updates für Office-Apps
- Internet of Catshit: Haustiere hungern, weil Fütterautomaten streiken
- Windows: Sicherheitsforscher düpiert Microsoft mit zehntem Zero-Day
- Energiekosten senken: Günstige Strom- und Gastarife bei Media Markt
- Magnetschwebebahn aus China stellt neuen Beschleunigungsrekord auf
- Xbox Elite 3 Controller: Leak zeigt bisher geheimen Prototyp mit Display
- Commodore TAC-2: Kult-Joystick feiert großes Retro-Comeback
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!