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Microsofts neue Pläne: So soll Windows wieder mehr Geld einbringen

Microsoft will offenbar angesichts stagnierender oder gar sin­ken­der Einnahmen aus dem Vertrieb des Betriebssystems Win­dows versuchen, mit einer neuen Strategie wieder mehr Geld zu ver­die­nen. Im Mittelpunkt stehen dabei Werbung und die Cloud.
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Microsoft
Wie Microsoft-Spezialistin Mary-Jo Foley bei ZDNet berichtet, will der Softwarekonzern mit der Integration von immer mehr Werbeflächen versuchen, mehr Einnahmen aus dem Geschäft mit Windows zu erwirtschaften. Dazu wurden an immer mehr Stellen in dem altgedienten Betriebssystem zuletzt Plätze für Banner oder andere Werbemaßnahmen eingebaut, sei es in der neuen Suchbox oder dem Edge-Browser.

CEO bestätigt: Windows wird zum Vehikel für Werbevermarktung

Während des Gesprächs mit Finanzanalysten und Journalisten anlässlich der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen von Microsoft wurde dies von Firmenchef Satya Nadella noch einmal bestätigt, als er erklärte, Windows diene mittlerweile auch immer mehr als Vehikel für die Auslieferung von Werbung für die eigenen Produkte und die von Drittanbietern.


Für die Zukunft hat Microsoft aber offensichtlich noch deutlich weiter reichende Pläne rund um die Nutzung von Werbung in Windows. Laut den von Foley bei LinkedIn und dem Microsoft-eigenen Careers-Portal gesichteten Stellenangeboten sollen Windows und die Cloud-Dienste namens Windows 365 bald noch enger verknüpft werden.

Neue 'webbasierte Shell' geplant

Dazu will Microsoft eine "Web-basierte Shell mit direkter Integration mit Windows 365" schaffen, wie es in Anzeigen für die Suche nach neuen Mitarbeitern für ein neu gegründetes sogenanntes "Windows Incubation Team" heißt. Das Ziel ist offenbar, Firmen, aber auch Privatkunden, künftig einfachere, wahrscheinlich auch günstigere PCs zu verkaufen, die eher eine Art Thin-Client sind als ein klassischer Desktop- oder Laptop-Computer.

Weil bei diesem Ansatz praktisch die gesamte Datenverarbeitung auf Servern im Internet erfolgt, könnten solche künftigen Geräte vor Ort bei den Anwendern mit deutlich weniger Leistung auskommen. Microsoft würde dann sowohl mit Werbung als auch mit Abonnements sein Geld verdienen, so wie es der Konzern schon jetzt mit dem Cloud-PC-Angebot rund um Windows 365 in begrenztem Maßstab tut.

Microsoft peilt nichts anderes als ein neues Geschäftsmodell an

Laut den Stellenausschreibungen geht es um nicht weniger als die "Schaffung einer neuen Richtung für das Nutzungserlebnis und das Geschäftsmodell von Windows - von günstigen, werbefinanzierten PCs, bis hin zu "Direct-To-Cloud" Hardware-Geräten für Arbeit und Leben".

Microsoft steuert also offensichtlich darauf hin, seinen bisher nur für Business-Kunden verfügbaren Cloud-basierten Windows-Desktop auch für Privatkunden zugänglich zu machen. Windows 365 war im August 2021 offiziell gestartet und die Cloud-Plattform Azure, um eine Art "PC in der Cloud" anzubieten. Dafür spricht auch, dass das Team hinter Windows 365 seit Juli 2022 Teil des Verantwortungsbereiches von Windows- und Hardware-Chef Panos Panay ist.

Neben der Windows 365-App arbeiten die Entwickler auch an Windows 365-Boot, mit dem ein PC direkt in den Cloud-Desktop starten kann, dem neuen Windows 365-Switch zum einfachen Wechsel zwischen klassischen PCs und dem Online-Desktop sowie Windows 365-Offline, das den Offline-Betrieb mit anschließender Synchronisation des Cloud-PCs mit dem Web-basierten Teil des Angebots ermöglichen soll.

Neben dem bereits recht erfolgreichen Spiele-Streaming mit Produkten wie "Project Xcloud" will Microsoft offenbar die Endkunden bald auch mit Desktop-Streaming beglücken - und unsere PCs auf seine Server verlegen. Natürlich muss dann ein Abomodell oder zumindest eine Möglichkeit zur Finanzierung des Angebots durch Werbung her.

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