Bosch hat einen Corona-Schnelltest fertig - Lieferungen starten im April

Forschung, Coronavirus, Darstellung, Molekül, Spike-Protein, Illsutration Bildquelle: Folding@Home
Der Technologie- und Maschinenkonzern Bosch hat heute ein neues Test­verfahren vorgestellt, mit dem Corona-Infektionen deutlich schneller er­kannt werden sollen als bisher. Ab April will das Unternehmen die Geräte liefern können. Die Grundlage bildet hier das bereits vorhandene Vivalytic-Analysegerät, das von Bosch Healthcare Solutions vertrieben wird. Dessen Fähigkeiten mussten für die aktuelle Pandemie erweitert werden. Das sei jetzt erfolgreich gelungen. Bei den bisherigen Labortests mit dem neuen Verfahren habe man eine Trefferquote von über 95 Prozent beim mole­kular­dia­gnos­ti­schen Test erreicht, teilte Marc Meier, Geschäftsführer der Medizingeräte-Sparte von Bosch, mit.

Binnen zweieinhalb Stunden bekommt man bei dem Verfahren das Ergebnis nach WHO-Richt­linien. Die Geräte können dann nicht nur sagen, ob die aktuellen Corona-Viren gefunden wur­den. Auch neun weitere Erreger werden von dem System automatisiert erkannt. Ein wei­te­rer gravierender Vorteil: Es ist nicht nötig, die Proben der Patienten erst in ein Labor zu brin­gen. Das System von Bosch kann direkt vor Ort eingesetzt werden, was zusätzliche Zeit und Ressourcen für die Logistikkette spart. Bosch Vivalytic-System für Corona-Tests Vivalytic-Testsystem von Bosch

Durchführung ohne Labor

Die Vivalytic-Geräte sind dabei so einfach zu be­die­nen, dass nicht zwingend Labor-Fach­per­so­nal benötigt wird. Nach einer Einweisung kön­nen dies direkt Ärzte, Pfleger oder andere Hel­fer durch­führen. Dabei wird die Probe mittels Ab­strich­tupfer aus Nase oder Rachen ent­nom­men und in eine Kartusche gesteckt. In dieser sind sämtliche Materialien für die Aufbereitung und die Durchführung des Testes enthalten. Eine Infektionsgefahr für die Tester ist bei diesem Verfahren minimal.

Die Verfügbarkeit schnellerer Testverfahren ist aktuell ein entscheidendes Problem für die wei­te­re Eindämmung der Corona-Pandemie. Denn so lassen sich viel mehr Menschen auf eine In­fek­tion prüfen, wodurch schnellere und verlässlichere Unterbrechungen in den In­fek­tions­ket­ten möglich sind.

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