Huawei-Gründer ist gegen jegliche chinesische Vergeltung gegen Apple

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Das Thema Huawei beschäftigt nicht nur die Technikwelt, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Denn der Kampf der Giganten USA und China weitet sich immer mehr aus. Der chinesische IT- und Tele­kommu­nika­tions­konzern, der im Mittelpunkt steht, versucht dabei gelassen zu bleiben.
Infografik: Jedes 3. Smartphone kommt aus ChinaJedes 3. Smartphone kommt aus China
Huawei ist im Handelsstreit zwischen den USA und China zu so etwas wie einem Spielball geworden. Denn US-Präsident Donald Trump hat vergangene Woche ganz offen zugegeben, dass die Maßnahmen gegen Huawei auch dazu gedacht seien, China zu Eingeständnissen im Handelskrieg zu zwingen.

Auf der Seite Chinas übt man sich indes in Deeskalation, zumindest bei Huawei. Denn Ren Zhengfei, Gründer und Chef des Konzerns, sagte in einem Interview mit dem Wirtschaftsportal Bloomberg, dass er von chinesischen Vergeltungsmaßnahmen gegen Apple nichts hält und auch explizit dagegen ist.

"Apple ist mein Lehrer"

Denn in China gibt es durchaus Stimmen, die der Ansicht sind, dass man es den USA in gleicher Münze zurückzahlen sollte und zwar genauer gesagt Apple. Ren Zhengfei sagte, dass ein solches "Heimzahlen" ohnehin unwahrscheinlich sei und er gegen entsprechende Schritte auch protestieren würde. "Apple ist mein Lehrer und sie sind auch in Führung. Und warum sollte man sich als Student gegen seinen Lehrer wenden? Niemals."

Was die eigene Situation betrifft, versucht Ren Zhengfei entspannt zu bleiben, auch wenn das alles andere als einfach ist. Er meinte, dass man das "Flugzeug" unter allen Umständen in der Luft halten muss, egal wie, "mit Metall, Stoff oder Papier". Das bedeutet, dass Huawei fürs erste improvisieren muss und wird.

Der Huawei-Chef bleibt optimistisch und meinte, dass man für alle Herausforderungen eine eigene Lösung finden kann, darunter die Chip-Produktion sowie ein Ersatz für das Betriebssystem (also Android). Ren Zhengfei meinte allerdings, dass man dafür teilweise Zeit benötige, über Nacht lassen sich nicht alle Probleme lösen.

Lachhaft und widersprüchlich

Auf Trump angesprochen schwankt der Huawei-Gründer zwischen dem Versuch, diplomatisch zu bleiben, und Ärger über den Stil Trumps: "Ich sehe seine Tweets und denke, dass es lachhaft ist, weil sie sich widersprechen."

Wichtige Updates zum Thema: Derzeit erreichen uns stetig immer mehr Details und offizielle Statements zum vorläufigen Entzug der Huawei-Android-Lizenz und der möglichen Beendigung der Zusammenarbeit seitens US-amerikanischen Unternehmen, die wir in folgenden Artikeln separat aufbereitet haben.

  • 24.05. 15:13 Uhr
    SD-Karten, Wi-Fi, USB: Huawei darf nicht mehr an Standards mitarbeiten

    Huawei hat keinen Zugang mehr zur Wi-Fi Alliance, die über die Zukunft der WLAN-Technologien entscheidet. Gleiches gilt für die SD-Association, die für Speicherkarten verantwortlich zeichnet. Auch an der für die USB-Standards zuständigen JEDEC nimmt Huawei nicht mehr teil.

  • 24.05. 11:46 Uhr
    Trump erklärt Vorgehen gegen Huawei - Es geht nicht um Sicherheit

    US-Präsident Trump meldet sich zum Thema. Er erklärt, dass das Vorgehen gegen Huawei dazu diene, China zu Eingeständnissen im Handels­krieg zu zwingen.

  • 23.05. 12:33 Uhr
    Honor 20 Pro: Huawei Top-Smartphone erhält keine Android-Freigabe

    Als erstes Produkt von Huaweis Smartphone-Sparte fällt offenbar das Honor 20 Pro der Tochtermarke Honor dem US-Embargo gegen den chinesischen Konzern zum Opfer. Das neue High-End-Gerät schaffte es offenbar nicht rechtzeitig durch den Zertifizierungsprozess von Google.

  • 23.05. 11:33 Uhr
    Es bleibt nicht bei Huawei: USA setzen nächste Firma auf die Blacklist

    Bei allem Rummel um Huawei sollte man nicht vergessen, dass der Konflikt größer ist. Jetzt trifft die Blockade eine weitere Firma und in Washington wählte man eine, die weniger Empörungspotenzial mitbringt.

  • 22.05. 11:39 Uhr
    Huawei soll Lizenz für Smartphone-CPUs auf ARM-Basis verlieren

    Der britische Chip-Designer ARM hat seine Mitarbeiter angewiesen, sämtliche Verträge, Support-Aktivitäten und anderweitigen Kontakte mit Huawei mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Huawei droht somit der Verlust der Grundlage für seine Smartphone-Prozessoren.

  • 22.05. 08:49 Uhr
    Huawei-Chef äußert sich erstmals: USA verbieten uns Windows & Android

    Huaweis Endkunden-Chef Richard Yu hat sich erstmals zu den Trump-Sanktionen geäußert. Seinen Angaben zufolge ist neben Android auch Windows betroffen. Es sei für ihn kaum zu glauben, dass die USA in einen von ihren Sicherheitsbedenken nicht betroffenen Bereich eingreifen.

  • 21.05. 17:10 Uhr
    Huawei: Android-Ersatz angeblich ab Herbst - Apps bis zu 60% schneller

    Huawei soll laut chinesischen Medienberichten eine eigene Android-Alternative angekündigt haben. Das Ersatz-Betriebssystem soll auf Smartphones, PCs und anderen Plattformen laufen und mit Android-Apps kompatibel sein. Andere Quellen melden jedoch, dass dieses sogenannte "Project Z" alles andere als fertig sei.

  • 21.05. 00:12 Uhr
    USA fahren Huawei-Sperre zurück: Updates für Android & Co für 90 Tage

    Die US-Regierung hat in einem überraschenden Schritt kurzfristig bekannt gegeben, dass Huawei für einen Zeitraum von zunächst 90 Tagen weiterhin mit seinen bestehenden Lieferanten aus den USA interagieren und somit wenigstens vorläufig für die Update-Versorgung seiner Kunden garantieren kann.

  • 20.05. 16:58 Uhr
    Embargo auch auf Windows? Microsoft lässt Huawei-Frage (noch) offen

    Wenn Google kein Android mehr an Huawei liefert, was passiert dann mit Windows? Microsoft ist schließlich ebenfalls ein amerikanisches Unternehmen muss sich ebenfalls an die Vorgaben aus Washington halten. Noch lässt Redmond diese Frage aber offen.

  • Kommentar
    Make America Great Again - der Rest der Welt kann brennen

    Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China erreicht eine neue Dimension. Für die Eskalation ist vor allem ein Mann verantwortlich: Donald Trump. Was will er erreichen? Ein Kommentar.

  • 20.05. 12:29 Uhr
    Huawei-Eskalation: Jetzt gerät Apple ins Kreuzfeuer wichtiger Kunden

    Apple gilt mit seinen iPhones, iPads und Macs in China als DAS Symbol für tolle Technik aus den Vereinigten Staaten. In der zugespitzten Situation des eskalierenden Handels­krieges führt das jetzt zu massiven Boykott-Aufrufen.

  • 20.05. 10:39 Uhr
    Erstes Statement von Huawei zu Entzug der Android-Lizenz

    Huawei hat sich mit einiger Verzögerung jetzt erstmals zu dem Thema zu Wort gemeldet. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, dass alle bestehenden Geräte weiterhin mit Sicherheits-Updates und Services versorgt werden sollen.

  • 20.05. 09:48 Uhr
    Google: Aktuelle Huawei-Smartphones sollen funktionieren wie bisher

    Google hat mittlerweile auch von offizieller Seite angedeutet, dass Huaweis Android-Lizenz suspendiert wurde. Der Internetkonzern sicherte aber zu, dass die Huawei-Kunden auch weiterhin Zugriff auf Google Play und andere Services haben werden.

  • 20.05. 07:58 Uhr
    Google war nur der Anfang: Auch US-Chip-Konzerne stellen Huawei kalt

    Nach Google haben als Reaktion auf die neuen Sanktionen der Trump-Regierung gegen Huawei die Chipkonzerne Qualcomm, Xilinx, Intel und Broadcomm laut einem Medien­bericht entschieden, vorerst keine weiteren Chips an den Hersteller zu liefern.

  • 19.05. 21:36 Uhr
    Bericht: Google hat Huawei die Android-Lizenz entzogen

    Der Internetkonzern Google hat laut einem inzwischen von mehreren Quellen unabhängig bestätigten Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seine Zusammenarbeit mit Huawei rund um das mobile Betriebssystem auf Eis gelegt. Hintergrund sind offenbar die jüngsten Sanktionen der US-Regierung, welche amerikanischen Firmen die Kooperation mit Huawei untersagen.

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