Mark Zuckerbergs Megajacht Launchpad ignorierte Hilferuf vor Alaska

Die 300 Millionen Dollar teure Superyacht von Mark Zuckerberg hat vor Alaska einen Hilferuf der Küstenwache ignoriert bzw. angeblich nicht gehört. Ein kleines Boot trieb ohne Treibstoff auf See, woraufhin ein Kreuzfahrtschiff die Bergung übernehmen musste.
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Vorfall vor der Küste Alaskas

Am 3. August blieb ein kleines Boot vor der Küste Alaskas ohne Treibstoff liegen. Die US-Küstenwache setzte daraufhin einen allgemeinen Funkruf ab, um in der Nähe befindliche Schiffe um Unterstützung zu bitten. Die 118 Meter lange Superyacht Launchpad des Meta-Gründers Mark Zuckerberg befand sich in unmittelbarer Nähe des Havaristen, reagierte jedoch nicht auf das Gesuch der Behörde.

Letztendlich übernahm ein anderes Schiff die Aufgabe. Das Kreuzfahrtschiff Wilderness Legacy schleppte das manövrierunfähige Boot in den sicheren Hafen der Farragut Bay ab. Das Vorgehen der Luxusjacht sorgte für Unmut bei den Passagieren des Kreuzfahrtschiffes, nachdem der Kapitän über die ausgebliebene Reaktion informiert hatte.

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Zum Zeitpunkt des Geschehens befanden sich weder Zuckerberg noch seine Familie an Bord der Jacht. Das Schiff wird auf einen Wert von 300 Millionen Dollar (etwa 260 Millionen Euro) geschätzt. Die Launchpad ist mit moderner Technik ausgestattet und operiert mit einer großen Besatzung, um das Schiff zu jeder Zeit sicher navigieren zu können.

Keine rechtliche Verpflichtung

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, lag in dem Fall kein akuter Seenotfall vor. Da das Boot lediglich keinen Treibstoff mehr hatte, stufte die Küstenwache die Situation nicht als lebensbedrohlich ein. Laut dem Seerechtsexperten Ian Ralby bestand für die Besatzung der Launchpad daher keine rechtliche Pflicht zum sofortigen Eingreifen.


Ein zwingendes Handeln ist nach internationalem Seerecht nur bei einer direkten Gefahr für Leib und Leben vorgeschrieben. Ein Sprecher von Zuckerberg erklärte zu dem Vorfall, die Crew habe den Funkspruch der Küstenwache nicht rechtzeitig gehört, da die Funkgeräte auf der Kommandobrücke auf einen anderen Kanal eingestellt gewesen seien.

Als die Besatzung die Nachricht der Küstenwache schließlich registrierte, sei die Rettungsaktion durch das Kreuzfahrtschiff bereits in vollem Gange gewesen. Aus diesem Grund habe die Crew der Launchpad von einem weiteren Eingreifen abgesehen und ihre reguläre Fahrt fortgesetzt.

Kritik an der Funkdisziplin

Fachleute äußern sachliche Zweifel an der Darstellung des Sprechers. In der zivilen Schifffahrt ist es üblich, den Notrufkanal 16 durchgehend abzuhören. Moderne Schiffsfunkgeräte verfügen über Funktionen, die den Kanal automatisch priorisieren. Das geschieht auch dann, wenn die nautische Crew auf anderen Frequenzen kommuniziert.

Auf offener See gilt gegenseitige Hilfe als wichtiges Prinzip, da sich Wetterbedingungen in Regionen wie Alaska extrem schnell verschlechtern können. Ein einfaches Liegenbleiben kann durch starken Wind oder Wellengang rasch zu einer echten Gefahr für die Menschen an Bord werden.

Wie bewertet ihr das Verhalten der Jacht-Besatzung in Alaska? Hättet ihr in der Situation anders gehandelt? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Zuckerbergs Megajacht half einem manövrierunfähigen Boot in Alaska nicht
  • Das treibende Boot hatte keinen Treibstoff mehr und wurde abgeschleppt
  • Meta-Gründer Zuckerberg und seine Familie waren zum Zeitpunkt nicht an Bord
  • Da keine akute Lebensgefahr bestand, gab es keine Pflicht zur Hilfe
  • Die Crew will den Funkspruch wegen falscher Kanaleinstellungen verpasst haben
  • Schifffahrtsexperten bezweifeln dies, da der Notrufkanal immer aktiv ist

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