Embargo auch auf Windows? Microsoft lässt Huawei-Frage (noch) offen

Notebook, Laptop, Huawei, Randlos, MateBook, Huawei MateBook, Huawei MateBook X, MateBook X Bildquelle: Huawei
Huawei erhält ab sofort keinen offiziellen Android-Code mehr im Rahmen seiner jetzt suspendierten Kooperation mit Google. Doch was passiert mit den auf Windows basierenden Laptops und Tablets des chinesischen Herstellers? Schließlich ist auch Microsoft verpflichtet, die Sanktionen der US-Regierung einzuhalten. Huawei versucht seit einiger Zeit, mit durchaus beachtlichem Erfolg, auch bei Laptops und Tablets mit schon länger etablierten Marken wie Apple, Samsung oder auch Lenovo zu konkurrieren. Zwar dürften sich die Verkaufszahlen noch in Grenzen halten, doch konnten die Produkte der Huawei MateBook-Serie viele Journalisten und Anwender mit ihrer guten Verarbeitung und einem meist fairen Preis-Leistungsverhältnis durchaus überzeugen.


Durch die jetzt von der US-Regierung unter Präsident Trump erlassenen Regelungen im Rahmen des von ihm ausgerufenen "Telekommunikations-Notstands" gerät aber auch diese Produktpalette der Endkunden-Sparte von Huawei in Gefahr. Da Google das Ende seiner Zusammenarbeit mit Huawei als offiziellem Partner rund um Android mit den US-Sanktionen begründet, dürfte auch Microsoft eigentlich keine Software (und andere Produkte) mehr an Huawei liefern.

Microsoft hat (noch) nichts zu sagen

Die Kollegen von TechRadar haben bereits versucht, von Microsoft eine Stellungnahme zu dem Thema zu erhalten, scheiterten damit jedoch auf deutliche Weise: "wir haben nichts mitzuteilen", hieß es lediglich von dem Redmonder Softwarekonzern. Weitere Kommentare blieben aus, so dass aktuell noch vollkommen unklar ist, wie es mit Windows auf Huawei-Hardware weitergehen soll. Microsoft ist als Hersteller von Windows Server auch der Lieferant des Betriebssystems für viele von Huaweis Business-Sparte vertriebenen Serversystemen.

Dass Microsoft seinerseits dafür sorgen könnte, dass die Huawei Matebook Laptop- und Tablet-Modelle in Kürze noch nicht einmal die mittels Windows Update verteilten Aktualisierungen zu Sicherheitszwecken erhalten, gilt angesichts dessen, was Google derzeit in Sachen Android durchzieht zwar als unwahrscheinlich. Doch darf Microsoft auch seinerseits eigentlich ab sofort keine Produkte mehr an Huawei liefern, was natürlich auch Windows-Lizenzen einschließen würde.

...und dann ist da noch die Frage nach den Prozessoren

Theoretisch könnte Huawei die meisten seiner Systeme durchaus weiterhin anbieten, schließlich werden viele Notebooks optional auch ohne Betriebssystem angeboten. Doch dürfte die Nachschubversorgung mit den in den meisten MateBook-Produkten verbauten Intel-CPUs in Kürze nicht mehr gelingen. Hintergrund ist, dass Intel und vermutlich auch AMD ebenfalls nicht mehr an Huawei liefern dürfen.

Zwar ließe sich das Embargo vermutlich umgehen, schließlich ist nicht Huawei direkt der Käufer der Chips, sondern wie so oft ein Vertragsfertiger wie etwa Inventec, Quanta, Wistron oder Foxconn. Doch dürften diese wohl kaum ähnliche Sanktionen riskieren wollen, schließlich sind sie auch für zahllose andere Kunden tätig, deren Aufträge sie bei Umgehung der US-Sanktionen riskieren würden.

Wichtige Updates zum Thema: Derzeit erreichen uns stetig immer mehr Details und offizielle Statements zum vorläufigen Entzug der Huawei-Android-Lizenz und der möglichen Beendigung der Zusammenarbeit seitens US-amerikanischen Unternehmen, die wir in folgenden Artikeln separat aufbereitet haben.

  • 22.05. 11:39 Uhr
    Huawei soll Lizenz für Smartphone-CPUs auf ARM-Basis verlieren

    Der britische Chip-Designer ARM hat seine Mitarbeiter angewiesen, sämtliche Verträge, Support-Aktivitäten und anderweitigen Kontakte mit Huawei mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Huawei droht somit der Verlust der Grundlage für seine Smartphone-Prozessoren.

  • 22.05. 08:49 Uhr
    Huawei-Chef äußert sich erstmals: USA verbieten uns Windows & Android

    Huaweis Endkunden-Chef Richard Yu hat sich erstmals zu den Trump-Sanktionen geäußert. Seinen Angaben zufolge ist neben Android auch Windows betroffen. Es sei für ihn kaum zu glauben, dass die USA in einen von ihren Sicherheitsbedenken nicht betroffenen Bereich eingreifen.

  • 21.05. 17:10 Uhr
    Huawei: Android-Ersatz angeblich ab Herbst - Apps bis zu 60% schneller

    Huawei soll laut chinesischen Medienberichten eine eigene Android-Alternative angekündigt haben. Das Ersatz-Betriebssystem soll auf Smartphones, PCs und anderen Plattformen laufen und mit Android-Apps kompatibel sein. Andere Quellen melden jedoch, dass dieses sogenannte "Project Z" alles andere als fertig sei.

  • 21.05. 00:12 Uhr
    USA fahren Huawei-Sperre zurück: Updates für Android & Co für 90 Tage

    Die US-Regierung hat in einem überraschenden Schritt kurzfristig bekannt gegeben, dass Huawei für einen Zeitraum von zunächst 90 Tagen weiterhin mit seinen bestehenden Lieferanten aus den USA interagieren und somit wenigstens vorläufig für die Update-Versorgung seiner Kunden garantieren kann.

  • Kommentar
    Make America Great Again - der Rest der Welt kann brennen

    Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China erreicht eine neue Dimension. Für die Eskalation ist vor allem ein Mann verantwortlich: Donald Trump. Was will er erreichen? Ein Kommentar.

  • 20.05. 12:29 Uhr
    Huawei-Eskalation: Jetzt gerät Apple ins Kreuzfeuer wichtiger Kunden

    Apple gilt mit seinen iPhones, iPads und Macs in China als DAS Symbol für tolle Technik aus den Vereinigten Staaten. In der zugespitzten Situation des eskalierenden Handels­krieges führt das jetzt zu massiven Boykott-Aufrufen.

  • 20.05. 10:39 Uhr
    Erstes Statement von Huawei zu Entzug der Android-Lizenz

    Huawei hat sich mit einiger Verzögerung jetzt erstmals zu dem Thema zu Wort gemeldet. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, dass alle bestehenden Geräte weiterhin mit Sicherheits-Updates und Services versorgt werden sollen.

  • 20.05. 09:48 Uhr
    Google: Aktuelle Huawei-Smartphones sollen funktionieren wie bisher

    Google hat mittlerweile auch von offizieller Seite angedeutet, dass Huaweis Android-Lizenz suspendiert wurde. Der Internetkonzern sicherte aber zu, dass die Huawei-Kunden auch weiterhin Zugriff auf Google Play und andere Services haben werden.

  • 20.05. 07:58 Uhr
    Google war nur der Anfang: Auch US-Chip-Konzerne stellen Huawei kalt

    Nach Google haben als Reaktion auf die neuen Sanktionen der Trump-Regierung gegen Huawei die Chipkonzerne Qualcomm, Xilinx, Intel und Broadcomm laut einem Medien­bericht entschieden, vorerst keine weiteren Chips an den Hersteller zu liefern.

  • 19.05. 21:36 Uhr
    Bericht: Google hat Huawei die Android-Lizenz entzogen

    Der Internetkonzern Google hat laut einem inzwischen von mehreren Quellen unabhängig bestätigten Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seine Zusammenarbeit mit Huawei rund um das mobile Betriebssystem auf Eis gelegt. Hintergrund sind offenbar die jüngsten Sanktionen der US-Regierung, welche amerikanischen Firmen die Kooperation mit Huawei untersagen.

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