Langer Marsch 7A: Chinesische Trägerrakete explodiert nach Start
Eine chinesische Rakete vom Typ Langer Marsch 7A ist kurz nach dem Start samt Satellit explodiert. Der Fehlschlag stoppt die Erfolgsserie der Raumfahrt aus Peking. Jetzt drohen drastische Verzögerungen für anstehende Mondmissionen.
Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigen, dass der Flugkörper etwa 85 Sekunden nach dem Abheben in einem Feuerball aufging. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Trägerrakete in der Phase des maximalen dynamischen Drucks. Eine technische Anomalie löste daraufhin das automatische Flugabbruchsystem aus, daraufhin stürzten Trümmerteile sowie die Nutzlast in das Südchinesische Meer. Die genaue Unglücksursache wird derzeit offiziell von den zuständigen Behörden untersucht.
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Besonders kritisch ist die aktuelle Situation für die anstehende Mission Chang'e 7. Diese unbemannte Sonde soll bereits Ende August zum Südpol des Mondes aufbrechen. Sie nutzt eine Trägerrakete, deren Booster ebenfalls auf der Technologie des Triebwerks YF-100 basieren. Ein systematischer Fehler könnte den Zeitplan im internationalen Wettlauf um lunare Ressourcen empfindlich stören.
Die chinesische Raumstation Tiangong ("Himmelspalast") ist vorerst übrigens nicht auf Nachschubflüge dieses Raketentyps angewiesen. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die ständigen Risiken der Raumfahrt und erfordert nun eine umfassende Überprüfung der gesamten Trägerflotte durch CASC.
Wie bewertet ihr die Auswirkungen des Fehlschlags auf künftige Mondmissionen? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
Fehlschlag beim Raketenstart
Am Montagabend ist eine chinesische Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 7A kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Wenchang über dem offenen Meer explodiert. Der staatliche Raumfahrtkonzern CASC verlor dabei einen Kommunikationssatelliten. Das Ereignis stellt einen durchaus ungewohnten Rückschlag für die langfristigen Raumfahrtpläne der Regierung in Peking dar, die in den vergangenen Jahren fast ausschließlich Erfolge verzeichnete.Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigen, dass der Flugkörper etwa 85 Sekunden nach dem Abheben in einem Feuerball aufging. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Trägerrakete in der Phase des maximalen dynamischen Drucks. Eine technische Anomalie löste daraufhin das automatische Flugabbruchsystem aus, daraufhin stürzten Trümmerteile sowie die Nutzlast in das Südchinesische Meer. Die genaue Unglücksursache wird derzeit offiziell von den zuständigen Behörden untersucht.
Auf YouTube ansehenFolgen für das Raumfahrtprogramm
Laut Ars Technica liegt der aktuelle Fokus der Fehleranalyse auf dem Haupttriebwerk. Das mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff betriebene YF-100-Triebwerk gilt als Rückgrat der chinesischen Raumfahrt und langfristig könnte die Explosion signifikante Nachwehen haben: Sollte nämlich ein Konstruktionsfehler vorliegen, drohen Verzögerungen bei zahlreichen weiteren Missionen. Bei der zerstörten Nutzlast handelte es sich um den neuen Satelliten ChinaSat-4B, der primär für zivile und militärische Kommunikationszwecke vorgesehen war.Besonders kritisch ist die aktuelle Situation für die anstehende Mission Chang'e 7. Diese unbemannte Sonde soll bereits Ende August zum Südpol des Mondes aufbrechen. Sie nutzt eine Trägerrakete, deren Booster ebenfalls auf der Technologie des Triebwerks YF-100 basieren. Ein systematischer Fehler könnte den Zeitplan im internationalen Wettlauf um lunare Ressourcen empfindlich stören.
Bisherige Erfolge und Ausblick
Das chinesische Raumfahrtprogramm absolvierte in der jüngeren Vergangenheit zumeist über 50 erfolgreiche Starts pro Jahr. Die Trägerrakete Langer Marsch 7A scheiterte zwar bereits beim Jungfernflug im Jahr 2020, lieferte seither aber verlässlich schwere Nutzlasten ins All.Die chinesische Raumstation Tiangong ("Himmelspalast") ist vorerst übrigens nicht auf Nachschubflüge dieses Raketentyps angewiesen. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die ständigen Risiken der Raumfahrt und erfordert nun eine umfassende Überprüfung der gesamten Trägerflotte durch CASC.
Wie bewertet ihr die Auswirkungen des Fehlschlags auf künftige Mondmissionen? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Chinas Trägerrakete Langer Marsch 7A explodierte kurz nach dem Start
- Der Kommunikationssatellit ChinaSat-4B stürzte ins Meer und ist verloren
- Die Fehleranalyse fokussiert sich nun auf das YF-100-Haupttriebwerk
- Ein systematischer Triebwerksfehler könnte Folgemissionen verzögern
- Betroffen ist möglicherweise auch die geplante Mondmission Chang'e 7
Siehe auch:
- SpaceX-Rakete: Trümmerteil schlug unkontrolliert auf dem Mond ein
- SpaceX-Rakete wird in Kürze auf dem Mond einschlagen
- Long March 10B: China landet erstmals Raketenstufe auf dem Meer
- Zhuque-2E: Neueste China-Rakete zerbricht und bedroht Starlink
- ZhuQue: So spektakulär hat man einen Raketenstart noch nie gesehen
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