Probleme mit Windows 10 Oktober Update wären vermeidbar gewesen

Microsoft hat sich dazu entschlossen, das große Windows 10 Oktober-Update zu pausieren, um Berichte über gelöschte Nutzer-Daten zu untersuchen. Mit diesem Schritt soll unterbunden werden, dass weitere Anwender Probleme bekommen - doch wie es aussieht kommt diese Sorge viel zu spät.
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Microsoft hatte die neue Windows 10 Version 1809 offiziell am vergangenen Dienstag, dem 2. Oktober, an den Start gebracht und gestern die automatische Verteilung und die manuellen Downloads wieder gestoppt. Hintergrund dazu sind Nutzerberichte, die beklagten, dass nach dem Update alle Daten aus den Dokumenten-Ordnern verschwunden sind - der Datenverlust betraf dabei, soweit aktuell bekannt, nicht alle, aber verhältnismäßig viele Windows 10-Nutzer. Genaue Details wird Microsoft vielleicht im Rahmen der Aufklärung des Problems noch nennen.


Das gestoppte Feature-Update an sich ist schon eine große Sache, der Fehler für viele Anwender dazu sehr ärgerlich. Doch nun werden Stimmen laut, dass Microsoft diesen Stress für die Nutzer und damit auch das PR-Debakel für den Konzern hätte vermeiden können. Denn - und das sind doch recht schwerwiegende Vorwürfe - der Fehler, der zur Löschung der Daten führt, hätte dem Konzern bekannt sein müssen. Die Rede ist dabei nicht von besseren Testmethoden vor der Freigabe, sondern schlichtweg von einer besseren Auswertung des Nutzer-Feedbacks.

Wäre da nicht das Insider Feedback...

Microsoft sammelt im Rahmen des Windows Insider Programms Rückmeldungen der freiwilligen Tester. Bei dieser Resonanz der Tester ist das Problem der gelöschten Daten nach einem Update schon vor Wochen aufgetaucht. Das wiederum legt nahe, dass das ausgelöste Problem und die Kette der Reaktionen von Microsoft, die zum Stopp des Oktober Updates führten, wohl vermeidbar gewesen wären.

Entdeckt hatte das Rafael Rivera, Entwickler und Autor beim Online-Magazin Thurrott.com (via Deskmodder). Rivera durchforstete einfach das Insider Feedback Hub und fand mit den Stichworten "gelöschte Daten" erste Berichte, die schon drei Monate alt waren. Bewertet wurden die Probleme aber mit einer niedrigen Einstufung, man sah sie damals wohl als vernachlässigbar an.



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