Tim Cook warnt: Preise für Apple-Produkte werden bald deutlich steigen

Kunden von Apple müssen sich auf steigende Preise einstellen. Preisanpassungen bei kommenden Geräten wie dem iPhone 18 oder neuen Macs sind laut CEO Tim Cook aufgrund der immer weiter steigenden Speicherpreise unvermeidlich.
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KI-Boom verteuert Geräte von Apple

Die Speicherkrise ist in vollem Gange und soll nach Meinung einiger Experten sogar erst 2028 sein volles Ausmaß erreichen. Doch schon jetzt sind die Preise für etliche Produkte massiv gestiegen. So macht Speicher mittlerweile mehr als 50 Prozent der Smartphone-Kosten aus. Das geht auch an Apple nicht spurlos vorüber. Schon vor Wochen gab es erste Berichte, alle Produkte mit dem Apfel könnten bald deutlich teurer werden. Jetzt gibt es mehr oder weniger Gewissheit.

So bereitet CEO Tim Cook seine Kundschaft schon darauf vor, bald tiefer in die Tasche zu greifen. Preisaufschläge bei kommenden Geräten wie dem iPhone 18, iPads und Macs seien den Aussagen des Noch-Konzernchefs "unausweichlich".


Sowohl Arbeitsspeicher als auch Flash-Speicher haben sich seit dem vergangenen Jahr im Einkauf enorm verteuert. Betreiber von Servern und KI-Unternehmen kaufen die globalen Bestände auf, um ihre Rechenzentren aufzurüsten. Für Hersteller von Endverbraucher-Elektronik bleibt dadurch weniger Angebot. Das treibt die Komponentenpreise für Smartphones und Computer in die Höhe. In der Vergangenheit konnte Apple derartige Schwankungen oft durch langfristige Verträge abfedern.

Ein historischer Engpass

Wie Cook in einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte, arbeite das Unternehmen hart daran, die Kundschaft vor den Kostensteigerungen zu schützen. Das sei nun jedoch nicht mehr möglich. Der CEO gab an, in seiner 40-jährigen Karriere in der Technologiebranche noch nie derartige Preisschwankungen bei Rohstoffen erlebt zu haben. Er bezeichnete die aktuelle Situation als ein "Jahrhunderthochwasser".

Analysten schätzen, dass allein der Verkaufspreis für das kommende iPhone 18 Pro um rund 270 Dollar (etwa 235 Euro) steigen könnte. Apple hat bei einigen Geräten bereits reagiert. So wurde der Einstiegspreis für den Mac Mini de facto angehoben, indem günstigere Konfigurationen aus dem Sortiment gestrichen wurden. Eigene Fabriken für Speicherchips schließt der Konzern jedoch aus. Das Unternehmen wolle sich laut Angaben weiter auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Lokale KI erfordert mehr RAM

Ein weiteres Problem für Apple ist der eigene Bedarf an leistungsstärkerer Hardware. Um neue lokale Funktionen für Siri AI reibungslos auszuführen, benötigen die Endgeräte künftig mehr Arbeitsspeicher. Apple steht somit in direkter Konkurrenz zu den Unternehmen, die große Rechenzentren betreiben und sich Bauteile oft durch Verträge über mehrere Jahre mit hohen Vorauszahlungen sichern.

Trotz einer traditionell starken Verhandlungsposition gegenüber Zulieferern muss sich der Hersteller dem Markt nun fügen. Ein Vorteil für Apple bleibt aber die hohe Kaufkraft, mit der das Unternehmen versuchen wird, die Lieferketten bestmöglich zu stabilisieren. Beobachter gehen davon aus, dass Apple bei Basismodellen den Speicher anpassen könnte, um Einstiegspreise nicht zu sehr zu erhöhen. Dennoch werden Endanwender den Kampf der großen Technologieunternehmen um Speicher bald noch deutlicher an der Kasse spüren.

Die Hardware-Preise steigen branchenweit. Werdet ihr künftig seltener neue Geräte kaufen oder nehmt ihr die Aufschläge in Kauf? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • Globaler Mangel an Speicherchips lässt die Preise bei Apple ansteigen
  • Tim Cook kündigt für kommende Apple-Produkte Preiserhöhungen an
  • Für iPhone-18-Pro-Modelle werden Preissprünge von über 200 Euro erwartet
  • Lokale KI-Funktionen auf Apple-Geräten bedingen höheren Arbeitsspeicherbedarf
  • Apple könnte Speicher bei Basismodellen anpassen, um Einstiegspreise zu halten

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