Microsoft-President: Zuckerberg hat das viel besser gemacht als wir
Während Top-Manager in der Regel eher davon reden, wie gut sich ihre eigenen Unternehmen schlagen, stimmte Microsoft-President Brad Smith jetzt andere Töne an. Auf der Code Conference lobte er Facebook-Chef Mark Zuckerberg für seinen Umgang mit der Politik - und zeigte auf, dass dieser hier offenbar viel aus den Fehlern Microsofts gelernt hat.
Als Zuckerberg sich jetzt aufgrund der Cambridge Analytica-Affäre den Befragungen hochrangiger Politik-Gremien stellen musste, habe er eine Sache richtig gut gemacht, so Smith: Er wies darauf hin, dass man sich im klaren darüber sei, dass eine Regulierung gewünscht und vielleicht sogar notwendig ist. "Das war seine Art zu zeigen, dass verstanden wurde, dass die Regierung eine Aufgabe hat und man selbst auch eine Verantwortung", führte der Microsoft-Manager aus.
Das war bei Microsoft in einer durchaus vergleichbaren Situation schlicht nicht so. Als das große Kartellverfahren gegen das Unternehmen seinen Lauf nahm, schaltete man in Redmond voll in den Abwehr-Modus und ließ sich nur mit Mühe Zugeständnisse abringen. Das Ergebnis war eine jahrelange, kostspielige Auseinandersetzung. Man hätte das auch abkürzen können, wenn Microsoft gleich stärker nach einer Kooperationsebene gesucht und sich auch darüber Gedanken gemacht hätte, wie eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten aussehen könnte.
Und die Besonderheiten der Branche müsse man auch im Blick haben, wenn man heute auf einem Niveau wirtschaftlich erfolgreich sein will, auf dem sich Microsoft bewegt. "Wir arbeiten überall auf der Welt. Die Neigung, in der Entwicklung aber eine westküsten- und männlich-zentrierte Orientierung einzunehmen, ist dafür aber aktuell ein großes Problem", nannte Smith ein Beispiel. Für Microsoft sei es da durchaus von Vorteil, jetzt zumindest einen Konzernchef zu haben, der seine Kindheit auf einem anderen Kontinent verbrachte. Satya Nadella wuchs in Indien auf, begann dort seine Ausbildung und kam erst nach seinem ersten Abschluss zum weiterführenden Studium mit Anfang 20 in die USA.
Das war bei Microsoft in einer durchaus vergleichbaren Situation schlicht nicht so. Als das große Kartellverfahren gegen das Unternehmen seinen Lauf nahm, schaltete man in Redmond voll in den Abwehr-Modus und ließ sich nur mit Mühe Zugeständnisse abringen. Das Ergebnis war eine jahrelange, kostspielige Auseinandersetzung. Man hätte das auch abkürzen können, wenn Microsoft gleich stärker nach einer Kooperationsebene gesucht und sich auch darüber Gedanken gemacht hätte, wie eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten aussehen könnte.
Nadella ist ein großer Vorteil
Dafür sei es aber auch nötig, die besondere Rolle des Tech-Sektors zu verstehen. Nie zuvor gab es eine Branche, die in ähnlichem Maße mit allen anderen Wirtschaftszweigen verknüpft und so global aufgestellt war. Und daraus erwächst eben auch eine besondere Stellung in der Welt. "Wenn man Technologien schafft, die die Welt verändern, will die Welt dich lenken", so Smith. Und das ist aus seiner Sicht auch völlig verständlich und in Ordnung.Und die Besonderheiten der Branche müsse man auch im Blick haben, wenn man heute auf einem Niveau wirtschaftlich erfolgreich sein will, auf dem sich Microsoft bewegt. "Wir arbeiten überall auf der Welt. Die Neigung, in der Entwicklung aber eine westküsten- und männlich-zentrierte Orientierung einzunehmen, ist dafür aber aktuell ein großes Problem", nannte Smith ein Beispiel. Für Microsoft sei es da durchaus von Vorteil, jetzt zumindest einen Konzernchef zu haben, der seine Kindheit auf einem anderen Kontinent verbrachte. Satya Nadella wuchs in Indien auf, begann dort seine Ausbildung und kam erst nach seinem ersten Abschluss zum weiterführenden Studium mit Anfang 20 in die USA.
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