EU-Automarkt: Elektrifizierung nimmt zu, Verbrenner deutlich im Minus
Der europäische Automarkt ist in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 leicht gewachsen. Deutlich überproportional stiegen dabei die Absatzzahlen von Elektroautos an, während Verbrenner sich auf dem absteigenden Ast befinden.
Besonders gefragt waren Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben. Dazu zählen reine Elektroautos, Hybridfahrzeuge sowie Plug-in-Hybride. Branchenbeobachter führen die Entwicklung unter anderem auf neue oder überarbeitete steuerliche Vergünstigungen und Förderprogramme in mehreren europäischen Ländern zurück.
Hybridfahrzeuge, die hinsichtlich ihrer Umweltbilanz eher Mogelpackungen sind, blieben mit einem Marktanteil von 37,8 Prozent die beliebteste Antriebsart in der EU. Insgesamt wurden von Januar bis Mai rund 1,8 Millionen Hybridmodelle neu zugelassen. Wichtige Impulse kamen dabei aus Italien und Spanien, während auch Deutschland und Frankreich ein Wachstum verzeichneten.
Reine Elektroautos konnten ihren Marktanteil deutlich ausbauen. Bis Ende Mai entfielen 20 Prozent aller Neuzulassungen auf batterieelektrische Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 4,7 Prozentpunkte. Insgesamt wurden mehr als 950.000 Elektroautos neu registriert. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage in Italien, Frankreich und Deutschland. Diese drei Länder machten zusammen fast zwei Drittel aller Elektroauto-Zulassungen in der EU aus.
Während elektrifizierte Antriebe zulegten, setzte sich der Rückgang bei Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor fort. Die Zahl der neu zugelassenen Benziner sank EU-weit um 18,2 Prozent. Besonders deutlich fiel das Minus in Frankreich aus. Auch Spanien, Deutschland und Italien verzeichneten zweistellige Rückgänge. Der Marktanteil von Benzinfahrzeugen ging auf 22,4 Prozent zurück. Dieselfahrzeuge verloren ebenfalls an Bedeutung. Ihr Anteil an den Neuzulassungen sank von 9,5 auf 7,6 Prozent, während die Zulassungszahlen um 16,6 Prozent zurückgingen.
Siehe auch:
- Neuzulassungen in der EU stiegen bis Mai 2026 um vier Prozent an
- Hybridfahrzeuge bleiben mit fast 38 Prozent Marktanteil beliebt
- Elektroautos wuchsen auf 20 Prozent Marktanteil bei Neuzulassung
- Zulassungen für Benziner sanken EU weit um knapp 18 Prozent ab
- Dieselmodelle verloren weiter an Bedeutung und Marktanteilsanteilen
Hybride bleiben führend
Nach aktuellen Angaben des Branchenverbandes ACEA stiegen die Neuzulassungen von Pkw in der Europäischen Union gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent. Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten zeigte sich die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen damit weiterhin robust.Besonders gefragt waren Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben. Dazu zählen reine Elektroautos, Hybridfahrzeuge sowie Plug-in-Hybride. Branchenbeobachter führen die Entwicklung unter anderem auf neue oder überarbeitete steuerliche Vergünstigungen und Förderprogramme in mehreren europäischen Ländern zurück.
Hybridfahrzeuge, die hinsichtlich ihrer Umweltbilanz eher Mogelpackungen sind, blieben mit einem Marktanteil von 37,8 Prozent die beliebteste Antriebsart in der EU. Insgesamt wurden von Januar bis Mai rund 1,8 Millionen Hybridmodelle neu zugelassen. Wichtige Impulse kamen dabei aus Italien und Spanien, während auch Deutschland und Frankreich ein Wachstum verzeichneten.
Reine Elektroautos konnten ihren Marktanteil deutlich ausbauen. Bis Ende Mai entfielen 20 Prozent aller Neuzulassungen auf batterieelektrische Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 4,7 Prozentpunkte. Insgesamt wurden mehr als 950.000 Elektroautos neu registriert. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage in Italien, Frankreich und Deutschland. Diese drei Länder machten zusammen fast zwei Drittel aller Elektroauto-Zulassungen in der EU aus.
Benziner bei -18,2 Prozent
Auch Plug-in-Hybride legten zu. Mit rund 460.000 neu zugelassenen Fahrzeugen erreichte diese Antriebsart einen Marktanteil von 9,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil noch bei 8,3 Prozent. Vor allem in Italien, Spanien und Deutschland wurden deutlich mehr Fahrzeuge dieser Kategorie verkauft.Während elektrifizierte Antriebe zulegten, setzte sich der Rückgang bei Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor fort. Die Zahl der neu zugelassenen Benziner sank EU-weit um 18,2 Prozent. Besonders deutlich fiel das Minus in Frankreich aus. Auch Spanien, Deutschland und Italien verzeichneten zweistellige Rückgänge. Der Marktanteil von Benzinfahrzeugen ging auf 22,4 Prozent zurück. Dieselfahrzeuge verloren ebenfalls an Bedeutung. Ihr Anteil an den Neuzulassungen sank von 9,5 auf 7,6 Prozent, während die Zulassungszahlen um 16,6 Prozent zurückgingen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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