China hat stärksten Supercomputer der Welt, ganz ohne Nvidia und Co.
Chinas neuer Supercomputer LineShine hat die Spitze der weltweiten Top500-Liste erobert und verdrängt damit die USA. Das System nutzt ausschließlich klassische Prozessoren statt spezieller KI-Chips. Das zeigt neue Wege auf, hat aber auch Grenzen.
Die Architektur von LineShine unterscheidet sich deutlich von jener der westlichen Konkurrenten. Das Konstrukt verzichtet nämlich komplett auf GPUs von Herstellern wie Nvidia oder AMD. Stattdessen basiert der Rechner auf 20.480 Knoten, die mit eigens entwickelten LX2-Prozessoren ausgestattet sind. Die Komponenten nutzen die Architektur des britischen Unternehmens Arm. Als Betriebssystem kommt die Linux-Distribution KylinOS zum Einsatz.
Das Design bringt spezifische Eigenschaften mit sich. Für klassische wissenschaftliche Aufgaben wie Klimamodelle oder physikalische Simulationen, die eine hohe mathematische Präzision erfordern, ist die Anlage optimal ausgelegt. Für moderne Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sind spezialisierte KI-Beschleuniger jedoch effizienter.
Private Technologiekonzerne wie Google oder xAI nehmen wohlgemerkt in der Regel nicht an den standardisierten Benchmark-Tests der Top500 teil. Das Ranking umfasst daher nicht alle existierenden Hardware-Cluster. Der Fokus der kommerziellen Anbieter liegt meist auf geschlossenen Systemen, die nicht für öffentliche Vergleiche zugänglich sind.
Was haltet ihr von der aktuellen Entwicklung im Bereich der Supercomputer? Diskutiert das Thema gerne mit uns unten in den Kommentaren!
Siehe auch:
China erobert Platz eins zurück
Das National Supercomputing Centre in Shenzhen hat mit dem System LineShine die Führung in der Top500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt übernommen. Mit einer Leistung von 2,198 Exaflops verdrängte der Rechner den bisherigen Spitzenreiter El Capitan aus den USA auf den zweiten Rang (ein Exaflop entspricht einer Trillion Gleitkommaoperationen pro Sekunde). China steht damit erstmals seit dem Jahr 2017 wieder an der Spitze des globalen Rankings.Die Architektur von LineShine unterscheidet sich deutlich von jener der westlichen Konkurrenten. Das Konstrukt verzichtet nämlich komplett auf GPUs von Herstellern wie Nvidia oder AMD. Stattdessen basiert der Rechner auf 20.480 Knoten, die mit eigens entwickelten LX2-Prozessoren ausgestattet sind. Die Komponenten nutzen die Architektur des britischen Unternehmens Arm. Als Betriebssystem kommt die Linux-Distribution KylinOS zum Einsatz.
Fokus auf CPU statt GPU
Wie Reuters berichtet, werten Analysten das Ergebnis als Zeichen für Chinas wachsende Unabhängigkeit bei der Entwicklung von Hardware. Die US-Regierung verhängte in den vergangenen Jahren strenge Exportkontrollen für hochmoderne Technologie, doch wie so oft gilt: Not macht erfinderisch. Durch den Einsatz klassischer Hauptprozessoren, die Vektor- und Matrixberechnungen direkt integrieren, umgeht China das Embargo. Man setzt auf eigene Fertigungskapazitäten und lokale Lieferketten, um den Bau solcher Großrechner aufrechtzuerhalten.Das Design bringt spezifische Eigenschaften mit sich. Für klassische wissenschaftliche Aufgaben wie Klimamodelle oder physikalische Simulationen, die eine hohe mathematische Präzision erfordern, ist die Anlage optimal ausgelegt. Für moderne Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sind spezialisierte KI-Beschleuniger jedoch effizienter.
Private Technologiekonzerne wie Google oder xAI nehmen wohlgemerkt in der Regel nicht an den standardisierten Benchmark-Tests der Top500 teil. Das Ranking umfasst daher nicht alle existierenden Hardware-Cluster. Der Fokus der kommerziellen Anbieter liegt meist auf geschlossenen Systemen, die nicht für öffentliche Vergleiche zugänglich sind.
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Zusammenfassung
- Das System LineShine aus China ist der schnellste Supercomputer der Welt
- Mit einer Leistung von 2,198 Exaflops übertrifft er den US-Rechner Capitan
- Der neue chinesische Supercomputer verzichtet komplett auf externe GPU Chips
- LineShine nutzt eigens entwickelte LX2 Prozessoren auf einer ARM Architektur
- Analysten sehen darin einen Beweis für Chinas wachsende technologische Unabhängigkeit
- Das Design eignet sich besonders gut für komplexe physikalische Simulationen
Siehe auch:
- Angriff auf chinesischen Supercomputer: Petabytes an Militärdaten geklaut
- AMD erhält Zuschlag für neue Supercomputer - USA geben 1 Mrd. Dollar
- Quantencomputer: Google jetzt 13.000 mal schneller als Supercomputer
- Kleinster "KI-Supercomputer": Verkauf des Nvidia DGX Spark startet
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