1000-Dollar-Spiel, das nur 10 Minuten dauert, sorgt für Diskussionen
Ein neues Steam-"Spiel" mit dem Titel Congratulations On Your Purchase kostet stolze 999 Dollar und verspricht exklusive digitale Sichtbarkeit. Doch Käufer erhalten nur einen schlecht programmierten Laufsimulator ohne echten Spielwert.
Käufer steuern eine Spielfigur aus der Ego-Perspektive über einen roten Teppich. Die Umgebung stellt einen detaillosen Palast dar, in dem computergesteuerte Paparazzi die Szenerie säumen. Interaktionen oder klassische Spielmechaniken fehlen in dem Titel komplett. Am Ende des kurzen Weges erreichen die Nutzer eine leere Wand. Dort dürfen sie einen beliebigen Namen hinterlassen, der dauerhaft auf einer zugehörigen Webseite veröffentlicht wird.
Das 'Spiel' kostet 999 Dollar, ...
... einen Sinn hat es aber nicht
Der Publisher Worth It Studio bezeichnet den hohen Preis als absichtliches Stilmittel der Entwickler. Das Projekt soll den Erwerb von echten Luxusgütern parodieren und primär als digitales Statussymbol dienen. Käufer erhalten nach dem Abschluss zudem eine virtuelle Auszeichnung für ihr Profil auf der Vertriebsplattform.
Trotz der medialen Aufmerksamkeit bleiben die Verkaufszahlen des teuren Titels äußerst gering. Bislang haben sich laut öffentlich einsehbaren Datenbanken weniger als zehn Personen auf der digitalen Wand verewigt. Die meisten Nutzer ignorieren das Angebot komplett, da der geforderte Betrag in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung steht. Das Projekt reiht sich in die Tradition früherer Apps ein, die hohe Preise für rudimentäre Funktionen verlangten - die bekannteste war hier zweifellos die iOS-App I Am Rich, die 2008 im Wesentlichen nur ein rotes Icon als Gegenwert bot.
Was meint ihr zu solchen digitalen Statussymbolen auf Spieleplattformen? Teilt eure Gedanken und Sichtweisen gerne mit uns in den Kommentaren unten.
Siehe auch:
Teurer Spaziergang auf Steam
Ende Mai veröffentlichte das Entwicklerstudio Minimum Viable Prestige auf Steam den Titel Congratulations On Your Purchase. Das Programm verlangt von den Nutzern einen Kaufpreis von 999 Dollar (umgerechnet rund 858 Euro). Wer den Betrag investiert, erhält jedoch kein klassisches Videospiel. Stattdessen handelt es sich bei dem Werk um einen simplen Laufsimulator, der nach etwa zehn Minuten vollständig beendet ist. Ein Wiederspielwert existiert nicht, wenn man überhaupt von Spielwert sprechen kann.Käufer steuern eine Spielfigur aus der Ego-Perspektive über einen roten Teppich. Die Umgebung stellt einen detaillosen Palast dar, in dem computergesteuerte Paparazzi die Szenerie säumen. Interaktionen oder klassische Spielmechaniken fehlen in dem Titel komplett. Am Ende des kurzen Weges erreichen die Nutzer eine leere Wand. Dort dürfen sie einen beliebigen Namen hinterlassen, der dauerhaft auf einer zugehörigen Webseite veröffentlicht wird.
Das 'Spiel' kostet 999 Dollar, ...
... einen Sinn hat es aber nicht
Kaum technischer Gegenwert
Wie Joshua Wolens von PC Gamer in einem "Test" erklärt, ist die technische Umsetzung des Programms mangelhaft. Die unbeweglichen Nichtspieler-Charaktere drehen sich lediglich um die eigene Achse und belasten die Hardware dabei unverhältnismäßig stark. Obwohl das Programm kaum grafische Details bietet, verlangt es nach leistungsstarken Grafikkarten, um flüssig zu laufen. Zudem weist die Shop-Seite fehlerhafte Formatierungen auf und nutzt teilweise Bilder von künstlicher Intelligenz.Der Publisher Worth It Studio bezeichnet den hohen Preis als absichtliches Stilmittel der Entwickler. Das Projekt soll den Erwerb von echten Luxusgütern parodieren und primär als digitales Statussymbol dienen. Käufer erhalten nach dem Abschluss zudem eine virtuelle Auszeichnung für ihr Profil auf der Vertriebsplattform.
Trotz der medialen Aufmerksamkeit bleiben die Verkaufszahlen des teuren Titels äußerst gering. Bislang haben sich laut öffentlich einsehbaren Datenbanken weniger als zehn Personen auf der digitalen Wand verewigt. Die meisten Nutzer ignorieren das Angebot komplett, da der geforderte Betrag in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung steht. Das Projekt reiht sich in die Tradition früherer Apps ein, die hohe Preise für rudimentäre Funktionen verlangten - die bekannteste war hier zweifellos die iOS-App I Am Rich, die 2008 im Wesentlichen nur ein rotes Icon als Gegenwert bot.
Was meint ihr zu solchen digitalen Statussymbolen auf Spieleplattformen? Teilt eure Gedanken und Sichtweisen gerne mit uns in den Kommentaren unten.
Zusammenfassung
- Das Steam-Spiel kostet 999 Dollar und bietet kaum spielerischen Inhalt
- Spieler laufen nur einen kurzen Weg und sehen eine leere Wand für Namen
- Die technische Umsetzung ist laut Berichten mangelhaft und sehr veraltet
- Der Entwickler sieht das Spiel als Parodie auf teure Luxusgüter an
- Es dient als reines Statussymbol ohne echten spielerischen Mehrwert hier
- Die Verkaufszahlen für den Titel sind bisher äußerst gering geblieben
Siehe auch:
- Steam Machine zu teuer? User können eigenes SteamOS-System bauen
- Die Steam Machine ist da: Valve enthüllt Preis und Spezifikationen
- Valve Steam Controller: Lieferung bei Bestellung heute erst 2027
- Wallpaper Engine: Hintergründe gefährden Steam-Gamer durch Malware
- Die Steam Machine wird real: Erste Benchmarks aufgetaucht
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