Zuckerberg: Holocoaust-Leugner machen das bestimmt nicht absichtlich
Der oft kritisierte sorglose Umgang Facebooks mit verschiedenen Inhalten dürfte zu einem gewissen Teil auch schlicht in einer erschreckenden Naivität des Konzerngründers begründet sein. Dieser hatte in einem Interview mit dem US-Magazin Recode seine Sicht darauf geschildert, welche Inhalte nicht von der Plattform gelöscht werden sollten.
Nach Mark Zuckerbergs Haltung zu dem Thema verläuft irgendwo eine recht schwammige Grenze zwischen dem, was verschiedene Menschen nur als verstörend oder anstößig empfinden und was wirklich ein direkter Angriff auf die jeweilige Person ist. Für ihn leitet sich daraus unter anderem auch ab, dass man beispielsweise die Leugnung des Holocoaust nicht als Grund für eine Löschung hernehmen sollte.
Als Jude empfinde er es selbst als zutiefst widerwärtig, wenn der millionenfache Völkermord durch die Nazis einfach bestritten wird. "Am Ende des Tages bin ich aber nicht der Ansicht, dass man so etwas von unserer Plattform entfernen sollte, weil ich glaube, dass es eben einfach Sachen gibt, bei denen die Leute falsch liegen. Und ich glaube nicht, dass die das absichtlich machen", erklärte Zuckerberg.
Vielmehr geht die Verbreitung der Holocaust-Leugnung in erster Linie von Neonazis aus, die damit eine Relativierung und Verharmlosung ihrer Ideologie bezwecken wollen. Denn dies wäre die Grundlage, um überhaupt wieder an einen Punkt zu kommen, an dem man die zugrundeliegende Weltanschauung überhaupt in einen diskussionswürdigen Kontext bringen könnte.
Zuckerberg merkte später noch einmal an, dass er auf keinen Fall Leute verteidigen wolle, die solche Propaganda verbreiten. Von seiner Position rückte er hingegen nicht ab. Einen Grund zur Löschung gebe es hingegen, wenn jemand einen Betroffenen des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School im Jahr 2012 als Lügner hinstelle und behaupte, das Ereignis habe nicht stattgefunden. "Das ist Belästigung und wir würden es entfernen", sagte der Facebook-Gründer.
Als Jude empfinde er es selbst als zutiefst widerwärtig, wenn der millionenfache Völkermord durch die Nazis einfach bestritten wird. "Am Ende des Tages bin ich aber nicht der Ansicht, dass man so etwas von unserer Plattform entfernen sollte, weil ich glaube, dass es eben einfach Sachen gibt, bei denen die Leute falsch liegen. Und ich glaube nicht, dass die das absichtlich machen", erklärte Zuckerberg.
Schul-Amoklauf ist etwas anderes
Das ist - gelinde gesagt - eine sehr naive Sicht auf die Dinge. Denn es dürfte wohl nur in Ausnahmefällen vorkommen, dass Menschen schlicht aus Unwissen das "am gründlichsten dokumentierte Verbrechen der Geschichte" bestreiten, wie es von Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center, dem Dokumentationszentrum des Holocaust, in einer Stellungnahme zu Zuckerberg beschrieben wurde.Vielmehr geht die Verbreitung der Holocaust-Leugnung in erster Linie von Neonazis aus, die damit eine Relativierung und Verharmlosung ihrer Ideologie bezwecken wollen. Denn dies wäre die Grundlage, um überhaupt wieder an einen Punkt zu kommen, an dem man die zugrundeliegende Weltanschauung überhaupt in einen diskussionswürdigen Kontext bringen könnte.
Zuckerberg merkte später noch einmal an, dass er auf keinen Fall Leute verteidigen wolle, die solche Propaganda verbreiten. Von seiner Position rückte er hingegen nicht ab. Einen Grund zur Löschung gebe es hingegen, wenn jemand einen Betroffenen des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School im Jahr 2012 als Lügner hinstelle und behaupte, das Ereignis habe nicht stattgefunden. "Das ist Belästigung und wir würden es entfernen", sagte der Facebook-Gründer.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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