Xiaomi YU7: E-Auto stellt neuen Nürburgring-Rekord auf - ohne Fahrer

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat mit seinem elektrischen SUV YU7 GT einen offiziellen neuen Rekord auf der Nordschleife des Nürburgrings aufgestellt. Das Fahrzeug absolvierte die Strecke dabei komplett ohne menschlichen Fahrer am Steuer.
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Rekordfahrt ohne menschliches Zutun

Schon seit Jahren schicken Hersteller wie Tesla ihre Elektroautos auf den Nürburgring. Vor allem Xiaomi sorgte mit seinem E-Sportwagen SU7 Ultra für Schlagzeilen als der Wagen im Herbst 2024 einen neuen Rekord für viertürige Fahrzeuge aufstellte. Jetzt hat der chinesische Technologiekonzern mit einem weiteren Modell Geschichte geschrieben.

So hat Xiaomi am 8. Juni mit dem Elektro-SUV YU7 GT eine fahrerlose Runde auf der Nordschleife erfolgreich absolviert. Das Fahrzeug benötigte für die 20,8 Kilometer lange Strecke exakt 10:29,483 Minuten. Damit legte das Modell die schnellste, da erste offiziell gestoppte Zeit eines komplett autonomen Serienfahrzeugs auf dem Kurs hin. Der Nürburgring listet die Fahrt daher als offiziellen Rekord.


Langsamer als mit Fahrer

Der YU7 GT verfügt über eine 897-Volt-Architektur und leistet 738 Kilowatt. Die verbaute Batterie mit 101,7 Kilowattstunden Kapazität sorgt für die nötige Energieversorgung bei hohen Geschwindigkeiten. Während der Rekordfahrt erreichte das System auf den langen Geraden eine Spitzengeschwindigkeit von 210 Kilometern pro Stunde. Ein menschlicher Profifahrer hatte mit demselben Fahrzeug zuvor eine Zeit von 7:22,755 Minuten aufgestellt.

Wie ein YouTube-Video auf dem offiziellen Kanal des Nürburgrings zeigt, befand sich während der gesamten Fahrt keine Person hinter dem Lenkrad. Die Nordschleife gilt mit ihren über 70 teils unübersichtlichen Kurven und ständigen Höhenwechseln als eine der schwierigsten Teststrecken überhaupt. In der Motorsportwelt wird der Kurs in den Wäldern der Eifel daher oft als 'Grüne Hölle' bezeichnet.

Sensortechnik und Navigation

Obwohl die Fahrt ein technischer Fortschritt ist, offenbart sie auch die aktuellen Grenzen der Technologie. Der Zeitunterschied von mehr als drei Minuten im Vergleich zu einem menschlichen Profi zeigt, dass die Software in Grenzbereichen defensiver agiert. Die Entwickler nutzen die gesammelten Sensordaten nun, um die Algorithmen weiter zu optimieren. Solche Tests auf Rennstrecken lassen sich jedoch kaum auf den alltäglichen Straßenverkehr übertragen.

Um sich auf der Piste zu orientieren, nutzt der Xiaomi SU7 Ultra eine Kombination aus Lidar, Kameras und Radarsensoren. Die Hardware erfasst die Umgebung in Echtzeit und gleicht sie mit hochauflösendem Kartenmaterial ab. Die Algorithmen berechnen den optimalen Bremspunkt und Lenkwinkel hunderte Male pro Sekunde neu. Besonders bei starken Wetterwechseln auf dem Kurs stoßen die optischen Systeme jedoch schnell an ihre Grenzen. Für zukünftige Einsätze planen die Entwickler zusätzliche Infrarotsensoren.

Andere Versuche mit selbstfahrenden Autos

Versuche mit fahrerlosen Rennwagen gab es bereits in der Vergangenheit. Vor zehn Jahren startete das Projekt Roborace, das autonome Fahrzeuge auf Rundkursen gegeneinander antreten lassen sollte. Die Rennserie bestand letztendlich aber primär aus Demonstrationsfahrten und Zeitfahren. Auch studentische Wettbewerbe wie die Formula Student Driverless befassen sich seit Jahren mit der Thematik, fokussieren sich aber meist auf das Ausweichen vor Hindernissen bei konstanten Geschwindigkeiten.

Wie lange dauert es noch, bis autonome Fahrzeuge von Menschen aufgestellte Rundenrekorde auf der Nordschleife knacken? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Xiaomis SUV YU7 GT fuhr am 8. Juni ohne Fahrer den Nürburgring ab
  • Das Fahrzeug bewältigte die 20,8 Kilometer in 10:29,483 Minuten Zeit
  • Offiziell gilt dies als schnellste Runde eines autonomen Serienautos
  • Das E-Auto nutzte Lidar und Kameras für die komplexe autonome Steuerung
  • Die Fahrzeit liegt noch weit hinter menschlichen Profifahrern zurück

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