Microsoft baut Websuche jetzt so um, wie Google es nicht könnte
Die Tatsache, dass Microsoft im Suchmaschinenmarkt mit Abstand die zweite Geige spielt, ermöglicht es dem Unternehmen jetzt Bing in einer Form zu gestalten, die Google wohl sofort Ärger mit Wettbewerbsbehörden und Seitenbetreibern einbringen würde. Das Ziel besteht dabei darin, dem Nutzer schneller die gewünschten Antworten zu liefern.
Microsofts Marketing-Abteilung hat in der Vergangenheit immer wieder einmal herausposaunt, dass Bing eher Antwort- als Such-Maschine sein soll. Was bisher aber in erster Linie eine Werbeaussage war, soll nun stärker auch spürbare Realität werden. Das bedeutet vor allem, dass die Nutzer nicht mehr in erster Linie Ergebnislisten präsentiert bekommen, die auf Webseiten verweisen, auf denen die gesuchte Antwort stehen könnte.
Stattdessen sollen zum jeweiligen Thema bereits die wichtigsten Informationen kurz direkt auf dem Suchportal zusammengefasst werden. Das könnte dann beispielsweise so aussehen:
Dass die Suche einen solchen Weg einschlägt, ist letztlich der grundsätzlichen Entwicklung der Technologie geschuldet. Denn für Microsoft spielt das Suchportal sicherlich ohnehin eher eine Nebenrolle, da es mit Abstand nicht so viele Besucher anzieht wie die Konkurrenz. Hintergrund der neuen Funktionalität ist eher, dass die Technologie im Hintergrund die Informationen so aufbereitet, dass sie besser für Cortana nutzbar sind.
Microsoft kann sich das angesichts seiner Marktposition auch halbwegs erlauben. Google würde hingegen mit Sicherheit sofort eine Beschwerde bei den Behörden provozieren. Immerhin dürften verschiedene Webseiten aufgrund der neuen Anzeige weniger Besucher bekommen und somit weniger Werbung ausliefern - denn der Klick ist für die Nutzer unnötig, wenn sie die gesuchten Angaben direkt bekommen.
Die neuen Fähigkeiten sollen sich nicht nur auf die Textsuche erstrecken. Auch in den Bildern will Microsoft mit erweiterten Fähigkeiten punkten. Wer hier nun beispielsweise ein Foto eines bestimmten Produktes auswählt, soll auch gleich verschiedene ähnliche Waren gezeigt bekommen.
Stattdessen sollen zum jeweiligen Thema bereits die wichtigsten Informationen kurz direkt auf dem Suchportal zusammengefasst werden. Das könnte dann beispielsweise so aussehen:
Erläuterungen gibt's dazu
Hier werden also Informationen automatisch im Web zusammengesammelt und von den Bing-Algorithmen aufbereitet und angezeigt. Eine weitere Stufe bekommt das Ganze, wenn in der Zusammenfassung Fachbegriffe vorkommen. Diese sollen dann, wenn der Nutzer den Mauszeiger über sie bewegt, beispielsweise mit Wikipedia-Inhalten erklärt werden.
Dass die Suche einen solchen Weg einschlägt, ist letztlich der grundsätzlichen Entwicklung der Technologie geschuldet. Denn für Microsoft spielt das Suchportal sicherlich ohnehin eher eine Nebenrolle, da es mit Abstand nicht so viele Besucher anzieht wie die Konkurrenz. Hintergrund der neuen Funktionalität ist eher, dass die Technologie im Hintergrund die Informationen so aufbereitet, dass sie besser für Cortana nutzbar sind.
Optimiert für Cortana
Denn wenn ein Anwender dem Sprachassistenten eine Frage stellt, will er sicherlich nicht erzählt bekommen, auf welchen Webseiten er eine Antwort finden könnte. Vielmehr soll das System dann die wichtigsten Angaben ansagen. Dass dies dann nun auch schriftlich mit in die Ergebnislisten einfließt, ist daher eher ein Nebeneffekt.Microsoft kann sich das angesichts seiner Marktposition auch halbwegs erlauben. Google würde hingegen mit Sicherheit sofort eine Beschwerde bei den Behörden provozieren. Immerhin dürften verschiedene Webseiten aufgrund der neuen Anzeige weniger Besucher bekommen und somit weniger Werbung ausliefern - denn der Klick ist für die Nutzer unnötig, wenn sie die gesuchten Angaben direkt bekommen.
Die neuen Fähigkeiten sollen sich nicht nur auf die Textsuche erstrecken. Auch in den Bildern will Microsoft mit erweiterten Fähigkeiten punkten. Wer hier nun beispielsweise ein Foto eines bestimmten Produktes auswählt, soll auch gleich verschiedene ähnliche Waren gezeigt bekommen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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