Microsoft ringt sich zu WebRTC-Support im Internet Explorer durch
Der Software-Konzern Microsoft hat die Unterstützung der Web Real-Time Communication (WebRTC)-Technologie verkündet und will diese nun auch in zukünftige Versionen des Internet Explorers implementieren. Die Technik ermöglicht eine direkte Video-Kommunikation zwischen den Nutzern.
WebRTC-Support findet man derzeit bereits bei Google und Mozilla, die ihre Browser mit dem benötigten ORTC-API ausstatten. Durch die Entscheidung Microsofts, ebenfalls mit dem Standard zu arbeiten, können in naher Zukunft fast alle Anwender direkt aus dem Browser heraus miteinander in Kontakt treten.
Die Technologie ermöglicht verschiedene Messaging-Funktionen, wie der Übertragung von Ton- und Video-Streams sowie der Übertragung von Dateien. Entwickler von Web-Anwendungen können so entsprechende Funktionen direkt in ihre Produkte integrieren, ohne, dass die Browser mit entsprechenden Plugins ausgestattet sein müssen.
Microsoft ist zwar schon seit einiger Zeit Mitglied in der Gruppe des World Wide Web Consortiums (W3C), in der die Spezifikationen für WebRTC festgeschrieben werden, doch war man mit der Ankündigung einer aktiven Unterstützung in den eigenen Produkten bisher eher zurückhaltend. Denn vor noch nicht allzulanger Zeit hat der Konzern 8,5 Milliarden Dollar in die Übernahme der VoIP-Anwendung Skype investiert. Wenn dessen Funktionalität direkt in den Browser wandert, dürfte die Bedeutung der aktuell noch recht populären Anwendung recht schnell schwinden. Doch dürfte man in Redmond eingesehen haben, dass man sich ohnehin nicht mehr gegen die Entwicklung stellen kann - also wird man zumindest versuchen, diese von Innen her zu beeinflussen. Infografik: WebRTC Reality Check
Die Zukunft bei Microsoft wird daher nun wohl eher so aussehen, dass man Skype mit der WebRTC-Funktionalität des Browsers verzahnt. So spricht man seitens des Unternehmens bereits davon, dass die Anwender zukünftig Skype-Verbindungen ohne Plugin direkt aus dem Browser heraus starten können.
Ein weiterer Punkt, der einer industrieweiten Klärung bedarf, liegt in den Codecs, die für Bild- und Ton-Übertragungen eingesetzt werden. Mozilla würde es beispielsweise am liebsten sehen, wenn komplett freie Formate zum Einsatz kommen, da man seinen Open Source-Browser ungern mit Codecs kombinieren will, die auf einem Patent-Pool basieren - wie es bei dem verbreiteten H.264 der Fall ist. Genau dieser stellt für Microsoft allerdings die Wahl dar. Hinzu kommen nach Angaben des Unternehmens Opus, G.722, und G.711 als bevorzugte Formate für das Audio-Signal.
Die Technologie ermöglicht verschiedene Messaging-Funktionen, wie der Übertragung von Ton- und Video-Streams sowie der Übertragung von Dateien. Entwickler von Web-Anwendungen können so entsprechende Funktionen direkt in ihre Produkte integrieren, ohne, dass die Browser mit entsprechenden Plugins ausgestattet sein müssen.
Microsoft ist zwar schon seit einiger Zeit Mitglied in der Gruppe des World Wide Web Consortiums (W3C), in der die Spezifikationen für WebRTC festgeschrieben werden, doch war man mit der Ankündigung einer aktiven Unterstützung in den eigenen Produkten bisher eher zurückhaltend. Denn vor noch nicht allzulanger Zeit hat der Konzern 8,5 Milliarden Dollar in die Übernahme der VoIP-Anwendung Skype investiert. Wenn dessen Funktionalität direkt in den Browser wandert, dürfte die Bedeutung der aktuell noch recht populären Anwendung recht schnell schwinden. Doch dürfte man in Redmond eingesehen haben, dass man sich ohnehin nicht mehr gegen die Entwicklung stellen kann - also wird man zumindest versuchen, diese von Innen her zu beeinflussen. Infografik: WebRTC Reality Check
Die Zukunft bei Microsoft wird daher nun wohl eher so aussehen, dass man Skype mit der WebRTC-Funktionalität des Browsers verzahnt. So spricht man seitens des Unternehmens bereits davon, dass die Anwender zukünftig Skype-Verbindungen ohne Plugin direkt aus dem Browser heraus starten können.
Ein weiterer Punkt, der einer industrieweiten Klärung bedarf, liegt in den Codecs, die für Bild- und Ton-Übertragungen eingesetzt werden. Mozilla würde es beispielsweise am liebsten sehen, wenn komplett freie Formate zum Einsatz kommen, da man seinen Open Source-Browser ungern mit Codecs kombinieren will, die auf einem Patent-Pool basieren - wie es bei dem verbreiteten H.264 der Fall ist. Genau dieser stellt für Microsoft allerdings die Wahl dar. Hinzu kommen nach Angaben des Unternehmens Opus, G.722, und G.711 als bevorzugte Formate für das Audio-Signal.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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