Microsoft rät Windows 10-Nutzern zur Entsorgung ihres alten PC
Soll man funktionierende Windows 10-PCs wirklich entsorgen? Microsoft empfiehlt genau das zum Supportende 2025. Es gibt aber Alternativen, die deutlich günstiger sind und eure Hardware noch jahrelang sicher halten.
Jetzt wird der Ton in den Tipps zum Wechsel auf das neue Betriebssystem allerdings etwas rauer - und auch nicht unbedingt objektiv. Wie Günter Born entdeckt hat, macht der Konzern jetzt ganz unverblümt Werbung dafür, seinen alten Windows 10-PC zu recyceln.
Dass Microsoft das Ende des Supports aktiv kommuniziert, ist wenig überraschend, auch wenn sich der Konzern entschieden hat, Endverbrauchern einen verlängerten Support für Windows 10 zu verkaufen. Verdienen werden sie also in jedem Fall - außer, jemand kommt auf die Idee, seinen alten PC weiterzunutzen und von Windows auf Linux oder Google ChromeOS umzusteigen.
Doch der Ton, mit dem der Konzern das Thema jetzt adressiert, sorgt für Diskussionen. In einem Blogeintrag mit dem Titel "Your Windows 10 end of support checklist" ("Ihre Checkliste für das Ende des Supports von Windows 10") rät Microsoft jetzt dazu, alte Geräte "verantwortungsvoll zu recyceln" - oder sie gegen einen neuen, sichereren Windows 11-PC einzutauschen.
Kritiker sehen in dieser Botschaft ein problematisches Signal. Denn: Viele Rechner, die Windows 10 derzeit zuverlässig ausführen, erfüllen nur nicht die technischen Anforderungen für Windows 11. Vor allem der Zwang zu TPM 2.0 und neueren Prozessoren grenzt Millionen Geräte aus - obwohl sie technisch weiterhin problemlos funktionieren. Laut Schätzungen könnten weltweit mehr als 250 Millionen Computer betroffen sein, die nun entweder mit einer Supportlücke leben oder vorzeitig ersetzt werden müssten.
Auch der Drittanbieter ACROS Security bietet mit dem Dienst "0patch" eine Möglichkeit, ältere Systeme weiter abzusichern. Für rund 20 Euro im Jahr und pro Gerät sollen Nutzer damit bis 2030 mit kritischen Sicherheitspatches versorgt werden.
Was haltet ihr von Microsofts Empfehlung, ältere PCs zu entsorgen? Werdet ihr auf Windows 11 umsteigen, eine der Supportverlängerungen nutzen oder vielleicht sogar zu Linux wechseln? Teilt eure Pläne für die Zeit nach dem Windows 10-Supportende in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Microsoft bereitet auf Supportende vor
Ab dem 14. Oktober 2025 wird Microsoft keine kostenlosen Updates und Sicherheitspatches mehr für das Betriebssystem bereitstellen. Das Supportende für Windows 10 rückt immer näher - seit vielen Monaten laufen daher von Microsoft die Kampagnen, die für einen Wechsel zu Windows 11 werben.Jetzt wird der Ton in den Tipps zum Wechsel auf das neue Betriebssystem allerdings etwas rauer - und auch nicht unbedingt objektiv. Wie Günter Born entdeckt hat, macht der Konzern jetzt ganz unverblümt Werbung dafür, seinen alten Windows 10-PC zu recyceln.
Wenn es an der Zeit ist, sich von Ihrem alten Gerät zu verabschieden, stellen Sie sicher, dass Sie es verantwortungsbewusst recyceln. Verringern Sie die Umweltbelastung am Ende des Lebenszyklus Ihres Geräts, indem Sie Ihren alten PC zum verantwortungsvollen Recycling einschicken oder ihn gegen Geld eintauschen, das Sie für einen schnelleren, sichereren, neuen Windows 11-PC verwenden können.
Digitaler Neustart - oder Elektroschrott?
Nutzer werden außerdem auch per E-Mail auf das Enddatum hingewiesen. Die Benachrichtigungen enthalten auch dort eine klare Botschaft: Wechselt zu Windows 11 oder kauft gleich einen neuen Computer mit dem neuen OS.Dass Microsoft das Ende des Supports aktiv kommuniziert, ist wenig überraschend, auch wenn sich der Konzern entschieden hat, Endverbrauchern einen verlängerten Support für Windows 10 zu verkaufen. Verdienen werden sie also in jedem Fall - außer, jemand kommt auf die Idee, seinen alten PC weiterzunutzen und von Windows auf Linux oder Google ChromeOS umzusteigen.
Doch der Ton, mit dem der Konzern das Thema jetzt adressiert, sorgt für Diskussionen. In einem Blogeintrag mit dem Titel "Your Windows 10 end of support checklist" ("Ihre Checkliste für das Ende des Supports von Windows 10") rät Microsoft jetzt dazu, alte Geräte "verantwortungsvoll zu recyceln" - oder sie gegen einen neuen, sichereren Windows 11-PC einzutauschen.
| Vor- und Nachteile verschiedener Betriebssystem-Alternativen | ||
|---|---|---|
| Option | Vorteile | Nachteile |
| Windows 10 | Vertraute Umgebung, Unterstützung bis 2025 | Kostenpflichtige Updates nach Supportende |
| Linux (Ubuntu, Mint) | Sicherheit, Datenschutz, kostenlos | Eingewöhnung nötig, eingeschränkte Softwarekompatibilität |
| Zorin OS | Ähnlich wie Windows, einfach zu bedienen | Weniger bekannt als andere Linux-Distributionen |
| ChromeOS Flex | Schnell und ressourcenschonend | Abhängigkeit von Google-Diensten |
Kritiker sehen in dieser Botschaft ein problematisches Signal. Denn: Viele Rechner, die Windows 10 derzeit zuverlässig ausführen, erfüllen nur nicht die technischen Anforderungen für Windows 11. Vor allem der Zwang zu TPM 2.0 und neueren Prozessoren grenzt Millionen Geräte aus - obwohl sie technisch weiterhin problemlos funktionieren. Laut Schätzungen könnten weltweit mehr als 250 Millionen Computer betroffen sein, die nun entweder mit einer Supportlücke leben oder vorzeitig ersetzt werden müssten.
Was tun mit Altgeräten?
Ganz so alternativlos, wie es Microsoft erscheinen lässt, ist die Situation allerdings nicht. Der Konzern selbst bietet für Unternehmen - und erstmals auch für Privatanwender - die kostenpflichtige Supportverlängerung an, womit sich die Update-Versorgung sichern lässt. Erwähnt wird diese Option in den E-Mails oder in der Check-Liste zum Umstieg jedoch nicht.Auch der Drittanbieter ACROS Security bietet mit dem Dienst "0patch" eine Möglichkeit, ältere Systeme weiter abzusichern. Für rund 20 Euro im Jahr und pro Gerät sollen Nutzer damit bis 2030 mit kritischen Sicherheitspatches versorgt werden.
Ein Ende mit Ansage
Das Aus für Windows 10 ist nicht nur ein technischer, sondern auch ein symbolischer Einschnitt. Ursprünglich als "letztes Windows" angekündigt, sollte das System kontinuierlich weiterentwickelt werden - eine Art digitales Betriebssystem auf Lebenszeit. Doch mit der Vorstellung von Windows 11 im Herbst 2021 schlug Microsoft eine neue Richtung ein. Die Vorstellung eines "Evergreen"-Windows wich einer neuen Produktgeneration - mit neuem Design, neuen Anforderungen und neuer Strategie.Was haltet ihr von Microsofts Empfehlung, ältere PCs zu entsorgen? Werdet ihr auf Windows 11 umsteigen, eine der Supportverlängerungen nutzen oder vielleicht sogar zu Linux wechseln? Teilt eure Pläne für die Zeit nach dem Windows 10-Supportende in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Microsoft beendet Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025
- Nutzer werden per E-Mail zum Wechsel auf Windows 11 aufgefordert
- Microsoft empfiehlt Entsorgung alter Geräte für neue Windows 11 PCs
- Kritik an Empfehlung wegen möglicher Entstehung von Elektroschrott
- Alternativen: kostenpflichtige Supportverlängerung oder Linux-Installation
- Windows 10 erreichte über eine Milliarde aktive Geräte seit 2015
- Strenge Hardwareanforderungen von Windows 11 als Hürde für Nutzer
Siehe auch:
- Beta-Kanal für Windows 10: Neue Features kurz vor Support-Ende
- Windows 10 21H1: Sicherheitsupdate für Beta- und Release-Ring ist da
- Windows 10 21H1: Neues Beta-Update löst mehr als 50 Probleme
- Windows 10: Microsoft schickt 21H1-Update in die Beta-Tests
- Microsoft veröffentlicht erste Windows 10 20H2 Vorschau im Beta-Kanal
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