Aus für WMIC: Microsoft killt Windows-Tool nach 25 Jahren endgültig

Nach rund 25 Jahren im Betriebssystem sortiert Microsoft WMIC unter Windows 11 endgültig aus. Das aktuelle optionale Update KB5120998 entfernt das Tool restlos und zwingt Anwender zum Umstieg auf modernere Alternativen.
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WinFuture/KI-generiert

WMIC aus Windows 11 entfernt

Schon Anfang 2024 hatte Microsoft einen ersten Zeitplan für die Abschaffung von WMIC bestätigt. Zwar verschob man das Ende der Windows-Management-Instrumentation-Commandline noch einmal, doch mit dem aktuellen optionalen Update KB5120998 entfernt der Entwickler das Werkzeug jetzt endgültig aus Windows 11. Die Änderung wird demnach spätestens auch im nächsten Feature-Update enthalten sein und betrifft die Versionen 24H2 sowie 25H2. Sie zwingt Nutzer dazu, sich nach zeitgemäßen Alternativen umzusehen.

WMIC feierte seine Premiere im Jahr 2001 mit der Veröffentlichung von Windows XP. Über zwei Jahrzehnte lang half es Administratoren und technikaffinen Nutzern dabei, Hardware-Informationen wie Mainboard-Modelle, Laufwerksdaten oder Produktschlüssel unkompliziert auszulesen. Die schrittweise Ausmusterung begann bereits im Jahr 2021 unter Windows 10. Zu jenem Zeitpunkt stufte das Unternehmen das Programm offiziell als veraltet ein. Wer sein Windows-11-System jetzt auf den neuesten Stand bringt, verliert den direkten Zugriff auf das Programm wmic.exe.


Folgendes funktioniert in Zukunft nicht mehr

Wie die Patchnotes für KB5120998 verraten, verschwindet lediglich die Kommandozeilen-Schnittstelle. Die zugrunde liegende Architektur WMI bleibt vollständig erhalten. Programme, die über aktuelle Schnittstellen auf Systemdaten zugreifen, funktionieren weiterhin problemlos. Automatisierungen, die die wmic.exe direkt startet, laufen hingegen ins Leere:

  • Batch-Dateien, die "wmic" oder "wmic.exe" enthalten
  • PowerShell-Skripte, die WMIC als externen Prozess aufrufen
  • Geplante Aufgaben und Anmeldeskripte
  • Software-Installationsprogramme und Bereitstellungspakete
  • Agenten für die Endpunktverwaltung und -überwachung
  • Skripte zur Bestandsaufnahme von Assets, die Daten zu BIOS, Betriebssystem, Prozessor, Festplatte oder Seriennummer erfassen
  • Skripte, die WMIC zum Starten, Anhalten, Beenden oder Überprüfen von Prozessen und Diensten verwenden

Ein wesentlicher Grund für die Entfernung ist die allgemeine Systemsicherheit. Veraltete Verwaltungswerkzeuge werden häufig von Angreifern missbraucht, um Schadcode unauffällig im System auszuführen. Durch die dauerhafte Löschung verkleinert sich die Angriffsfläche des Betriebssystems. Wer das Werkzeug noch zwingend benötigte, konnte es unter Windows 11 25H2 bisher noch als optionale Funktion über die Einstellungen nachinstallieren. Nach dem jetzigen Update ist jedoch auch das nicht mehr möglich.

Abhängigkeiten finden und Alternativen nutzen

Um Abhängigkeiten aufzudecken, sollten Dateifreigaben und Quell-Repositorys nach "wmic", "wmic.exe" und gängigen Befehlsaufrufmustern wie "Start-Process", "cmd.exe /c" oder einer API zum Starten von Prozessen im Zusammenhang mit WMIC durchsucht werden. Zudem lohnt sich das Überprüfen von geplanten Aufgaben, Startskripten, Anmeldeskripten und Skripten zur Gruppenrichtlinienbereitstellung, Endpunktmanagement-Paketen, Software-Installationsprogrammen, Korrekturskripten und Konfigurationen von Überwachungsagenten. Entwickler und Systembetreuer sollten ihre Routinen dann auf PowerShell umstellen.

Der direkte Wechsel zu PowerShell bietet Anwendern mehr Sicherheit, eine teils bessere Leistung bei Abfragen und standardisierte Datenformate. Auch wenn die Umstellung für langjährige Nutzer eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert, ist der Schritt aus technischer Sicht sinnvoll. Wie bereits erwähnt birgt das Festhalten an veralteten Werkzeugen langfristig deutlich mehr Risiken als Vorteile.

Nutzt ihr WMIC noch oder seid ihr längst auf PowerShell oder weitere Alternativen umgestiegen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft entfernt WMIC mit dem optionalen Update KB5120998 endgültig
  • Die Änderung betrifft die Windows-11-Versionen 24H2 sowie 25H2 direkt
  • Nur das Tool verschwindet, während WMI im System aktiv bleibt
  • Skripte und Batch-Dateien mit wmic-Aufrufen funktionieren nun nicht mehr
  • Der Hauptgrund für das endgültige Aus ist die allgemeine Systemsicherheit
  • Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Wechsel zu PowerShell

Siehe auch:


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