Ist Windows oder MacOS sicherer? Studie liefert überdeutliche Antwort

Eine aktuelle Untersuchung offenbart gravierende Unterschiede bei der Sicherheit von Windows und MacOS. Während das Be­triebs­sys­tem von Microsoft fast sechsmal häufiger von Schadsoftware befallen wird, tappen Apple-Nutzer in eine ganz andere Falle.
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WinFuture/KI-generiert

Gefahr für Microsoft-Nutzer

Seit Ewigkeiten herrscht eine gewisse Rivalität zwischen PC- und Mac-Besitzern. Dabei wird von vielen Apple-Nutzern oft die angeblich höhere Sicherheit von MacOS gegenüber Windows hervorgehoben. Laut Microsoft habe das aber vor allem mit EU-Vorschriften zu tun. Dennoch geben selbst einige Microsoft-Manager offen zu, die Arbeit auf einem Mac zu bevorzugen. Eine neue Untersuchung hat sich jetzt der Frage der Bedrohung durch Malware auf beiden Systemen gewidmet und ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 analysierte Surfshark über 390.000 Vorfälle mit Schadprogrammen. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen den beiden dominierenden Betriebssystemen. Systeme mit Windows sind demnach rund sechsmal häufiger von bösartiger Software betroffen als Rechner mit MacOS. Das Risiko für Anwender des Microsoft-Betriebssystems fällt damit erheblich höher aus.


Unterschiedliche Angriffswege

Die Auswertung verdeutlicht unter anderem, dass die weite Verbreitung von Windows das Betriebssystem zum primären Ziel für Cyberkriminelle macht. Historisch bedingt existiert für die Plattform ein riesiger Markt an Hacking-Tools. Obwohl die Nutzerbasis der untersuchten Windows-Rechner bei 66 Prozent lag, entfielen 92 Prozent aller erfassten Bedrohungen auf sie. Bei MacOS verhielt es sich umgekehrt. Die Apple-Plattform machte 34 Prozent der Nutzerschaft aus, verzeichnete jedoch lediglich acht Prozent der Angriffe.

Wie Surfshark schreibt, dominieren auf Windows vor allem Trojaner. Sie machten 46 Prozent der Funde aus. Trojaner tarnen sich als nützliche Programme, führen im Hintergrund jedoch unbemerkt schädliche Aktionen aus. Auf MacOS lag der Anteil der Bedrohungsart bei 25 Prozent. Surfshark: Malware-Bedrohung unter Windows und MacOSDie Angriffe unterscheiden sich je nach Betriebssystem in ihrer relativen Häufigkeit Neben klassischen Viren, die sich selbstständig in Anwendungen einnisten, stellt Riskware auf beiden Systemen eine Gefahr dar. Dabei handelt es sich oft um legitime Software wie Fernwartungstools oder Passwortmanager, die von Angreifern für ihre Zwecke missbraucht werden. Administratoren nutzen solche Werkzeuge etwa zur Systempflege, weshalb Sicherheitssoftware sie nicht immer blockiert. Riskware war für 19 Prozent der Windows-Funde und 17 Prozent der MacOS-Funde verantwortlich.

Der Mensch als große Schwachstelle

Trotz der geringeren Anzahl an klassischen Viren sollten sich Apple-Anwender nicht in falscher Sicherheit wiegen. Die Daten zeigen, dass Phishing auf MacOS ein ernsthaftes Problem darstellt. Während die Betrugsmasche auf Windows nur drei Prozent der Fälle ausmachte, belegte sie auf MacOS mit 15 Prozent den dritten Platz der häufigsten Bedrohungen. Oft fälschen Kriminelle etwa gezielt die Login-Seiten der iCloud, um Apple-IDs abzugreifen.

Da das Apple-Betriebssystem im Vergleich zu Windows technisch stark abgeriegelt ist, greifen Angreifer verstärkt den Menschen vor dem Bildschirm an. Die Annahme, ein Mac sei von Natur aus sicher, führt oft zu einer geringeren Wachsamkeit gegenüber betrügerischen Nachrichten, weshalb Phishing hier womöglich besonders häufig funktioniert.

Schutzmaßnahmen im Alltag

Ein wachsames Auge beim Öffnen von Anhängen bleibt auf allen Plattformen unerlässlich. Die Experten von Surfshark raten dazu, Betriebssysteme stets auf dem neuesten Stand zu halten. Updates schließen bekannte Sicherheitslücken oft schon kurz nach ihrem Bekanntwerden. Zudem sollte Software möglichst aus den offiziellen App-Stores von Microsoft und Apple oder direkt von den verifizierten Webseiten der jeweiligen Entwickler bezogen werden.

Die Untersuchung verdeutlicht, dass technische Hürden allein keinen vollständigen Schutz bieten. Wenn Kriminelle auf psychologische Manipulation durch Social Engineering setzen, wird der Nutzer selbst zur größten Schwachstelle.

Welches Betriebssystem nutzt ihr im Alltag und wie schützt ihr euch vor digitalen Bedrohungen? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne mit uns unten in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Eine Analyse von Surfshark zeigt ein höheres Malwarerisiko für Windows
  • Windows-Rechner sind sechsmal häufiger von Schadsoftware betroffen
  • Trojaner dominieren auf Windows-Systemen mit 46 Prozent der Funde
  • Phishing stellt dagegen auf MacOS ein weitaus größeres Problem dar
  • Experten raten zu regelmäßigen Updates und Software aus App-Stores

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