Daran arbeitet Microsoft jetzt:
Windows 10 erhält optionales Update

Microsoft hat die Vorschau auf das optionale April-Update für Windows 10 veröffentlicht. Es trägt die Kennung KB5055612 und hebt die Buildnummer auf 19045.5794. Zwar bleibt eine Feature-Offensive aus, dennoch bringt das Update Verbesserungen.
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Kleines Wartungsupdate ohne neue Feature

Dieses Mal handelt es sich allem Anschein nach nur um ein Wartungsupdate. Laut dem Eintrag im Windows-Blog beinhaltet das Update lediglich zwei Fehler­be­he­bungen beziehungsweise Verbesserungen. Ungewöhnlich ist das nicht - zum einen gibt es durch die Osterfeiertage in diesem Monat wieder ein eingeschränktes Entwickler-Team, zum anderen wird Windows 10 nicht aktiv weiterentwickelt.

Mit dem Update KB5055612 wird nun unter anderem ein Problem im Windows Subsystem für Linux 2 (WSL2) behoben: Die Groß- und Kleinschreibung wurde bei der Prüfung auf GPU-Paravirtualisierung bislang nicht korrekt berücksichtigt. Dies konnte dazu führen, dass die GPU-Unterstützung fälschlicherweise als nicht verfügbar eingestuft wurde. Mit dem neuen Patch wurde dieser Fehler beseitigt.


Verbesserte Sicherheit

Zudem hat Microsoft die Windows Kernel Vulnerable Driver Blocklist (DriverSiPolicy.p7b) aktualisiert. Die Liste wurde um weitere Treiber ergänzt, die bekannte Sicherheitslücken aufweisen und potenziell in sogenannten BYOVD-Angriffen (Bring Your Own Vulnerable Driver) missbraucht werden könnten. Damit verbessert Microsoft erneut den Schutz vor gezielten Angriffen auf Windows-Systeme über schwach abgesicherte Treiber.

Das Update KB5055612 ist derzeit im Release Preview Channel von Windows Update verfügbar. Für alle anderen Nutzer dürfte die Verteilung am vierten Dienstag im April erfolgen - wie üblich startet das Update dann im Mai zum Patch-Day für alle Nutzer in der automatischen Verteilung über die Windows-Update-Funktion.

Auch wenn Windows 10 keine großen Innovationen mehr erfährt, bleibt es weiterhin im Einsatz: Laut aktuellen Erhebungen läuft das Betriebssystem noch auf über 65 Prozent aller Windows-PCs weltweit. Das endgültige Support-Ende naht jedoch, es ist für Oktober 2025 angekündigt. Bis dahin wird Microsoft noch monatliche Sicherheits- und Qualitätsupdates bereitstellen - allerdings immer seltener mit größeren Neuerungen.

Alle bekannten Änderungen in der Übersicht

  • Bei der Prüfung auf GPU-Paravirtualisierung wurde in Windows Subsystem für Linux 2 (WSL2) die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt. Dieses Problem konnte möglicherweise dazu führen, dass die GPU-Paravirtualisierungsunterstützung fehlschlug.
  • Updates für die Windows Kernel Vulnerable Driver Blocklist (DriverSiPolicy.p7b). Es wurden Ergänzungen zur Blockliste von Treibern mit Sicherheitsschwachstellen vorgenommen, die in BYOVD-Angriffen (Bring Your Own Vulnerable Driver) verwendet wurden.

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Was sind Patch-Day Updates?
Patch-Day Updates sind die wichtigsten Windows-Updates. Sie erscheinen jeden zweiten Dienstag im Monat und werden auch "Patch Tuesday" genannt. Diese Updates enthalten kritische Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen für Ihr Windows-System.

Diese Updates sollten Sie unbedingt installieren, da sie Ihr System vor aktuellen Sicherheitslücken schützen. Sie werden automatisch heruntergeladen und zur Installation angeboten. Eine Verschiebung sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Was sind optionale Updates?
Optionale Updates unterscheiden sich grundlegend von Patch-Day Updates. Sie enthalten keine sicherheitskritischen Änderungen, sondern Verbesserungen wie neue Treiber, Funktionsupdates oder Optimierungen für bestimmte Hardware.

Diese Updates werden nicht automatisch installiert, und Sie können selbst entscheiden, ob Sie sie benötigen. Sie erscheinen in Windows Update in einem separaten Bereich für optionale Updates und können jederzeit installiert oder ignoriert werden.
Was sind Vorschau-Updates?
Vorschau-Updates sind Testversionen zukünftiger Patch-Day Updates. Microsoft stellt diese vorab bereit, damit interessierte Nutzer neue Funktionen testen und mögliche Probleme gemeldet werden können. Sie erscheinen meist einige Wochen vor dem regulären Patch-Day.

Diese Updates können noch Fehler enthalten und sind explizit nicht für normale Anwender gedacht. Sie sollten sie nur installieren, wenn Sie bewusst am Windows-Insider-Programm teilnehmen oder neue Funktionen vorab testen möchten.
Wann sollte ich updaten?
Die Dringlichkeit hängt vom Update-Typ ab. Patch-Day Updates sollten Sie zeitnah installieren, idealerweise innerhalb einer Woche nach der Veröffentlichung.

Bei optionalen Updates können Sie sich Zeit lassen und diese installieren, wenn Sie konkrete Verbesserungen benötigen. Vorschau-Updates sind optional und sollten im normalen Alltag nicht installiert werden.
Zusammenfassung
  • Microsoft veröffentlicht optionales April-Update für Windows 10 22H2
  • Update KB5055612 enthält vor allem Fehlerbehebungen und Verbesserungen
  • Problem mit Groß-/Kleinschreibung bei GPU-Paravirtualisierung in WSL2 gelöst
  • Windows Kernel Vulnerable Driver Blocklist wurde aktualisiert und erweitert
  • Verteilung des Updates für alle Nutzer startet voraussichtlich Ende April
  • Windows 10 läuft noch auf über 65 Prozent aller Windows-PCs weltweit
  • Support-Ende für Windows 10 ist für Oktober 2025 angekündigt

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