Microsoft ist dank Windows 11-Änderungen zu 100 Prozent EU-konform
Vergangene Woche lief die Frist der EU aus, bis zu dieser die sogenannten Gatekeeper ihre Dienste für Konkurrenten öffnen müssen. Bei manchen wie Apple lief und läuft das mit Hindernissen über die Bühne, Microsoft hingegen hat vorbildlich alle EU-Vorgaben umgesetzt.
Den sechs Gatekeepern blieb nichts anderes übrig, als sich den EU-Bestimmungen zu beugen, beim Wie gab es aber einigermaßen große Unterschiede. So steht Apple in der Kritik von Konkurrenten, dass man mit allen Tricks arbeitet, um zwar dem Gesetzestext der EU zu entsprechen, aber dennoch möglichst wenig bis nichts ändern zu müssen.
Microsoft hingegen hat die Wünsche bzw. Vorgaben der EU ohne Proteste und Tricks umgesetzt: Wie bereits gestern berichtet, gehört dazu die Möglichkeit zur Deinstallation von Microsoft Edge, zur Deaktivierung von Bing in der Windows-Suche und zum Abschalten des Microsoft News Feeds und der Werbung im Widgets Board von Windows 11. Auch die Nutzung von Drittanbieter-Apps ist nun ohne Datenerfassung möglich, damit soll sichergestellt werden, dass Microsoft keine Vorteile beim Wettbewerb hat.
Außerdem kann man OneDrive auf Windows 11 nun abschalten und sogar komplett deinstallieren. Das war zwar schon vorher möglich, im Zuge der DMA-Änderungen hat Microsoft das aber explizit klargestellt.
Schließlich hat Microsoft auch noch Änderungen in Bezug auf die API von LinkedIn durchgeführt, auch das war ein Schritt in Richtung der Erfüllung der DMA-Richtlinien. Und so kann und muss man feststellen, dass Microsoft mit seinen Änderungen nun zu 100 Prozent EU-konform ist (via Windows Central).
Siehe auch:
Sechs Gatekeeper: Apple, Amazon, Microsoft, Google etc.
Das Gesetz über digitale Märkte alias Digital Markets Act (DMS) hat in den vergangenen Monaten bei sechs großen IT-Unternehmen für Aufregung und Arbeit gesorgt. Denn die Europäische Union hat Apple, Amazon, Microsoft, Google/Alphabet, Facebook/Meta und die TikTok-Mutter ByteDance als Gatekeeper eingestuft. Das sind vereinfacht gesagt Plattformen, die eine beherrschende Stellung einnehmen, aber in ihrer bisherigen Form nicht offen genug gegenüber Konkurrenten sind.Den sechs Gatekeepern blieb nichts anderes übrig, als sich den EU-Bestimmungen zu beugen, beim Wie gab es aber einigermaßen große Unterschiede. So steht Apple in der Kritik von Konkurrenten, dass man mit allen Tricks arbeitet, um zwar dem Gesetzestext der EU zu entsprechen, aber dennoch möglichst wenig bis nichts ändern zu müssen.
Microsoft hingegen hat die Wünsche bzw. Vorgaben der EU ohne Proteste und Tricks umgesetzt: Wie bereits gestern berichtet, gehört dazu die Möglichkeit zur Deinstallation von Microsoft Edge, zur Deaktivierung von Bing in der Windows-Suche und zum Abschalten des Microsoft News Feeds und der Werbung im Widgets Board von Windows 11. Auch die Nutzung von Drittanbieter-Apps ist nun ohne Datenerfassung möglich, damit soll sichergestellt werden, dass Microsoft keine Vorteile beim Wettbewerb hat.
Außerdem kann man OneDrive auf Windows 11 nun abschalten und sogar komplett deinstallieren. Das war zwar schon vorher möglich, im Zuge der DMA-Änderungen hat Microsoft das aber explizit klargestellt.
Schließlich hat Microsoft auch noch Änderungen in Bezug auf die API von LinkedIn durchgeführt, auch das war ein Schritt in Richtung der Erfüllung der DMA-Richtlinien. Und so kann und muss man feststellen, dass Microsoft mit seinen Änderungen nun zu 100 Prozent EU-konform ist (via Windows Central).
Zusammenfassung
- EU-Frist für Gatekeeper endete letzte Woche
- Apple bei Öffnung für Konkurrenz kritisiert
- Microsoft setzt EU-Vorgaben vorbildlich um
- Deinstallation von Edge und Bing-Anpassungen möglich
- OneDrive kann auf Windows 11 entfernt werden
- LinkedIn-API wurde den DMA-Richtlinien angepasst
- Microsoft nun vollständig EU-konform
Siehe auch:
- Im Dunstkreis Microsofts: Ex-Activision-Chef will jetzt TikTok kaufen
- Microsoft: Diese Änderungen wurden für europäische Nutzer umgesetzt
- Microsoft 365-Roadmap: Daran arbeitet Microsoft für Outlook und Teams
- Microsoft nervt mit Werbung per QR-Code am Windows-Sperrbildschirm
- Neues Windows 11-Update: Microsoft verbessert Copilot-Tool
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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