Im Dunstkreis Microsofts: Ex-Activision-Chef will jetzt TikTok kaufen
Das Schicksal geht zuweilen seltsam verschlungene Wege: Nach der Übernahme Activision Blizzards durch Microsoft hat sich dessen damaliger Chef Bobby Kotick verabschiedet. Nun bringt er sich als möglichen Käufer einer Plattform ins Gespräch, die auch Microsoft schon kaufen wollte.
Denn TikTok befindet sich nach wie vor im Besitz des chinesischen Mutterkonzerns ByteDance. Und das hat verschiedene Folgen. So besteht die Möglichkeit, dass die Daten über die zahlreichen Nutzer - Privatleute und Unternehmen - durch chinesische Staatsorgane ausgewertet werden.
Zudem entpuppt sich TikTok zunehmend als wirksames Propaganda-Instrument autoritärer und undemokratischer politischer Strömungen, an deren Eindämmung China im Vorfeld zahlreicher wichtiger Wahlen in den westlichen Ländern kein Interesse hat. Erneut wird daher im US-Repräsentantenhaus diskutiert, ob TikTok verboten wird. Die Alternative zur Weiterführung der Plattform bestünde darin, dass sie an einen westlichen Investor verkauft wird, wodurch sichergestellt werden könnte, dass die hiesigen Gesetzgebungen zum Tragen kommen.
Die erneute Debatte um die Zukunft der Plattform im Westen bringt nun also Kotick auf den Plan. Dieser schied zwar mit einem goldenen Fallschirm aus seinem Amt aus, nachdem Microsoft Activision Blizzard übernommen hatte, doch dürfte sein Vermögen kaum für den Kauf des Netzwerkes reichen. Daher müsste er weitere Partner an Bord holen. Microsoft-Partner Altman wäre mit OpenAI dabei durchaus eine logische Option - da dieser sowohl über die finanziellen Mittel verfügt, als auch über KI-Technologien, die ein entscheidender Bestandteil des TikTok-Konzeptes sind.
Siehe auch:
Auf Tuchfühlung
Kotick äußerte die Idee bei einem Abendessen auf einer Allen & Co. Konferenz, als er mit einer Gruppe potenzieller Partner, darunter OpenAI-CEO Sam Altman, im Gespräch war, berichtet das Wall Street Journal. Demnach trage er sich mit dem Gedanken, die populäre Social-Media-Plattform TikTok zu kaufen, die einmal mehr in den Fokus von Regulierungsbehörden und Gesetzgebern geraten ist.Denn TikTok befindet sich nach wie vor im Besitz des chinesischen Mutterkonzerns ByteDance. Und das hat verschiedene Folgen. So besteht die Möglichkeit, dass die Daten über die zahlreichen Nutzer - Privatleute und Unternehmen - durch chinesische Staatsorgane ausgewertet werden.
Zudem entpuppt sich TikTok zunehmend als wirksames Propaganda-Instrument autoritärer und undemokratischer politischer Strömungen, an deren Eindämmung China im Vorfeld zahlreicher wichtiger Wahlen in den westlichen Ländern kein Interesse hat. Erneut wird daher im US-Repräsentantenhaus diskutiert, ob TikTok verboten wird. Die Alternative zur Weiterführung der Plattform bestünde darin, dass sie an einen westlichen Investor verkauft wird, wodurch sichergestellt werden könnte, dass die hiesigen Gesetzgebungen zum Tragen kommen.
Alleingang kaum möglich
Als diese Debatte vor einiger Zeit schon einmal aufflammte, brachte sich Microsoft als potenzieller Käufer ins Gespräch. Daraus wurde am Ende aber nichts. Auch das US-Geschäft TikToks verblieb unter chinesischer Kontrolle, die US-Unternehmen Oracle und Walmart stiegen aber als Minderheits-Eigner ein.Die erneute Debatte um die Zukunft der Plattform im Westen bringt nun also Kotick auf den Plan. Dieser schied zwar mit einem goldenen Fallschirm aus seinem Amt aus, nachdem Microsoft Activision Blizzard übernommen hatte, doch dürfte sein Vermögen kaum für den Kauf des Netzwerkes reichen. Daher müsste er weitere Partner an Bord holen. Microsoft-Partner Altman wäre mit OpenAI dabei durchaus eine logische Option - da dieser sowohl über die finanziellen Mittel verfügt, als auch über KI-Technologien, die ein entscheidender Bestandteil des TikTok-Konzeptes sind.
Zusammenfassung
- Ex-Activision-Chef Kotick denkt über TikTok-Kauf nach
- Diskutierte Idee beim Dinner mit OpenAI-CEO Altman
- TikTok durch chinesische Kontrolle in der Kritik
- US-Repräsentantenhaus erwägt TikTok-Verbot
- Möglicher Verkauf an westliche Investoren diskutiert
- Microsoft scheiterte früher beim Versuch, TikTok zu kaufen
- Kotick benötigt Partner für die Finanzierung des Kaufs
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