Microsoft: Diese Änderungen wurden für europäische Nutzer umgesetzt
Microsoft hat in den letzten Monaten mehrere Änderungen an Windows 11 vorgenommen, die vor allem die Nutzer in Europa zu sehen bekommen. Damit hat das Unternehmen sein Betriebssystem an die jüngsten rechtlichen Vorgaben angepasst.
Zum Inkrafttreten des Gesetzes hat Microsoft nun noch einmal präzisiert, welche Änderungen in Windows 11 konkret vorgenommen wurden:
Damit trennen sich die Redmonder von einem weiteren Angriffspunkt für mögliche Kartellklagen. Denn den Nutzern der Windows-Plattform wurde auch OneDrive immer wieder gern als fester Bestandteil des Systems vorgesetzt und für die Buchung kostenpflichtiger Tarife geworben, während vergleichbare Angebote von Dritten keinen so leichten Zugang zu den Usern hatten.
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DMA in Action
In der EU ist inzwischen der Digital Markets Act (DMA) in Kraft getreten. Dieser soll zukünftig besser dafür sorgen, dass die großen Plattform-Betreiber die Kontrolle beispielsweise über ein Betriebssystem wie Windows nicht dazu missbrauchen, um anderen eigenen Angeboten Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.Zum Inkrafttreten des Gesetzes hat Microsoft nun noch einmal präzisiert, welche Änderungen in Windows 11 konkret vorgenommen wurden:
- Der Edge-Browser und die Bing-Web-Suchfunktion wurden so umgestaltet, dass Benutzer diese Anwendungen mit den standardmäßigen Windows-Mechanismen deinstallieren können, wenn sie dies wünschen.
- Microsoft hat Drittanbietern, die Websuchdienste über das Suchfeld in der Windows-Taskleiste anbieten wollen, ermöglicht, eine Suchergebnisseite auf die gleiche Weise wie Bing anzuzeigen, und entsprechende Anleitungen bereitgestellt. In ähnlicher Weise ermöglicht Windows Entwicklern die Erstellung von Newsfeeds von Drittanbietern im Windows Widgets-Panel in der gleichen Weise wie Microsoft Edge und hat ihnen entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt.
- Microsoft hat auch das Anmeldeverfahren in Windows geändert. Vor dem DMA meldete Windows die Benutzer automatisch bei anderen Microsoft-Produkten und -Diensten an, einschließlich Edge, Bing und dem "Start"-Service, der beispielsweise von den Nachrichten- und Wetter-Apps genutzt wird. Windows wird die Benutzer nicht mehr automatisch bei diesen Diensten anmelden.
Trennung von OneDrive
In dem entsprechenden Beitrag war eine Änderung bislang nicht enthalten, die Microsoft jetzt noch nachgeschoben hat: Es ist inzwischen auch möglich, den hauseigenen Cloud-Speicher OneDrive aus Windows zu entfernen. In Windows 11 können Anwender nun einfach in den App-Bereich der Systemeinstellungen gehen und dort OneDrive ebenso deinstallieren wie jede andere installierte Anwendung.Damit trennen sich die Redmonder von einem weiteren Angriffspunkt für mögliche Kartellklagen. Denn den Nutzern der Windows-Plattform wurde auch OneDrive immer wieder gern als fester Bestandteil des Systems vorgesetzt und für die Buchung kostenpflichtiger Tarife geworben, während vergleichbare Angebote von Dritten keinen so leichten Zugang zu den Usern hatten.
Zusammenfassung
- Microsoft passt Windows 11 an EU-Gesetz DMA an
- Edge-Browser und Bing-Suche können deinstalliert werden
- Drittanbieter dürfen Such- und Newsdienste einbinden
- Automatische Anmeldung bei MS-Diensten wurde entfernt
- OneDrive lässt sich nun wie andere Apps deinstallieren
- Änderungen sollen Wettbewerbsvorteile minimieren
- Anpassungen schützen vor möglichen Kartellklagen
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