Volle Windows-Funktionalität könnte künftig 16 GB RAM voraussetzen

Microsoft setzt derzeit alles auf die Karte KI und das betrifft auch Windows. Denn das Betriebssystem wird immer mehr in Richtung Copilot ausgebaut und das könnte auch erst der Anfang sein. Das könnte auch bei der Hardware Konsequenzen haben, konkret beim RAM.
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RAM kann man nie genug haben

Es gibt aktuell keine flächendeckende Analyse darüber, wie viel Arbeitsspeicher in den meisten Windows-Systemen weltweit zu finden sind, die vielleicht beste Annäherung kann man über die Hard- & Softwareumfrage von Steam erhalten - auch wenn Valves Distributionsnetzwerk für PC-Spiele nicht ganz repräsentativ für die Allgemeinheit ist, da hier in erster Linie Gamer-Systeme erfasst werden. Denn die sind natürlich deutlich besser als der durchschnittliche Desktop-PC oder Laptop.

Laut Steam hat etwa die Hälfte der Nutzer 16 GB Arbeitsspeicher, etwa ein Viertel kommt auf 32 Gigabyte und mehr. Doch ein beträchtlicher Teil hat weniger als 16 GB, ein knappes Viertel kommt derzeit mit unter 16 Gigabyte aus. Aber, wie erwähnt: Das sind Gamer-Zahlen, allgemein dürften es viel mehr sein, die weniger RAM im Rechner haben.


Die Nutzer mit wenig RAM könnten künftig Probleme bekommen, denn laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens TrendForce (via BetaNews) könnte Microsoft in absehbarer Zukunft das Minimum beim Arbeitsspeicher anheben - zumindest dann, wenn man KI-Anwendungen nutzen will.

Minimum für KI

"Microsoft hat den Basiswert für DRAM in KI-PCs auf 16 GB festgelegt", schreiben die Marktforscher in einem aktuellen Bericht. Langfristig geht TrendForce davon aus, "dass KI-PCs einen Anstieg der jährlichen Nachfrage nach PC-DRAM-Bits auslösen werden, wobei die Upgrade-Trends bei den Verbrauchern diese Nachfrage weiter ankurbeln werden."

Das Windows 11-Minimum liegt derzeit offiziell bei vier Gigabyte, dieser Wert ist seit Jahren unverändert. Die 16 GB für KI-Anwendungen bedeuten auch nicht automatisch, dass sich das bei künftigen Windows-Versionen entsprechend erhöhen wird, schließlich will der Redmonder Konzern auch Anwender mit schwachen Systemen abholen. Es ist aber denkbar und sogar wahrscheinlich, dass es hierbei so etwas wie zwei Mindestvoraussetzungen geben wird - einen Wert für reines Windows und einen für volle (KI-)Funktionalität.

Zusammenfassung
  • Microsoft fokussiert auf KI-Integration in Windows
  • KI-Ausbau könnte RAM-Anforderungen erhöhen
  • Steam-Umfrage zeigt Verteilung des Arbeitsspeichers
  • Viele Nutzer haben weniger als 16 GB RAM
  • TrendForce sieht Anstieg der RAM-Nachfrage durch KI
  • Windows-Minimum liegt aktuell bei 4 GB RAM
  • Zwei Mindeststandards für Windows denkbar

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