Großer "Piraterie-Filehoster" muss nach Durchsuchungen vom Netz
Seit Megaupload und Rapidshare findet ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Piraten und Rechteinhabern statt. Denn Filehoster werden regelmäßig zur Aufgabe gezwungen, dafür treten auch immer wieder Nachfolger auf den Plan. Nun waren die Jäger wieder erfolgreich.
Wie das bekannte Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, stand Uptobox schon länger im Visier der Piraterie-Jäger. Der vor zwölf Jahren gegründete Filehoster hat in der Szene zuletzt enorme Popularität genossen, alleine im April 2023 kam der Dienst auf 34 Millionen Visits - etwa ein Drittel davon stammte aus Frankreich. Dort gab es im vergangenen Mai eine ISP-seitige Blockade, der Dienst selbst operierte aber ungestört weiter - und half Nutzern stattdessen, wie man dies Sperre umgehen kann.
ACE hat mittlerweile auch bestätigt, dass man für das Vorgehen gegen Uptobox verantwortlich ist. Diese betonte, dass das keine (strafrechtliche) Polizeiaktion ist, sondern einen zivilrechtlichen Hintergrund bzw. auf einer entsprechenden Gerichtsentscheidung beruht. An der Durchsuchung sollen auch nur zwei uniformierte Beamte teilgenommen haben und nicht wie ursprünglich angenommen 20.
Siehe auch:
Uptobox ist - wohl final - down
Uptobox ist oder besser gesagt war ein in der heutigen Szene ein mehr als bekannter Name. Doch gestern Früh vermeldete der französische Filehoster "technische Probleme", die das Netzwerk des Dienstes "ernsthaft gestört" hätten. Mittlerweile ist aber klar, dass die Probleme weniger technischer als rechtlicher Natur sind.Wie das bekannte Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, stand Uptobox schon länger im Visier der Piraterie-Jäger. Der vor zwölf Jahren gegründete Filehoster hat in der Szene zuletzt enorme Popularität genossen, alleine im April 2023 kam der Dienst auf 34 Millionen Visits - etwa ein Drittel davon stammte aus Frankreich. Dort gab es im vergangenen Mai eine ISP-seitige Blockade, der Dienst selbst operierte aber ungestört weiter - und half Nutzern stattdessen, wie man dies Sperre umgehen kann.
ACE bestätigt Vorgehen
Kurz nach den aktuellen "technischen Problemen" stellte sich aber heraus, dass Polizeibeamte Durchsuchungen in Datenzentren, die in Verbindung mit Uptobox stehen, durchgeführt haben. Laut dem französischen Medium l'Informé wurden diese Aktionen von den weltweit größten Medienunternehmen veranlasst, darunter Columbia, Paramount, StudioCanal, Warner Bros, Disney, Apple und Amazon. Diese sind Mitglieder der Anti-Piraterie-Allianz ACE, der Alliance for Creativity and Entertainment.ACE hat mittlerweile auch bestätigt, dass man für das Vorgehen gegen Uptobox verantwortlich ist. Diese betonte, dass das keine (strafrechtliche) Polizeiaktion ist, sondern einen zivilrechtlichen Hintergrund bzw. auf einer entsprechenden Gerichtsentscheidung beruht. An der Durchsuchung sollen auch nur zwei uniformierte Beamte teilgenommen haben und nicht wie ursprünglich angenommen 20.
Zusammenfassung
- Filehoster Uptobox meldet "technische Probleme", tatsächlich rechtliche Schwierigkeiten
- Uptobox stand schon länger im Visier von Piraterie-Jägern
- Dienst hatte im April 2023 34 Millionen Besuche, ein Drittel aus Frankreich
- Polizeidurchsuchungen in mit Uptobox verbundenen Datenzentren
- Aktionen veranlasst von großen Medienunternehmen wie Columbia, Paramount, Warner Bros, Disney, Apple und Amazon
- Unternehmen sind Mitglieder der Anti-Piraterie-Allianz ACE
- ACE bestätigt Verantwortung für Vorgehen gegen Uptobox, betont zivilrechtlichen Hintergrund
Siehe auch:
- Neue Piraterie-Art: Verkauf "handgemachter" USB-Sticks mit Filmen
- Google wurden in neun Monaten 1 Mrd. "Piraterie-Links" gemeldet
- Russland will Piraterie legalisieren - Firmen dort finden das nicht knorke
- RARBG-Aus: Zwei auf TV spezialisierte Piraterie-Gruppen geben auf
- Riesenerfolg: Japans größte Manga-Piraterie-Seite muss schließen
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