Russland will Piraterie legalisieren - Firmen dort finden das nicht knorke
Seit dem Angriff auf die Ukraine bestehen gegen Russland zahlreiche Sanktionen, diese betreffen auch die Unterhaltung. Das russische Parlament weiß, dass Bürger Inhalte wie Filme und Serien trotzdem sehen wollen und will deshalb Piraterie legalisieren. Doch das finden nicht alle gut.
Aus Sicht der russischen Politik ist es einfach: Wenn der Westen uns boykottiert, dann geben wir Piraterie einfach frei - zumindest, solange die jeweiligen Seiten keine Sachen anbieten, die uns (politisch) nicht in den Kram passen. Das jedenfalls ist die Idee eines geplanten Gesetzes, das der Duma, also dem russischen Parlament, im Frühjahr übermittelt wurde.
Doch in gewisser Weise hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn russische Medien- und Unterhaltungsunternehmen finden diese Idee alles andere als gut. Denn wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, protestieren die heimischen Firmen immer vehementer gegen dieses Gesetz - nachdem die Gegenstimmen in den ersten Wochen nach dem Bekanntwerden noch eher zurückhaltend ausfielen.
Sie haben über die Branchenvereinigung Media Communications Union, der zahlreiche mächtige Medienunternehmen wie Gazprom Media, Channel One und Rostelecom angehören, ihre Bedenken ausgedrückt.
Im Wesentlichen befürchten die Medien eine Normalisierung von Piraterie, die nicht nur westlichen, sondern auch russischen Unternehmen schaden wird: "Es besteht die Gefahr, dass dieser Mechanismus dazu genutzt wird, illegal kopierte Ressourcen zu legalisieren und zu verbreiten, was sich negativ auf inländische Produzenten und Inhaber von Exklusivrechten an Inhalten auswirken wird."
Siehe auch:
Doch in gewisser Weise hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn russische Medien- und Unterhaltungsunternehmen finden diese Idee alles andere als gut. Denn wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, protestieren die heimischen Firmen immer vehementer gegen dieses Gesetz - nachdem die Gegenstimmen in den ersten Wochen nach dem Bekanntwerden noch eher zurückhaltend ausfielen.
Dammbruch für Piraterie
Mittlerweile sind die russischen Unternehmen aber strikt gegen das geplante Gesetz und verweisen darauf, dass die Piraterie-Freigabe von Inhalten aus dem Westen auch dem Geschäft in Russland schaden wird. Zu den Gegnern dieses Gesetzesvorhabens sind nun TV-Sender und Streaming-Anbieter gestoßen.Sie haben über die Branchenvereinigung Media Communications Union, der zahlreiche mächtige Medienunternehmen wie Gazprom Media, Channel One und Rostelecom angehören, ihre Bedenken ausgedrückt.
Im Wesentlichen befürchten die Medien eine Normalisierung von Piraterie, die nicht nur westlichen, sondern auch russischen Unternehmen schaden wird: "Es besteht die Gefahr, dass dieser Mechanismus dazu genutzt wird, illegal kopierte Ressourcen zu legalisieren und zu verbreiten, was sich negativ auf inländische Produzenten und Inhaber von Exklusivrechten an Inhalten auswirken wird."
Zusammenfassung
- Russland will Piraterie legalisieren, um Sanktionen zu umgehen.
- Russische Medien lehnen Gesetz ab, da es ihr Geschäft schädigen würde.
- TV-Sender und Streaming-Anbieter äußern Bedenken.
- Gefahr, dass illegale Ressourcen legalisiert und verbreitet werden.
- Inländische Produzenten und Inhaber von Exklusivrechten betroffen.
Siehe auch:
- Weltgrößte Piraten-Seite Zoro.to wechselt Besitzer, Domain und Optik
- Eigenzensur bitte: Russland findet Kompromiss mit Piraten-Seiten
- RARBG-Aus: Zwei auf TV spezialisierte Piraterie-Gruppen geben auf
- Riesenerfolg: Japans größte Manga-Piraterie-Seite muss schließen
- RARBG-Aus hat bereits weitreichende Folgen für die Piraterie-Szene
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