Google wurden in neun Monaten 1 Mrd. "Piraterie-Links" gemeldet

Die Suchmaschine Google ist schon sehr lange ein Werkzeug, das aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken ist. Das betrifft alle Themenbereiche des Internets, auch die Piraterie. Entsprechend viele Links werden bei Google beanstandet - aktuell so viele wie noch nie.
Filesharing, Piraterie, Piracy, Filesharer, Softwarepiraterie

Piraterie-Meldewelle bei Google

Google ist mittlerweile ein knappes Vierteljahrhundert alt und es gibt kaum einen vernetzten Menschen in der westlichen Welt, der die Suchmaschine nicht kennt und vielfach auch nutzt. Für fast alle Aspekte unseres Netzlebens führt der erste Weg zu Google, natürlich auch bei illegalen Inhalten. Hier führt Google oftmals einen Spagat zwischen dem Unerlaubten und Tolerierten durch, in den vergangenen Jahren hat der Suchmaschinenriese Piraten aber von sich aus immer häufiger das Leben schwer gemacht.

Für die Rechtebesitzer ist der Weg zu einer Beanstandung von Links relativ einfach, denn sie müssen per Digital Millennium Copyright Act (DMCA) gegen Verstöße vorgehen - oder was sie dafür halten. Das läuft mittlerweile in den seltensten Fällen manuell, denn die Rechtebesitzer beauftragen spezialisierte Anbieter mit der Suche nach Urheberrechtsverstößen und diese setzen wiederum auf Bots und sonstige Automatismen.


Das erklärt auch, warum die Anzahl an Takedowns immer größer wird. Wie TorrentFreak berichtet, hat Google nun den Meilenstein von sieben Milliarden entfernter Links bekannt gegeben. Das Erstaunliche ist nicht unbedingt die Gesamtzahl an sich, sondern wann es zuletzt eine derartige Meldung gegeben hat.

Denn zwischen sechs und sieben Milliarden Takedowns sind weniger als neun Monate vergangen. Zwar kann man sicherlich sagen, dass die Anzahl der gemeldeten Links insgesamt steigt, im konkreten Fall kann und muss man aber einen Rechtebesitzer hervorheben, nämlich MG Premium. Das ist niemand anderer als MindGeek, also das Porno-Imperium, das hinter Seiten wie Pornhub steht.

Hintergrund ist hier auch, dass sich MindGeek im vergangenen Jahr vor Gericht gegen einen illegalen "Tube"-Anbieter namens Daftsex durchsetzen konnte. Das hinderte dessen Betreiber nicht am Weitermachen, und zwar auf alternativen Domains. Das hat dazu geführt, dass MG Premium eine regelrechte Flutwelle an Takedowns ausgelöst hat.

Zudem muss man auch betonen, dass die sieben Milliarden Meldungen nicht eins zu eins mit tatsächlichen Verstößen gleichzusetzen sind, da es hier u. a. Duplikate gibt und auch Seiten, die gar nicht bei Google gelistet sind.

Zusammenfassung
  • Google ist ein fester Bestandteil des Internets, auch illegale Inhalte.
  • Rechteinhaber können Links melden, meist wird automatisiert gesucht.
  • Meldung veröffentlicht, dass sieben Mrd. Links beanstandet wurden.
  • MindGeek ist ein wesentlicher Grund für die hohe Anzahl.
  • Die Meldungen sind zudem nicht 1:1 mit Verstößen gleichzusetzen.

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!