Google durchwachsen: YouTube spürbar unter Druck, Cloud boomt
Die Google-Mutter Alphabet hat für den Jahresbeginn ziemlich durchwachsene Bilanzen präsentiert. Vor allem die Videoplattform YouTube konnte die in sie gesteckten Erwartungen bei Weitem nicht erfüllen.
Im Grunde besteht kaum Grund zur Klage: Der Google-Konzern verbuchte in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 68,01 Milliarden Dollar. Das ist zwar etwas weniger als von den Analysten erwartet, aber man kann keinesfalls davon sprechen, dass die Zielsetzungen deutlich verfehlt worden wären. Im Jahresvergleich ging es hier immerhin auch um 23 Prozent nach oben.
Allerdings konnte das Unternehmen nicht in allen Bereichen wirklich überzeugen. Ein Fragezeichen steht beispielsweise über YouTube. Die Videoplattform steigerte die Einnahmen zwar, allerdings deutlich weniger als erwartet. Statt des Umsatzes von 7,51 Milliarden Dollar kamen hier letztlich nur 6,87 Milliarden Dollar zusammen.
Besser als erwartet entwickelte sich hingegen das Cloud-Geschäft. Hier ist Google weit abgeschlagen hinter großen Konkurrenten wie Amazon und Microsoft, versucht aber trotzdem, sich auch stärker im Business-Umfeld zu positionieren. Der Umsatz konnte hier so um 44 Prozent gesteigert werden - allerdings wurde dafür auch viel Geld investiert, wodurch hier ein operativer Verlust von 931 Millionen Dollar zu Buche schlug.
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Allerdings konnte das Unternehmen nicht in allen Bereichen wirklich überzeugen. Ein Fragezeichen steht beispielsweise über YouTube. Die Videoplattform steigerte die Einnahmen zwar, allerdings deutlich weniger als erwartet. Statt des Umsatzes von 7,51 Milliarden Dollar kamen hier letztlich nur 6,87 Milliarden Dollar zusammen.
Pandemie-Boom vorbei
Dafür gab es wohl verschiedene Gründe. Zum einen ist das Interesse der Nutzer nicht mehr so stark weitergestiegen wie noch im letzten Jahr, da viele User nicht mehr aufgrund von Corona viel Zeit zuhause verbrachten und Videos schauten. Inzwischen ist man wieder öfter unterwegs und YouTube wächst weniger stark. Hinzu kommt aber auch der gewachsene Konkurrenzdruck. Zunehmend sind User auf der neueren Plattform TikTok unterwegs, die oft kurzweiligere Unterhaltung zu bieten hat.Besser als erwartet entwickelte sich hingegen das Cloud-Geschäft. Hier ist Google weit abgeschlagen hinter großen Konkurrenten wie Amazon und Microsoft, versucht aber trotzdem, sich auch stärker im Business-Umfeld zu positionieren. Der Umsatz konnte hier so um 44 Prozent gesteigert werden - allerdings wurde dafür auch viel Geld investiert, wodurch hier ein operativer Verlust von 931 Millionen Dollar zu Buche schlug.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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