High End am Ende: Intel und AMD stoppen Lieferungen nach Russland
Russland ist jetzt nahezu komplett von der Versorgung mit leistungsfähigeren Chips abgeschnitten. Sowohl Intel als auch AMD haben ihren Kunden in dem Land mitgeteilt, dass sie die Lieferung von Prozessoren einstellen werden.
Offiziell erfolgt der Lieferstopp ab dem 3. März, da ab diesem Termin die weitergehenden Embargo-Maßnahmen der US-Regierung in Kraft treten. Allerdings deutet ein Bericht des russischen Magazins RBC darauf hin, dass bereits jetzt keine neuen Sendungen mehr auf den Weg gebracht werden. Auch die Hardware-Hersteller in China sind demnach inzwischen über die Einzelheiten der Sanktionen informiert worden, was letztlich bedeutet, dass sie keine Geräte mit Intel- oder AMD-Chips mehr nach Russland liefern dürfen.
Allerdings handelt es sich wohl nicht um einen vollumfänglichen Bann. Geräte, die eindeutig auf den Privatkunden-Markt zugeschnitten sind, werden von dem Embargo derzeit nicht abgedeckt. Insofern wird es in Russland auch weiterhin Notebooks und ähnliche Geräte geben, die mit Chips der beiden Anbieter arbeiten - klassische Business-Systeme oder gar Server werden hingegen nicht mehr zu bekommen sein.
Russland versucht seit einiger Zeit die Unabhängigkeit vom Westen auch bei Chips zu erreichen. So gibt es hier unter anderem den MCST Elbrus-8C-Prozessor, der für den Einsatz in Servern vorgesehen ist. Allerdings ist dieser im Vergleich zu aktuellen Produkten von Intel oder AMD nicht besonders leistungsfähig. Insofern muss die russische Wirtschaft sich darauf einstellen, auf bessere IT-Systeme erst einmal verzichten zu müssen. Cloud-Datenzentren können so nicht ausgebaut und Supercomputer nicht in Betrieb genommen werden.
Auch sonst ist das Land mindestens von der Spitze des Halbleiter-Marktes abgeschnitten. Denn auch TSMC liefert nicht mehr nach Russland und bei Samsung wird es nicht anders aussehen, nachdem die südkoreanische Regierung ebenfalls verkündete, sich an den internationalen Sanktionen vollumfänglich zu beteiligen.
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Allerdings handelt es sich wohl nicht um einen vollumfänglichen Bann. Geräte, die eindeutig auf den Privatkunden-Markt zugeschnitten sind, werden von dem Embargo derzeit nicht abgedeckt. Insofern wird es in Russland auch weiterhin Notebooks und ähnliche Geräte geben, die mit Chips der beiden Anbieter arbeiten - klassische Business-Systeme oder gar Server werden hingegen nicht mehr zu bekommen sein.
Kein Ausbau mehr machbar
Und unabhängig von den Geräteklassen kommt es auch noch darauf an, wer die Bestellungen aufgegeben hat. Einzelhandels-Zulieferer werden so beispielsweise noch Notebooks und Smartphones bekommen, große Unternehmen anderer Wirtschaftszweige und staatliche Stellen werden hingegen nicht bedient. Diese können zwar ihre Produkte notfalls auch im herkömmlichen Handel kaufen, was aber komplizierter und mit geringeren Support-Leistungen verbunden ist.Russland versucht seit einiger Zeit die Unabhängigkeit vom Westen auch bei Chips zu erreichen. So gibt es hier unter anderem den MCST Elbrus-8C-Prozessor, der für den Einsatz in Servern vorgesehen ist. Allerdings ist dieser im Vergleich zu aktuellen Produkten von Intel oder AMD nicht besonders leistungsfähig. Insofern muss die russische Wirtschaft sich darauf einstellen, auf bessere IT-Systeme erst einmal verzichten zu müssen. Cloud-Datenzentren können so nicht ausgebaut und Supercomputer nicht in Betrieb genommen werden.
Auch sonst ist das Land mindestens von der Spitze des Halbleiter-Marktes abgeschnitten. Denn auch TSMC liefert nicht mehr nach Russland und bei Samsung wird es nicht anders aussehen, nachdem die südkoreanische Regierung ebenfalls verkündete, sich an den internationalen Sanktionen vollumfänglich zu beteiligen.
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Christian Kahle
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