Russland schützt Kriegsschiffe jetzt mit Vogelschutznetzen vor Drohnen
Die russische Marine überspannt ihre Kriegsschiffe in der Ostsee derzeit mit engmaschigen Netzen. Damit will das Militär Angriffe durch ukrainische Drohnen abwehren. Experten erheitert dieser Schutz aus dem "Baumarkt" aber höchstens.
Das Kriegsschiff gehört zur Ropucha-Klasse, einem sowjetischen Schiffstyp aus den 1970er Jahren. Mit einer Länge von 112 Metern und einer Verdrängung von über 4000 Tonnen ist es primär für den Transport von Panzern, Truppen und Ausrüstung konzipiert. Die Schiffe verfügen über Laderampen am Bug und am Heck. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen eskortierte die Alexander Schabalin das zivile russische Frachtschiff Mikhail Britnew auf einer festgelegten Route durch die Ostsee.
Gegen schwere militärische Angriffssysteme wie die ukrainische FP-2-Drohne bietet das Netz unzureichenden Schutz. Die FP-2 verfügt über einen schweren Sprengkopf und ist gezielt für weitreichende Angriffe auf große maritime Ziele konzipiert. Sie kann weite Strecken über das Wasser zurücklegen. Der improvisierte Aufbau auf See stellt daher lediglich eine rudimentäre Abwehrmaßnahme gegen kleinere Luftbedrohungen dar.
Die Installation von Anti-Drohnen-Netzen stellt einen flottenübergreifenden, aber eben höchst improvisierten Ansatz der russischen Marine dar. Entsprechende Strukturen befinden sich bereits auf Patrouillenbooten und auf Atom-U-Booten der Borei-Klasse im Pazifik.
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Schutznetze auf Kriegsschiffen
Die russische Marine versucht, ihre Flotte in der Ostsee vor potenziellen Angriffen durch unbemannte Fluggeräte zu bewahren. Aktuelle Aufnahmen zeigen das große Landungsschiff Alexander Schabalin, das mit einer grünen Netzstruktur überzogen ist. Die Konstruktion erinnert optisch an handelsübliche Vogel- oder Gartennetze. Die Maßnahme soll das Schiff vor ukrainischen Drohnen schützen, während es in europäischen Gewässern operiert.Das Kriegsschiff gehört zur Ropucha-Klasse, einem sowjetischen Schiffstyp aus den 1970er Jahren. Mit einer Länge von 112 Metern und einer Verdrängung von über 4000 Tonnen ist es primär für den Transport von Panzern, Truppen und Ausrüstung konzipiert. Die Schiffe verfügen über Laderampen am Bug und am Heck. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen eskortierte die Alexander Schabalin das zivile russische Frachtschiff Mikhail Britnew auf einer festgelegten Route durch die Ostsee.
Zweifel an der Schutzwirkung
Militärbeobachter äußern Kritik an der improvisierten Panzerung der Schiffe. Wie United24 Media berichtet, bietet ein derart dünnes Gewebe bestenfalls Schutz vor kleinen First-Person-View-(FPV)-Drohnen, also ferngesteuerte Fluggeräte mit direkter Kameraübertragung an den Piloten. Solche Drohnen kommen im aktuellen Konflikt häufig zum Einsatz, transportieren jedoch nur geringe Nutzlasten.Gegen schwere militärische Angriffssysteme wie die ukrainische FP-2-Drohne bietet das Netz unzureichenden Schutz. Die FP-2 verfügt über einen schweren Sprengkopf und ist gezielt für weitreichende Angriffe auf große maritime Ziele konzipiert. Sie kann weite Strecken über das Wasser zurücklegen. Der improvisierte Aufbau auf See stellt daher lediglich eine rudimentäre Abwehrmaßnahme gegen kleinere Luftbedrohungen dar.
Einsatz von Begleitschiffen
Der Einsatz des Landungsschiffs als Eskorte weist auf fehlende spezialisierte Begleitschiffe innerhalb der russischen Ostseeflotte hin. Da westliche Staaten die Kontrollen der russischen Schattenflotte verschärft haben, sichert die Marine zunehmend zivile Frachter militärisch ab. Die Alexander Schabalin ist mit ihren 57-Millimeter-Geschützen nicht primär für die Abwehr von Luftbedrohungen ausgelegt. Das Schiff erweist sich bei schnellen und wendigen Angriffen aus der Luft als anfällig.Die Installation von Anti-Drohnen-Netzen stellt einen flottenübergreifenden, aber eben höchst improvisierten Ansatz der russischen Marine dar. Entsprechende Strukturen befinden sich bereits auf Patrouillenbooten und auf Atom-U-Booten der Borei-Klasse im Pazifik.
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Zusammenfassung
- Russland schützt Kriegsschiffe in der Ostsee mit einfachen Drohnennetzen
- Das Landungsschiff Alexander Schabalin erhielt eine grüne Netzabdeckung
- Experten bezweifeln die Wirksamkeit gegen schwere militärische Angriffe
- Die Netze sollen primär kleine ferngesteuerte FPV-Drohnen abwehren können
- Die Maßnahme gilt als improvisierte Lösung gegen wachsende Luftbedrohungen
- Der Einsatz dient auch zum Schutz der russischen zivilen Schattenflotte
Siehe auch:
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