RTX 5090: Nutzer stößt im Inneren auf völliges Wärmeleitpasten-Chaos

Der Besitzer einer Aorus RTX 5090 erlebte beim Öffnen seiner Grafikkarte eine zähe Überraschung. Gigabyte hatte bei der Produktion im Werk eine absurde Menge an Wärmeleitpaste aufgetragen. Das führte zu lauten Lüftern und Hitzestaus.
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Überraschung im Kühler

Der Besitzer einer teuren Aorus RTX 5090 erlebte nach gut einem Jahr Nutzung sein 'graues' Wunder, als er das Gehäuse seiner Grafikkarte öffnete. Das gesamte Innere des Kühlers war mit einer dicken Schicht Wärmeleitpaste bedeckt. Der Anwender hatte das Bauteil zerlegt, da die integrierten Lüfter beim Spielen plötzlich ungewöhnlich laut wurden und Drehzahlen von bis zu 2000 Umdrehungen pro Minute erreichten.

Obwohl die regulären Temperatursensoren der GPU unauffällige 76 Grad Celsius meldeten, vermutete der Bastler versteckte Hitzestaus. Solche Hotspots entstehen, wenn der Kontakt zwischen dem Chip und dem Kupferkühler nicht optimal ist. Die Demontage bestätigte den Verdacht. Die thermische Paste war überall im Kühlkörper verteilt, während der untere Teil des Chips nahezu blank lag.


Gefahr für das Mainboard

Wie der Nutzer Correct_Difference72 auf Reddit (via VideoCardz) berichtet, war die Karte horizontal in den Computer eingebaut. Das verhindert normalerweise, dass die flüssige Masse durch die Schwerkraft abrutscht. Bei vertikaler Montage berichteten andere Anwender bereits, dass die Paste bis in die PCIe-Steckplätze des Mainboards tropfe. Solche Lecks bergen in der Theorie das Risiko von Kurzschlüssen, auch wenn es bisher keine Nutzerberichte zu dauerhaften Schäden gibt.

Der Hersteller Gigabyte hatte in der Vergangenheit eingeräumt, dass frühe Produktionschargen der RTX-50-Serie ab Werk mit zu viel Wärmeleitmaterial versehen worden seien. Das Unternehmen stufte das Phänomen damals jedoch als rein optischen Mangel ein. Aorus RTX 5090 Thermal-Paste im KühlerSo sollte das Innere des Kühlkörpers eigentlich nicht aussehen

Zu viel des Guten

Wärmeleitpaste hat die Aufgabe, mikroskopisch kleine Unebenheiten zwischen dem Grafikchip und dem Kühlkörper auszugleichen. Normalerweise reicht ein hauchdünner Film, um Lufteinschlüsse zu verhindern und die Wärmeableitung zu maximieren. Eine übermäßige Menge wirkt hingegen isolierend.

Letztlich entfernte der Besitzer die werksseitige Paste komplett. Stattdessen installierte er ein spezielles Phase-Change-Pad, das bei Hitze seinen Aggregatzustand ändert und für eine gleichmäßige Wärmeableitung sorgt. Solche Modifikationen sind in der Hardware-Szene beliebt, führen jedoch meist zum Garantieverlust. Die war im vorliegenden Fall jedoch ohnehin schon abgelaufen. Der betroffene Nutzer riet anderen Käufern dennoch unabhängig davon zu einer Inspektion ihrer Systeme.

Habt ihr bei euren Grafikkarten schon einmal die Wärmeleitpaste getauscht? Prüft ihr eure Hardware regelmäßig? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Der Besitzer einer Aorus RTX 5090 fand exzessive Wärmeleitpaste im Kühlkörper
  • Die fehlerhafte Applikation ab Werk verursachte Hitzestaus
  • Zuviel Paste wirkt isolierend und kann bei vertikalem Einbau sogar tropfen
  • Gigabyte bezeichnet Übermengen an thermischem Material als Schönheitsfehler
  • Der Nutzer entfernte die Paste und ersetzte sie durch ein Pad

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