Satellit zeigt, wie schlimm die GPS-Störungen wirklich sind
Ein neuer experimenteller Satellit hat das Ausmaß der weltweiten GPS-Störungen kartografiert. Die Ergebnisse zeigen, dass selbst im erdnahen Weltraum die Navigation massiv beeinträchtigt wird. Ein privates Netzwerk soll nun Abhilfe schaffen.
Die gesammelten Daten zeigen einen drastischen Einbruch der Signalstärke. Während über Nordamerika stabile Verbindungen herrschen, fällt das Signal in einem Korridor von Frankreich bis Pakistan von üblichen 40 Dezibel auf lediglich zehn Dezibel ab. Ohne verlässliche GPS-Daten können Satelliten ihre Höhe nicht exakt bestimmen, Kameras nicht ausrichten oder Kollisionen ausweichen.
Um die Schwachstelle zu beheben, entwickelt Xona Space Systems das Pulsar genannte System. Es soll künftig aus 300 kleinen Satelliten bestehen, die in einer niedrigen Umlaufbahn operieren. Dadurch kommt das Signal auf der Erde rund hundertmal stärker an als bei klassischen Anbietern wie dem amerikanischen GPS oder dem europäischen Galileo.
Bereits im Oktober 2026 sollen sechs weitere Satelliten ins All starten. Erste Kunden aus dem Finanzsektor können das System voraussichtlich Ende des Jahres testen, bevor der reguläre Betrieb ab 2027 anläuft.
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Siehe auch:
Massive GPS-Ausfälle im All
Der experimentelle Satellit Pulsar-0 hat kürzlich das Ausmaß der GPS-Sabotage über Europa und dem Nahen Osten dokumentiert. Die Messergebnisse aus 500 Kilometern Höhe belegen, dass Störsender am Boden nicht nur Flugzeuge, sondern auch Systeme im erdnahen Weltraum gravierend beeinträchtigen. Das kalifornische Start-up Xona Space Systems betreibt den Testsatelliten, um ein geplantes, krisensicheres Navigationsnetzwerk vorzubereiten.Die gesammelten Daten zeigen einen drastischen Einbruch der Signalstärke. Während über Nordamerika stabile Verbindungen herrschen, fällt das Signal in einem Korridor von Frankreich bis Pakistan von üblichen 40 Dezibel auf lediglich zehn Dezibel ab. Ohne verlässliche GPS-Daten können Satelliten ihre Höhe nicht exakt bestimmen, Kameras nicht ausrichten oder Kollisionen ausweichen.
Ursachen und Alternativen
Wie Space.com berichtet, nutzen Konfliktparteien die Störsignale primär zur Abwehr von Drohnen. Russland setzt sogenanntes Jamming an seinen westlichen Grenzen ein, was monatlich mehr als 10.000 zivile Flüge stört. Neben gezielter Sabotage gefährden auch Naturereignisse wie Sonnenstürme die herkömmlichen Navigationssysteme, deren Satelliten in über 19.000 Kilometern Höhe kreisen und daher nur schwache Signale zur Erde senden.Um die Schwachstelle zu beheben, entwickelt Xona Space Systems das Pulsar genannte System. Es soll künftig aus 300 kleinen Satelliten bestehen, die in einer niedrigen Umlaufbahn operieren. Dadurch kommt das Signal auf der Erde rund hundertmal stärker an als bei klassischen Anbietern wie dem amerikanischen GPS oder dem europäischen Galileo.
Startschuss im Herbst
Ein starkes Signal reduziert die Reichweite gängiger Störsender auf nur noch fünf Prozent ihrer bisherigen Fläche. Ein Nachteil ist jedoch der hohe Aufwand, ein komplett neues Netzwerk im ohnehin dichten erdnahen Orbit aufzubauen. Das Unternehmen sammelte im März 2026 rund 170 Millionen Dollar (etwa 148 Millionen Euro) ein, um das Projekt voranzutreiben.Bereits im Oktober 2026 sollen sechs weitere Satelliten ins All starten. Erste Kunden aus dem Finanzsektor können das System voraussichtlich Ende des Jahres testen, bevor der reguläre Betrieb ab 2027 anläuft.
Was meint ihr zu der Entwicklung? Teilt eure Gedanken zu den GPS-Störungen und privaten Alternativen gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
- Mysteriöse GPS-Störungen sollen von russischen Satelliten ausgehen
- 8 Mrd. Dollar später: GPS der US-Militärs funktioniert immer noch nicht
- Quantensensor für GPS-freie Navigation soll Erdmagnetfeld messen
- Mars-Rover: Alter Smartphone-Prozessor gibt Perseverance ein "GPS"
- Risiko für kritische Infrastrukturen: GPS-Störungen nehmen weltweit zu
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