"Bitcoin ist Betrug":
Protest gegen Währungspolitik in El Salvador
Die Begeisterung der Menschen in El Salvador über die Einführung des Bitcoin als offizielle Währung hält sich deutlich in Grenzen. Tausende Menschen sind aktuell wieder gegen das Projekt der Regierung auf die Straße gegangen.
"Bitcoin ist Betrug", hieß es unter anderem auf Schildern, die Teilnehmer der Demonstration herumtrugen, berichtete der Spiegel. Und das spiegelt durchaus nicht nur eine Minderheiten-Meinung wider. Mehrere Umfragen kamen zu dem Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel der Bürger die Einführung des Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel ablehnen.
Denn die Kryptowährung erwies sich bisher nur für zwei Anwendungsbereiche als tauglich: als Transfermittel im kriminellen Milieu und als Spekulationsobjekt. Die Bürger in El Salvador sehen in dem digitalen System insbesondere keine sinnvolle Weiterentwicklung, da das Land vor einiger Zeit den US-Dollar eingeführt hat, um endlich eine stabile Währung zu erhalten. Der Bitcoin ist hingegen alles andere als stabil.
Bukeles Regierung hatte die Einführung der Kryptowährung im Gesetzestext damit begründet, dass man eine digitale Währung benötige, die allein von marktwirtschaftlichen Kriterien abhänge. Das ist hier aber auch aus Sicht vieler Wirtschaftsexperten gar nicht gegeben. Der Wert des Bitcoin hängt vielmehr allein vom Verlauf der Spekulationen ab. Eine Bindung an reale Werte, wie sie bei herkömmlichen Währungen zumindest im Grundsatz gegeben ist, gibt es hier nicht.
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Denn die Kryptowährung erwies sich bisher nur für zwei Anwendungsbereiche als tauglich: als Transfermittel im kriminellen Milieu und als Spekulationsobjekt. Die Bürger in El Salvador sehen in dem digitalen System insbesondere keine sinnvolle Weiterentwicklung, da das Land vor einiger Zeit den US-Dollar eingeführt hat, um endlich eine stabile Währung zu erhalten. Der Bitcoin ist hingegen alles andere als stabil.
Undemokratisch und schädlich
Die Einführung des Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel wird als eine der verschiedenen selbstherrlichen Aktionen des Präsidenten Nayib Bukele betrachtet. Gegen dessen Politik schlossen sich inzwischen verschiedenste gesellschaftliche Strömungen zusammen. Einen gemeinsamen Nenner finden sie darin, dass sie den jüngsten Schritt in der Währungspolitik nicht nur als undemokratisch, sondern auch als schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes betrachten.Bukeles Regierung hatte die Einführung der Kryptowährung im Gesetzestext damit begründet, dass man eine digitale Währung benötige, die allein von marktwirtschaftlichen Kriterien abhänge. Das ist hier aber auch aus Sicht vieler Wirtschaftsexperten gar nicht gegeben. Der Wert des Bitcoin hängt vielmehr allein vom Verlauf der Spekulationen ab. Eine Bindung an reale Werte, wie sie bei herkömmlichen Währungen zumindest im Grundsatz gegeben ist, gibt es hier nicht.
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