Drahtlos zur Erde: China arbeitet an Solarkraftwerken im Weltraum
In China werden noch in diesem Jahr erste Tests beginnen, wie man Energie mit Mikrowellen aus dem Erd-Orbit möglichst effektiv auf die Erde transferieren kann. Das soll den Weg zu großen Solarkraftwerken im Weltraum ebnen.
Die Idee ist an sich nicht gerade neu. So schilderte der Science Fiction-Autor Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte "Reason" bereits im Jahr 1941 ein entsprechendes System. Und seit längerer Zeit laufen auch verschiedene Forschungsprojekte, die sich mit dem Thema befassen. Allerdings brachten diese bisher nicht mehr als theoretische Konzepte und einige Experimente im Labor hervor.
Auch in China hatten sich Forscher bereits mit der Idee befasst und man begann 2010 auch schon mit der Konzeption einer Bodenstation. Allerdings wurde das Projekt wieder auf Eis gelegt. Im Juni holte man die Unterlagen aber wieder hervor und begann mit einigem Nachdruck an der Umsetzung zu arbeiten. Das Ziel besteht nun darin, bis 2030 eine Anlage fertig zu haben, die zumindest kleinere Energiemengen aus dem Orbit zur Erde schickt. Bis 2050 will China dann ein kommerziell in großem Stil nutzbares System in Betrieb haben.
Mit der Zeit sollen die Distanzen dann vergrößert werden - bis man im Orbit angekommen ist. Dort könnten dann zukünftig große Solar-Panele die Energie der Sonne einfangen und auf die Erde leiten. Sie sind dabei - im Gegensatz zu erdgebundenen Solarkraftwerken - völlig unabhängig vom Wetter und können bei entsprechender Konfiguration im Weltraum auch Nachts Strom dorthin liefern, wo er benötigt wird.
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Auch in China hatten sich Forscher bereits mit der Idee befasst und man begann 2010 auch schon mit der Konzeption einer Bodenstation. Allerdings wurde das Projekt wieder auf Eis gelegt. Im Juni holte man die Unterlagen aber wieder hervor und begann mit einigem Nachdruck an der Umsetzung zu arbeiten. Das Ziel besteht nun darin, bis 2030 eine Anlage fertig zu haben, die zumindest kleinere Energiemengen aus dem Orbit zur Erde schickt. Bis 2050 will China dann ein kommerziell in großem Stil nutzbares System in Betrieb haben.
Klein anfangen
Die ersten Versuche in diesem Jahr sind allerdings noch weit von einer drahtlosen Übertragung aus dem Orbit entfernt. Erste Tests werden mit Ballons durchgeführt, die man in eine Höhe von gerade einmal 300 Metern aufsteigen lässt. Die ganze Sache dient in erster Linie der Erprobung der Empfangseinrichtungen in der so genannten Bishan Base im gleichnamigen chinesischen Regierungsbezirk.Mit der Zeit sollen die Distanzen dann vergrößert werden - bis man im Orbit angekommen ist. Dort könnten dann zukünftig große Solar-Panele die Energie der Sonne einfangen und auf die Erde leiten. Sie sind dabei - im Gegensatz zu erdgebundenen Solarkraftwerken - völlig unabhängig vom Wetter und können bei entsprechender Konfiguration im Weltraum auch Nachts Strom dorthin liefern, wo er benötigt wird.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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