Solarstrom-Versorgung aus dem Orbit:
Die ESA hat jetzt einen Plan
Die europäische Raumfahrtagentur ESA arbeitet ernsthaft an einer weltraumgestützten Versorgung des Kontinents mit Solarenergie. Satelliten würden dann die Kraft der Sonne auffangen und gezielt zur Erde weiterleiten, um die Stromversorgung zu sichern.
"Es wird an Europa, der ESA und ihren Mitgliedstaaten liegen, an die Grenzen der Technologie zu gehen, um eines der dringendsten Probleme für die Menschen auf der Erde dieser Generation zu lösen", sagte Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, laut eines Berichts des US-Magazins Ars Technica. Machbarkeitsstudien hatte die Organisation bereits vor einiger Zeit in Auftrag gegeben.
Deren Ergebnisse liegen jetzt vor und zeigen, dass es durchaus möglich ist, eine entsprechende Solarstrom-Versorgung mit den heute verfügbaren Mitteln aufzubauen - auch wenn dies natürlich eine ordentliche Herausforderung wäre. Die Veröffentlichung der Studien sollen nun dazu dienen, dass die politischen Entscheidungsträger in Europa mit den nötigen Informationen versorgt werden.
Das Grundkonzept würde so aussehen, dass große Satelliten in geostationären Umlaufbahnen Sonnenenergie mit Solarpaneelen auffangen. Mit gerichteten Mikrowellen ließe sich dann eine Übertragung zur Erde herstellen, wo die Energie dann ins Stromnetz eingespeist werden kann. Wenn entsprechende Entscheidungen in den zuständigen Gremien getroffen werden, könnte die ESA laut Aschbacher im Jahr 2025 mit der konkreten Entwicklung eines solchen Solarenergiesystems beginnen.
Eine Umsetzung ist trotzdem mehr als fraglich - den der einzige Vorteil eines solchen Systems bestünde darin, dass die Satelliten unabhängig von Tageszeit und Wetter Solarenergie liefern würden. Die Satelliten könnten zwar die doppelte Ausbeute gegenüber irdischen Solaranlagen vorweisen, was durch die zusätzlichen Umwandlungen und Transporte aber wieder verloren ginge.
Selbst der Unternehmer Elon Musk, dem sonst kein High Tech-Projekt zu abwegig ist, ist bereits vor längerer Zeit auf Distanz gegangen. Er verwies darauf, dass das Verhältnis von Aufwand und Nutzen bei einem solchen Unterfangen deutlich schlechter wäre, als wenn man klassisch auf der Erde Solaranlagen baut und diese mit intelligenten Netzen und verschiedenen Speichertechnologien kombiniert. "Wenn sich jemand für Solarenergie aus dem Weltraum begeistern sollte, dann bin ich das. Ich habe eine Raketenfirma und eine Solarfirma. Ich sollte wirklich dabei sein. Aber es wird ganz offensichtlich nicht funktionieren", erklärte Musk.
Siehe auch: Drahtlos zur Erde: China arbeitet an Solar-Kraftwerken im Weltraum
Deren Ergebnisse liegen jetzt vor und zeigen, dass es durchaus möglich ist, eine entsprechende Solarstrom-Versorgung mit den heute verfügbaren Mitteln aufzubauen - auch wenn dies natürlich eine ordentliche Herausforderung wäre. Die Veröffentlichung der Studien sollen nun dazu dienen, dass die politischen Entscheidungsträger in Europa mit den nötigen Informationen versorgt werden.
Das Grundkonzept würde so aussehen, dass große Satelliten in geostationären Umlaufbahnen Sonnenenergie mit Solarpaneelen auffangen. Mit gerichteten Mikrowellen ließe sich dann eine Übertragung zur Erde herstellen, wo die Energie dann ins Stromnetz eingespeist werden kann. Wenn entsprechende Entscheidungen in den zuständigen Gremien getroffen werden, könnte die ESA laut Aschbacher im Jahr 2025 mit der konkreten Entwicklung eines solchen Solarenergiesystems beginnen.
Selbst Elon Musk winkt ab
Die großen Herausforderungen bestehen dabei vor allem im Transport - und natürlich in der Finanzierung, die auf hunderte Milliarden Euro zu veranschlagen wäre. Die benötigten Satelliten wären letztlich jeweils deutlich schwerer als die Internationale Raumstation ISS. Und sie müssten eben nicht nur einige hundert Kilometer in einen erdnahen Orbit, sondern in eine geostationäre Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Entfernung gebracht werden. Das hält man angesichts der Entwicklung sehr starker und trotzdem durch eine Wiederverwendbarkeit preiswerter Launcher-Systeme wie dem Starship von SpaceX für machbar.Eine Umsetzung ist trotzdem mehr als fraglich - den der einzige Vorteil eines solchen Systems bestünde darin, dass die Satelliten unabhängig von Tageszeit und Wetter Solarenergie liefern würden. Die Satelliten könnten zwar die doppelte Ausbeute gegenüber irdischen Solaranlagen vorweisen, was durch die zusätzlichen Umwandlungen und Transporte aber wieder verloren ginge.
Selbst der Unternehmer Elon Musk, dem sonst kein High Tech-Projekt zu abwegig ist, ist bereits vor längerer Zeit auf Distanz gegangen. Er verwies darauf, dass das Verhältnis von Aufwand und Nutzen bei einem solchen Unterfangen deutlich schlechter wäre, als wenn man klassisch auf der Erde Solaranlagen baut und diese mit intelligenten Netzen und verschiedenen Speichertechnologien kombiniert. "Wenn sich jemand für Solarenergie aus dem Weltraum begeistern sollte, dann bin ich das. Ich habe eine Raketenfirma und eine Solarfirma. Ich sollte wirklich dabei sein. Aber es wird ganz offensichtlich nicht funktionieren", erklärte Musk.
Siehe auch: Drahtlos zur Erde: China arbeitet an Solar-Kraftwerken im Weltraum
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