China: Solar im All soll Energie der globalen Ölförderung übertreffen
Chinesische Forscher haben Pläne für den Bau eines riesigen Solarkraftwerks im Weltraum vorgestellt. Dieses soll kontinuierlich Energie per Mikrowellen zur Erde senden. Man spricht bereits von einem "neuen Drei-Schluchten-Projekt im All".
Das neue Weltraumprojekt könnte, so der Chefdesigner der Long-March-Raketen, Long Lehao, in seiner Bedeutung mit dem Damm gleichziehen. "Die Menge an Energie, die wir in einem Jahr sammeln könnten, entspräche der gesamten Ölmenge, die weltweit aus der Erde gefördert werden kann", erklärte Long bei einem Vortrag an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, wie die South China Morning Post berichtete.
Solarkraftwerke im All erreichen eine höhere Effizienz als solche auf der Erde, da die Sonneneinstrahlung im Weltraum zehnmal intensiver ist und keine Wolken oder atmosphärische Einflüsse die Energieaufnahme stören. Außerdem können sie so platziert werden, dass sie rund um die Uhr der Sonne ausgesetzt sind. Wissenschaftler weltweit arbeiten seit Jahrzehnten an Konzepten für sogenannte weltraumbasierte Solarenergie (Space-Based Solar Power, SBSP). Doch die Herausforderung, gigantische Solarmodule ins All zu transportieren, hat bisher viele Projekte zum Scheitern gebracht.
China ist nicht allein mit diesen Plänen. Auch die USA, Europa und Japan arbeiten an Konzepten für weltraumbasierte Solaranlagen. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA plant in diesem Jahr den Start eines Testsatelliten, um die Machbarkeit der Technologie zu prüfen.
Das chinesische Projekt unterstreicht jedoch die wachsenden Ambitionen des Landes in der Raumfahrt und erneuerbaren Energien. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung der Erde sein.
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Gigantisches Kraftwerk am Himmel
Dies bezieht sich auf die Drei-Schluchten-Talsperre, mit der China das größte Wasserkraftwerk der Erde realisierte. Dieses bringt es auf eine Leistung von 22,5 Gigawatt. Ähnlich ambitionierte Pläne verfolgt man nun mit dem Solarprojekt, das in einer geostationären Umlaufbahn, rund 36.000 Kilometer über der Erde, errichtet werden soll. Die Fotovoltaikmodule sollen dabei kilometergroße Strukturen bilden.Das neue Weltraumprojekt könnte, so der Chefdesigner der Long-March-Raketen, Long Lehao, in seiner Bedeutung mit dem Damm gleichziehen. "Die Menge an Energie, die wir in einem Jahr sammeln könnten, entspräche der gesamten Ölmenge, die weltweit aus der Erde gefördert werden kann", erklärte Long bei einem Vortrag an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, wie die South China Morning Post berichtete.
Solarkraftwerke im All erreichen eine höhere Effizienz als solche auf der Erde, da die Sonneneinstrahlung im Weltraum zehnmal intensiver ist und keine Wolken oder atmosphärische Einflüsse die Energieaufnahme stören. Außerdem können sie so platziert werden, dass sie rund um die Uhr der Sonne ausgesetzt sind. Wissenschaftler weltweit arbeiten seit Jahrzehnten an Konzepten für sogenannte weltraumbasierte Solarenergie (Space-Based Solar Power, SBSP). Doch die Herausforderung, gigantische Solarmodule ins All zu transportieren, hat bisher viele Projekte zum Scheitern gebracht.
Große Rakete nötig
Um dieses Problem zu lösen, setzt China auf die Entwicklung der Schwerlastrakete Long March-9. Diese wiederverwendbare Rakete soll eine Tragkraft von 150 Tonnen haben und wäre nicht nur für den Bau der Solarkraftanlage entscheidend, sondern auch für Chinas geplante Mondmissionen. Bis 2035 plant das Land eine internationale Forschungsstation auf dem Mond.China ist nicht allein mit diesen Plänen. Auch die USA, Europa und Japan arbeiten an Konzepten für weltraumbasierte Solaranlagen. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA plant in diesem Jahr den Start eines Testsatelliten, um die Machbarkeit der Technologie zu prüfen.
Das chinesische Projekt unterstreicht jedoch die wachsenden Ambitionen des Landes in der Raumfahrt und erneuerbaren Energien. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung der Erde sein.
Zusammenfassung
- China plant ein riesiges Solarkraftwerk im Weltraum für kontinuierliche Energie
- Das Projekt soll mit der Drei-Schluchten-Talsperre vergleichbar sein
- Jährliche Energiegewinnung könnte globale Ölförderung übertreffen
- Höhere Effizienz durch zehnfach intensivere Sonneneinstrahlung im All
- Schwerlastrakete Long March-9 soll Transport ins All ermöglichen
- Projekt unterstreicht Chinas Ambitionen in Raumfahrt und Energiesektor
- Andere Länder wie USA, Europa und Japan arbeiten an ähnlichen Konzepten
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