Microsoft-Mitarbeiter fordern Ende der Zusammenarbeit mit der Polizei
Eine große Gruppe von Mitarbeitern des Softwarekonzerns Microsoft fordert in einem Brief an die Leitung des Unternehmens, dass man die Zusammenarbeit mit Polizeibehörden beendet. Hintergrund sind Vorfälle im Rahmen der Proteste nach der Ermordung von George Floyd.
In einer E-Mail, die laut dem Magazin OneZero von mehr als 250 Mitarbeitern "unterzeichnet" wurde, fordern die Microsoft-Angestellten die Einstellung der Kooperation mit dem Seattle Police Department als der Polizeibehörde der Stadt Seattle, in der Microsoft diverse Standorte betreibt und in deren Vorort Redmond der Konzern sein Hauptquartier hat.
Das Schreiben, das unter anderem an Microsoft-Chef Satya Nadella und den Corporate Vice President Kurt DelBene ging, trägt die Betreffszeile "Our Neighbourhood has been turned into a Warzone" (Unsere Nachbarschaft wurde zum Kriegsgebiet gemacht). Die Unterzeichner seien jeweils selbst Zeugen oder Opfer von "inhumaner" Antworten der Polizei von Seattle auf friedliche Proteste geworden, heißt es darin unter anderem.
Weitere Mitarbeiter berichten, dass das über Tage von der Polizei gegen Demonstranten verwendete Tränengas auch in großer Entfernung vom eigentlichen Ort des Geschehens noch in ihre Wohnungen und Häuser ziehe. Auch auf andere Weisen seien diverse Mitarbeiter des Softwarekonzerns von den überzogenen Aktionen der Polizei in Seattle betroffen, hieß es weiter.
Die Autoren der E-Mail an Microsofts Führungsetage fordern neben einer Kündigung von Verträgen mit der Polizei der Stadt Seattle auch das Ende der Zusammenarbeit mit diversen anderen Behörden anderswo in den USA, Unterstützung für die Idee, der Seattler Polizei die Finanzierung zu streichen und den Rücktritt der Bürgermeisterin der Stadt. Darüber hinaus müsse Microsoft von offizieller Seite Druck ausüben und die Verwendung von Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschossen verurteilen.
Das Schreiben, das unter anderem an Microsoft-Chef Satya Nadella und den Corporate Vice President Kurt DelBene ging, trägt die Betreffszeile "Our Neighbourhood has been turned into a Warzone" (Unsere Nachbarschaft wurde zum Kriegsgebiet gemacht). Die Unterzeichner seien jeweils selbst Zeugen oder Opfer von "inhumaner" Antworten der Polizei von Seattle auf friedliche Proteste geworden, heißt es darin unter anderem.
Microsoft-Mitarbeiter selbst Opfer von Polizeigewalt
Nachdem zunächst nur relativ wenige Mitarbeiter zu den Unterzeichnern des Schreibens an die Konzernführung gehörten, schlossen sich immer mehr Menschen an. In einem internen E-Mail-Thread ist unter anderem davon die Rede, dass es Videos gibt, in denen Mitarbeiter von Microsoft von der Polizei in Seattle in den Würgegriff genommen und zu Boden gerungen werden. Außerdem beschrieb einer der Autoren, dass er mittlerweile drei Mal mit Tränengas beschossen und ein Mal von einer Blendgranate getroffen wurde.Weitere Mitarbeiter berichten, dass das über Tage von der Polizei gegen Demonstranten verwendete Tränengas auch in großer Entfernung vom eigentlichen Ort des Geschehens noch in ihre Wohnungen und Häuser ziehe. Auch auf andere Weisen seien diverse Mitarbeiter des Softwarekonzerns von den überzogenen Aktionen der Polizei in Seattle betroffen, hieß es weiter.
Die Autoren der E-Mail an Microsofts Führungsetage fordern neben einer Kündigung von Verträgen mit der Polizei der Stadt Seattle auch das Ende der Zusammenarbeit mit diversen anderen Behörden anderswo in den USA, Unterstützung für die Idee, der Seattler Polizei die Finanzierung zu streichen und den Rücktritt der Bürgermeisterin der Stadt. Darüber hinaus müsse Microsoft von offizieller Seite Druck ausüben und die Verwendung von Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschossen verurteilen.
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